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Ein Bericht von Christian Reder mit Fotos von Sebastian Ziegert,
Matthias Ziegert  
(Fotostrecke) &  Ronny Pabst  (Textillustration)



Vor genau einem Jahr wurde an gleicher Stelle ein runder Geburtstag gefeiert. Zahlreiche Musiker standen damals auf der Bühne, um dem Hähle mit einem Ständchen zu gratulieren. Es war ein rauschendes Fest und die Stimmung war toll. Seit dieser Feier zum 50. Geburtstag von Andreas Hähle waren bis zum vergangenen Montag exakt 12 Monate vergangen und es ist unglaublich, was in dieser Zeit so alles passiert ist. Lassen wir das Weltgeschehen mal außen vor. Die Musikszene auch. Bleiben wir mal nur beim Jubilar. Die vielen Wünsche für den Hähle wurden an einer bestimmten Stelle im Universum, die noch nicht genau erkundet wurde aber für Glück, Erfolg und Gesundheit zuständig ist, nämlich nicht gehört. Der Sachbearbeiter hat sie einfach ignoriert, was eigentlich eine Dienstaufsichtsbeschwerde nach sich ziehen sollte. Vielleicht waren sie aber auch nur auf dem Weg dorthin in der Post verloren gegangen oder in der dortigen Poststelle unter den Tisch gefallen. Jedenfalls musste sich unser Hähle im Frühjahr trotz vieler unserer Wünsche für eine stabile Gesundheit im neuen Lebensjahr, die damals auf unterschiedlichen Wegen zu ihm getragen wurden, in ärztliche Behandlung begeben. Wir alle kennen die Geschichte, enge Vertraute kennen auch den harten und schweißtreibenden Weg, den der Hähle nach der Diagnose hinter sich gebracht hat. Er war richtig schwer krank und die Krankheit, die er sich eingefangen hatte, war auch noch eine aggressive obendrein - sogar von Lebensgefahr war da die Rede. Es folgte eine zähe Zeit, in der es eine Therapie mit chemischer Keule, unerträglichen Wartezeiten und einer schweren Operation gab. Bei all dem verlor der Hähle nie seinen Mut, was bewundernswert ist. Er nahm alles tapfer an und was soll ich Euch sagen? Er hat dieser Krankheit ordentlich in den Hintern getreten. Hähle wollte gewinnen und er hat gewonnen. Noch während ihm Ärzte und Fachleute sagten, "Lass langsam gehen, kurier Dich erst mal in Ruhe aus", schmiedete er schon Pläne, ignorierte den Drecksack in sich und füllte seinen Kalender mit Terminen für die Zeit nach der Trennung von dem soeben von mir als Drecksack bezeichneten Tumor ... Ein Aufgeben stand für ihn gar nicht zur Debatte. Immerhin hat er seine Lika und Kinder, die er liebt. Und seinen Job, den er auch liebt. Und ganz viele Freunde, die er ebenfalls liebt und die es alles andere als akzeptabel gefunden hätten, hätte er sich schon frühzeitig vom Acker gemacht ... Und nun, ein Jahr nach der Party, stand eine neue Party an. Die "Wiederkehr-Feier" zum 51. Geburtstag. Organisiert und auf die Beine gestellt von Freunden mit Freunden für einen Freund. Unseren Freund. Den Hähle.

 

