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Ein Bericht mit Fotos von Dajana Gehn



Vor knapp zwei Jahren gastierten CITY das letzte Mal in der Bernauer Stadthalle. Auch damals war ich dabei. Natürlich durfte ich beim Unplugged-Konzert am 2. November 2018 nicht fehlen. Ein fast barockes Bühnenbild erwartete uns, als wir den Konzertsaal betraten. Nostalgische Kerzenleuchter standen auf der Bühne verteilt.a 20181103 1890589529 Alles war in ein sanftes Rot gehüllt. Schnell füllte sich der Saal und man konnte sofort sehen, dass die Bernauer Stadthalle restlos ausverkauft war. Überall sah man die Fans mit ihren T-Shirts und voller Vorfreude.

Pünktlich um 20:00 Uhr ging es los mit den Songs "Danke Engel" sowie "Sommerherzen". CITY-Sänger Toni Krahl begrüßte das Publikum und bemerkte, dass in der Stadthalle schon eine gewisse Lagerfeuer Atmosphäre herrschte. Und wenn man gemütlich in so einer Runde am Lagerfeuer sitzt, gibt es auch immer einen Jungen, der seine Gitarre auspackt, und ein Mädchen, welches ihn bittet "Sag mir, wo die Blumen sind" zu spielen. Am Ende des Liedes erklärten sie, "Die Antwort weiß ganz allein der Wind". Eine wunderbare Verbindung von zwei Song-Klassikern. Emotional noch sehr ergreifend folgte gleich ein weiterer Cover Song: Bettina Wegner "Kinder (Sind so kleine Hände)". Der Klang der Geige verlieh dem Lied noch mehr Tiefe. Der Text, den Bettina Wegner 1976 schrieb und unter anderem von Joan Baez gesungen wurde, hat an Aktualität nie verloren. Es wird auch in den nächsten Generationen in seiner Aussage zutreffend bleiben.

Danach wurde es lustig. Toni erklärte anhand einer Geschichte über das "Frühstückseis", wie man den Status einer Beziehung erkennen kann. Wir mussten natürlich lachen, weil er es genau auf den Punkt brachte. Passend dazu spielten sie den Song "Lieben und lieben lassen". Im Jahr 2014 traten die PUHDYS, KARAT und CITY erstmals als "Rock Legenden" auf. Das kam beim Publikum so gut an, dass sie es 2016 sowie 2018 wiederholten. In diesem Jahr kam Matthias Reim mit dazu und die CITYs seien erstaunt gewesen, dass es im Vorfeld so viele kritische Stimmen gab: "Er sei nicht aus dem Osten" oder "Der ist doch kein Rockstar", war da zu hören und lesen. Ihnen war das total egal, denn Matthias Reim habe "einfach mal eine geile Stimme".b 20181103 1978631989 Nach den Rock Legenden-Konzerten saß man noch zusammen und schwelgte in Erinnerungen. Toni erinnerte an viele tolle Künstler, die nicht mehr unter uns weilen - ihnen widmeten sie am heutigen Abend den Song "Tamara".

Vor der Pause las Toni Krahl noch eine Erinnerung aus seinem Buch vor. Sie handelte aus der Zeit, als sich für CITY nach dem riesigen Erfolg von "Am Fenster" sämtliche Türen öffneten und sie 1978 nach Hamburg reisen durften. Was sie dort auf der Reeperbahn etc. erlebten, kann man in Tonis Buch "Rocklegenden" nachlesen.

Nach der Pause ging es mit Songs aus ihrem aktuellen Album "Das Blut so laut", welches 2017 erschien, weiter: "Marias Traum" und "Im Fliederbusch". Zwischendurch sinnierte Toni, dass die neuen CITY-Songs im Radio nicht gespielt werden, dafür aber die alten Songs. Er meinte, dass jedes ihrer neuen Alben immer einen Kracher-Song hat. Sie stellten uns ihren aus dem aktuellen Werk vor: "HeyYa (immer gradeaus)". Schon nach kurzer Zeit waren wir textsicher und sangen lauthals mit.

Für Schmunzler sorgte die Anmoderation des Liedes "Das Blut so laut". Sie schrieben auf ihren Hit "Unter der Haut" einen neuen Text, weil sie der Meinung waren, dass sie den Text in ihrem Alter nicht mehr glaubhaft darstellen könnten. Das Publikum war mehr als begeistert von der neuen Version und der Applaus wollte nicht enden. Langsam neigte sich der Abend dem Ende zu. CITY spielten einen bunten Mix ihrer älteren Songs wie z.B. "Wand an Wand", "Nachts in meinem Träumen" oder "Casablanca" (von Henry Hübchen mitkomponiert).c 20181103 1008890434 Mit tosenden Applaus verließen sie die Bühne, um kurze Zeit natürlich zurückzukehren, um den Hit aller Hits aus ihrem Fundus zu spielen: "Am Fenster". Der ganz Saal tobte. Es wurde getanzt, gesungen und gelacht.

Abschließend muss ich sagen, dass CITY nicht wie jede andere Band ist. Oftmals steht der Sänger im Mittelpunkt. Aber nicht bei CITY. Jeder Einzelne ist eine Ikone. Der lässige Fritz Puppel mit seinem John Wayne Cowboy-Hut, der Schlagzeuger Klaus Selmke, der immer barfuß spielt, der grandiose Keyboarder Manfred Hennig mit seinen Zauberhänden, dem einzigartigen Teufelsgeiger und Bassisten Georgi "Joro" Gogow sowie Toni Krahl mit seiner wunderbaren Stimmfarbe und Bühnenpräsenz. Im Dezember startet wieder die CITY-Konzertreihe "Das Weihnachtsfest der Rockmusik", bei dem sie von Dirk Michaelis unterstützt werden. Wer kann, sollte sich das nicht entgehen lassen.



Termine der Candlelight-Tour:
• 03.11.2018 - Dresden - Lukaskirche
• 04.11.2018 - Ballenstedt - Schlosstheater
• 09.11.2018 - Suhl - CCS Saal Simson
• 10.11.2018 - Finsterwalde - Gasthof "Alt Nauendorf"
• 11.11.2018 - Görlitz - Theater
• 16.11.2018 - Stendal - Hotel Schwarzer Adler
• 17.11.2018 - Neubrandenburg - Konzertkirche
• 18.11.2018 - Zittau - Gerhart Hauptmann Theater
• 23.11.2018 - Zeitz - Capitol
• 24.11.2018 - Eisleben - Mechthildhalle
• 30.11.2018 - Magdeburg - Johanniskirche
• 01.12.2018 - Ribnitz-Damgarten - Begegnungszentrum

Alle Angaben ohne Gewähr. Nähere Infos und weitere Termine auf der CITY-Homepage



Bitte beachtet auch:
• off. Homepage von CITY: www.city-internet.de




Fotostrecke:





 
 

   
   
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