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Dunja Averdung (LIAISONG) und Michael Landmann haben in den letzten Wochen einiges bewegt, Kontinentalplatten verschoben und auch ein bisschen an der Zeit geschraubt, um am Ende diese Party am 12. November 2018 über die Bühne gehen lassen zu können. Ungewöhnlich: Die Party wurde auf einem Montag gefeiert. Schlecht für alle berufstätigen Menschen. Noch schlechter für alle berufstätigen Menschen von außerhalb. Den Tag, auf den der Geburtstag fällt, kann man sich aber nicht aussuchen. Darum fand die Fete eben auf einem Montag statt. In Leipzig. Weit weg für viele Interessierte, auch für den Schreiber dieser Zeilen hier. Trotzdem haben Leute - genauso wie Dunja und Michael - einiges bewegt, Kontinentalplatten verschoben und auch ein bisschen an der Zeit geschraubt, um irgendwie nach Leipzig reisen zu können und dabei zu sein. An einem Montag. Beim Hähle. Mittags rief ich ihn aus dem Hotel an und gratulierte ihm zum Geburtstag. Ich beschwerte mich über den ungünstigen Termin und hinterließ meinen Wunsch, am Abend doch auch mit dabei sein zu können. Die Nebelkerze, die ich warf, landete genau im Ziel. Hähle war ahnungslos, dass ich schon längst am Ort des Geschehens war und abends bei ihm auftauchen würde. Als ich im Beyerhaus ankam, war Hähle noch nicht da. Ich begrüßte ein paar mir bekannte Gesichter, u.a. Klaus von Rockradio und die Zöllner-Musikanten, die parallel mit mir eintrafen. Ich wechselte ein paar Worte mit Micha Landmann und Dunja Averdung und war tief in einem Gespräch mit Lucy van Org vertieft, als jemand sagte, "Der Hähle kommt". Draußen vor der Tür, wo man sich zum Rauchen und Quätschchen halten traf, stand er und ließ sich gratulieren. Ich mischte mich schnell unter das Volk und als sich unsere Blicke trafen, sagte er nur völlig irritiert, "Wir haben doch gerade noch telefoniert..." Überraschung gelungen. Gut sah er aus, der Hähle. Farbe im Gesicht, die Haare schön und den schweren Ritt der letzten Monate nur in Ansätzen um die Wangen gezeichnet. So sehen Sieger aus. Während hier noch weiter die Glückwünsche an den Mann gebracht wurden, wurde drinnen noch fleißig Sound gecheckt, damit die Party auch rechtzeitig losgehen konnte.

Leider gab es für die Party kurz vorher noch Absagen von Leuten, die aktiv ins Geschehen hätten eingreifen sollen. Tino Eisbrenner konnte z.B. nicht kommen. Es gab am Sonntag wohl einen Schreckmoment. Seine Frau bemerkte Anzeichen eines Schlaganfalls, als sie mit dem Auto unterwegs war. Da hatte Tino natürlich erst mal andere Dinge im Kopf und zu erledigen. Inzwischen geht es seiner Liebsten aber wieder gut und es war falscher Alarm. Den Schreck hatte Familie Eisbrenner aber trotzdem. Auch Ulrike Gastmann, Tina Rogers und Arnold "Murmel" Fritzsch mussten absagen. Sie hatten sich wohl alle einen Infekt eingefangen und waren dadurch an ihrer Teilnahme gehindert. Ansonsten waren alle da, auf die gewartet wurde. Das heißt ... Nein. Doch nicht. Der Berliner Musiker Kapaulke fehlte noch. Abgesagt hatte er nicht und unpünktlich sei er auch nie gewesen, hieß es. Er kam auch später nicht mehr und wurde am Ende des Tages immer noch vermisst. Erst am Dienstag erfuhr Hähle und dann auch wir davon, dass der Künstler wenige Stunden zuvor verstorben war. Gut für Hähle, dass die Nachricht nicht schon am Montag in Leipzig eintraf. So konnte er die Abendstunden und seine Party noch ohne Traurigkeit im Herzen genießen. Eine Tragödie, die einen nicht unberührt lässt, auch wenn man den Menschen Kapaulke nicht persönlich kannte.

 

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Um 18:45 Uhr begann das Bühnenprogramm. Die Moderation teilten sich Dunja Averdung und Marcel Fischer von Radio Marabu, und Dunja begrüßte zuerst das erschienene Publikum. Ein paar kurze Sätze zur Party und der Hinweis, dass nicht nur der Hähle an diesem Montag Geburtstag hatte, schlug die Brücke zu einem Ständchen. Auch Hähles Schwiegervater wurde am Montag ein Jahr älter und auch für ihn war der erste Song des Tages gedacht. Es wurde ein russisches Geburtstagslied mit deutschem Text angestimmt und den beiden Herren quasi als ein Geschenk von der Bühne gereicht. Direkt im Anschluss übernahm Marcel Fischer das Mikro und tat es Dunja gleich. Ein paar Worte zu dem, was nun folgen sollte, und Marcel räumte das Feld für die ersten Gäste auf der Bühne: Lucy van Org und Roman Shamov alias MEYSTERSINGER. Die beiden Berliner Musiker trugen mit "Machen" und "Mit Euch" zwei Songs aus ihrem Album "Frieden" live vor. Anders als bei ihren Auftritten sonst stand das Duo in Leipzig ohne ihre besonderen Anzüge und das Dunkelkammer-Ambiente vor den anwesenden Geburtstagsgästen. Eigentlich gehört das bei ihnen dazu, aber da sie - wie die anderen Musikanten des Abends auch - nur sechs Minuten Auftrittszeit hatten, hat sich die visuelle Umsetzung ihrer sonst so bis ins Detail abgestimmten Show wohl nicht umsetzen lassen. Aber die brauchten sie auch nicht, um einen bleibenden Eindruck zu hinterlassen - ihr Auftritt war wie immer höchst schmackhaft und angenehm im Abgang. Nach den MEYSTERSINGERn wurden die nächsten Gratulanten angesagt. Steffi Breiting mit ihrer Band war an der Reihe. Auch sie hatte zwei Songs im Gepäck. Die blonde Sängerin präsentierte ihre Versionen von Otis Reddings "I've Got The Will" und Van Morrisons "Have I Told You". Dabei fiel Gitarrist Tobi Hillig aus ihrer Band besonders auf, der mit seiner Fingerfertigkeit auf der roten E-Gitarre für einige feine Momente sorgte. Ich hatte ihn bis dahin noch nie live erlebt und war ziemlich angetan. Ein ausgesprochen guter Handwerker der es verstand, das Publikum im Saal auf den sechs Saiten erstklassig zu unterhalten. Der nächste Gast auf der Bühne war MAX WILHELM, der das Stück "Weil Du es bist" präsentierte. Eine Nummer, die auf seiner EP "Tanz aus der Reihe" erschienen ist, die der Hähle getextet hat und die Lika, seiner Frau, gewidmet wurde. Der Künstler selbst drückte den Altersdurchschnitt der auftretenden Künstler erheblich, denn dieser sympathische Singer-Songwriter zählt noch zur jüngeren Generation deutscher Musiker. Ihm folgte eine wahre Urgewalt: Jule Werner. Die Sängerin trat mit ihrer Band auf und präsentierte die Songs "Magie" und "Traumland", zu denen der Hähle ebenfalls die Texte schrieb. Und Jule Werner ist eine absolute Gesangsgranate. Schon die ersten Töne am Montagabend hatten ordentlich Zündstoff. Die blonde Frau ist mit einer enormen Röhre ausgestattet, die sie auch ohne Gnade auf das Publikum loslässt und es damit innerhalb von Sekunden in totale Begeisterung versetzen kann. Ihr "Sechsminüter" blieb mir deshalb auch besonders in Erinnerung. Bevor das Geburtstagssonderprogramm im Beyerhaus in eine Pause ging, hatten noch Francis D.D. String und Jan Preuß ihre Auftritte. String, der mit seinem Gitarrenspiel bereits Hähles Lesungen "Wir trinken Wein und dann ..." bereicherte, spielte mit kompletter Band und als erstes für Hähle einen Song, den er laut seiner Aussage von ihm sehr gerne hört und zu dem er auch den Text beisteuerte: "Es brennt". Außerdem steuerte er den aus der Albrecht Haushofer Hommage entliehenen Titel "Wandlung" zur Party bei. Alles ziemlich rockig angelegt, was auch nicht großartig verwunderte. Francis spielt eine ebenso heiße Gitarre wie der hier schon erwähnte Tobi Hillig. Da bleibste nicht ruhig bei sitzen ... Jan Preuß, ebenfalls mit Band im Rücken, hatte für die Geburtstagsparty seinen Song "Traumtänzer" vorbereitet, und das hatte einen besonderen Hintergrund. Er durfte schon auf der Hochzeit von Hähle und Lika singen und bemerkte, wie die beiden zu dieser Nummer tanzten. Darum brachte er auch genau dieses Lied mit nach Leipzig und widmete es den beiden. Die nun folgende Pause wurde zum Luftholen genutzt, denn es war bis dahin viel zu hören und alles wurde sehr kompakt dargeboten. Das musste erst mal sacken ...

 

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Draußen im Hof des Beyerhauses hatte sich eine kleine Gruppe Gäste versammelt, die dort rauchte, quatschte und den Abend einfach nur mit dem einen oder anderen Getränk genoss. Es wurde gefachsimpelt, sich ausgetauscht und Anekdoten zum Besten gegeben. Quasi das Alternativprogramm zu dem auf der Bühne. Diese Party lief eben nicht stocksteif ab, sondern so locker wie eine Familienfeier. Und auf einer Familienfeier befanden wir uns ja schließlich auch.

Den zweiten Teil des Abends auf der "Hauptbühne" eröffnete Cat Henschelmann, der - wie er selbst sagte - einen Text von Hähle stahl und ihm diesen nun verbunden mit einer selbst geschriebenen Komposition zurück gab. Der Song trägt den ungewöhnlichen Namen "Der Sinn oder die vergängliche Wahrheit" und ungewöhnlich war auch der Vortrag der Nummer, zu der sich der Künstler instrumental selbst begleitete. Als nächster Musiker im zweiten Teil des Bühnenprogramms war der ehemalige ZWEI WEGE-Musiker HC Schmidt zu erleben, der als erstes einen Falco-Song mit einem deutschen Text von Andreas Hähle zum Vortrag brachte. Aus "No Time For Revolution" wurde durch HC und Hähle "Zu blöd für 'ne Revolution". Dem folgte HC Schmidts Version von Martin Gerschwitz' Song "You Never Too Old", dessen Text von Stephanie Brill stammt. Anschließend war Harald Wandel an der Reihe, und präsentierte als erstes einen Auszug aus seinem angeblich 500 Strophen umfassenden Geburtstagsliedes und als zweite Nummer seine "kackenden Hunde". Und nun wurde der Applaus richtig laut - lauter als ihn die anderen bisher aufgetretenen Künstlern ernten durften, denn der Mann, der jetzt die Bühne betrat, feierte bereits beim Konzert für Holger Biege Ende Oktober sein Bühnen-Comeback: Hähle! Er verkündete zu Beginn seines Auftritts die ersten Termine, bei denen er wieder auf der Bühne zu sehen und hören sein wird. Und da das Vorlesen von Texten bei eben erwähntem Konzert für Holger Biege schon so super geklappt hatte, wollte Hähle es auch in Leipzig so halten und las mit "Eintausend Küsse tief", der Übersetzung eines Leonard Cohen-Textes ins Deutsche, sowie seinem Text "Das gleiche Leben" ebenfalls zwei Texte vor. Die "Stimme der Seele" brachte damit das eben noch jubelnde und johlende Publikum wieder zur Ruhe ... zum andächtigen Lauschen. Es war Stille im Saal, als Hähle die Texte las, er hatte die volle Aufmerksamkeit. Beide Texte sind zum Nachlesen am Ende dieses Beitrag zu finden. Nach dem viel umjubelten Auftritt vom Hähle kam wieder Musik ins Spiel und endlich die Frau zum Zuge, die diesen ganzen Abend organisiert und strukturiert hatte: Dunja Averdung. Sie war vorher schon beim Geburtstagsständchen am Anfang, als zweite Stimme beim beeindruckenden Auftritt von Jule Werner und beim Auftritt von HC Schmidt zu sehen und hören, aber nun trat sie mit ihren eigenen Songs in den Vordergrund. Zusammen mit Jörg Nassler (Gitarre), Christoph Keck (Schlagzeug), Michael Balk (Bass) und Marek Arnold (Sopransaxophon) zelebrierte die Sängerin ihren Song "Macht, Geld und Wahnsinn" sowie eine eigene Interpretation des Holger Biege-Titels "Meistens bleib ich still". Hier blieb mir die besondere Farbe angenehm im Gedächtnis, die Marek Arnold mit seinem Instrument ins Gesamtbild einbrachte. Er war übrigens auch schon früher am Abend beim Auftritt von Jule Werner und bei HC Schmidt im Einsatz, und ihn erlebte man direkt nach Dunja und Jörg an gleicher Stelle wieder, denn zusammen mit Manuel Schmid gehörte die Bühne in eigener Sache dann ihm. Der Stern-Frontmann und der ehemalige Stern-Tastenmann, die Mitte Dezember ein gemeinsames Album veröffentlichen wollen, so denn in der Kürze der Zeit noch ein Vertrieb gefunden wird, stellten am Montagabend auch gleich zwei Ergebnisse ihrer gemeinsamen Arbeit vor, nämlich die Titel "Doch dann dreht sich die Welt" und "Geld". Zwei wunderbare Songs, die durch Manuels Gesang und auch hier durch Mareks Spiel auf seinem Instrument - dieses Mal das Saxophon - angenehm auffielen. Kurz vor Feierabend hatte noch Dirk Zöllner seinen Platz im Programm. Die erste Nummer, die er sang, trug den Titel "Zerbrochenes Glas". Dieses Lied hatte Hähle im Alter von etwa 16 oder 17 Jahren zusammen mit seinem Freund Ralf Hunziker-König geschrieben. Es geht darin um die ersten Erfahrungen in Sachen Liebe, die durchaus auch mal schmerzhaft sein können. Zu diesem Stück nahm Ralf Hunziker-König auch am Klavier Platz, denn immerhin hatte er es geschrieben und war zu Hähles Geburtstag auch angereist. Da bot sich dieser Auftritt einfach an. Für die von Zöllner anschließend ausgepackten Nummern "Idylle im Krieg" und "In Ewigkeit" nahm dann mit André Gensicke wieder der etatmäßige Tastenmann am Klavier Platz. Hatte mich im ersten Teil die Sängerin Jule Werner schon aus den Schuhen gehoben, tat "Scholle" dies nun im zweiten Teil. Es ist mit Worten nicht zu beschreiben, was für eine Hammerstimme der Kerl hat. Noch immer fehlt mir ein Konzert mit ihm und seinen ZÖLLNERN in voller Besetzung. Er allein kann das Publikum auch ohne Instrumente einfangen und begeistern, aber das volle Besteck mit Scholle und seiner Kapelle muss ich unbedingt bei Zeiten nochmal haben.

 

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Das Finale wurde von allen beteiligten und noch anwesenden Musikern gemeinsam bestritten. Ein paar der Künstler musste leider vorher schon den Heimweg antreten, weil ihr Zug nach Hause so früh ging. Lucy und Roman waren z.B. tatsächlich nur für ihren Auftritt und zum persönlichen Glückwunsch überbringen gekommen, was ganz deutlich zeigt, dass die von mir gewählte Umschreibung "Familienfest" genau den Nagel auf den Kopf trifft. Da müssen schon eine Menge Emotionen im Spiel sein, wenn man eine so weite Reise auf sich nimmt und Zeit investiert, nur um "mal eben" Hallo zu sagen, zwei Lieder zu singen und dann schon wieder aufzubrechen. Die verbliebenen Musikanten standen nun zum Finale auf und direkt neben der Bühne (sie gab für alle nicht den nötigen Platz her), um für Hähle und seine Gäste Holger Bieges "Deine Liebe und mein Lied" zu singen. Es war ein letzter von ganz vielen Gänsehautmomenten auf der Bühne an diesem Montagabend in Leipzig. Um 22:00 Uhr hing die Hose dann letztlich kalt über'm Stuhl und der musikalische Teil der Party war zu Ende. Im Saal und draußen im Hof saß und stand man noch einige Zeit für Gespräche, eine Zigarette und ein letztes Getränk. Einige Gäste hatten noch den Heimweg in Richtung Berlin, Thüringen oder Dresden vor sich, und verabschiedeten sich vom Geburtstagskind, der seine Wiederkehr-Feier sichtlich genoss. Sein Platz direkt vor der Bühne ließ ihn jeden Moment, jeden Ton und jede liebevolle Botschaft in seine Richtung wie ein Schwamm aufsaugen. Ich persönlich bin froh, die Reise nach Leipzig angetreten zu haben. Allein die Umarmung mit Hähle und zu sehen, wie gut drauf er wieder ist, war jeden Kilometer und jede Minute Fehlzeit am Arbeitsplatz wert.

 

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Wir haben im Sommer ja unsere Geburtstags-Party in Berlin auf die Beine gestellt. Von daher weiß ich, was für ein Aufwand es ist sowas zu planen, und wie viele Nerven man dabei verlieren kann. Darum nochmals ein besonderes Lob an Dunja Averdung und Michael Landmann, die eine Party in den Saal gestellt haben, bei der es keine Fehler, keine Probleme und keinen Ärger gab. Ging speziell Dunja der Abend ziemlich ans Nervenkostüm, konnten wir Gäste uns entspannt fallen lassen, genießen und staunen. Neben Dunja und Micha müssen auch unbedingt noch Schlagzeuger Christoph Keck und Bassist Michael Balk erwähnt werden, die bei mehreren Künstlern auf der Bühne die Begleitmusiker gaben und das, ohne groß Aufmerksamkeit zu erregen. Sie verrichteten ihren Part unauffällig, waren aber doch sehr wichtig. Darum auch den beiden noch ein besonderes Dankeschön! Sollte der 12. November nun regelmäßig dazu genutzt werden, die Geburt des Hähle auf diese wunderbare Art und Weise zu zelebrieren, könnte das auch für mich ein Grund sein, mir Mitte November regelmäßig eine große Portion Herzwärme abzuholen und eine Freundschaft zu feiern, die ganz besonders ist. Eben weil der Hähle ganz besonders ist ...



Des Hähles vorgetragene Texte:
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Des Hähles bevorstehende Termine:
• 30.11.2018 - Leipzig - Neues Schauspiel (Karsten Troyke & Hähle)
• 01.12.2018 - Hainichen - Ratskeller (Karsten Troyke & Hähle)
• 09.12.2018 - Leipzig - Laden auf Zeit (Böse Weihnacht)

Alle Angaben ohne Gewähr. Nähere Infos und weitere Termine auf Hähles Homepage



Bitte beachtet auch:
• Off. Homepage vom Hähle: www.andreas-haehle.de
• Hähles Nachruf auf Kapaulke: HIER klicken






Fotostrecke:


 
Eröffnung:

 
 
 
 
Meystersinger:





Steffi Breiting & Band:





Max Wilhelm:





Jule Werner & Band:





Francis D.D. String:





Jan Preuß & Band:





Cat Henschelmann:





H.C. Schmidt:





Harald Wandel:





Hähle:





Liaisong:





Manuel Schmid & Marek Arnold:





Dirk Zöllner & Band:




   
   
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