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Ein Konzertbericht mit Fotos von Christian Reder
+ Pressefotos in der Textillustration


Unter dem Motto "Heimat" fanden in diesem Jahr zwischen dem 1. Mai und dem 17. Juni die Ruhrfestspiele in Recklinghausen statt. Die Ruhrfestspiele präsentierten 2018 insgesamt 111 Produktionen in 298 Veranstaltungen und in 19 Spielstätten. Man startete mit dem Kulturvolksfest am 1. Mai, brachte direkt im Anschluss Dürrenmatts tragische Komödie "Der Besuch einer alten Dame" auf die Bühne und hatte als weitere Highlights eine Musikproduktion mit der Hollywood-Größe John Malkovich,a 20180617 1684486042 der im Stück "The Music Critic" die Hauptrolle übernahm und eine weitere Produktion mit Bill Murray, der sich mit dem Starcellisten Jan Vogler einen spannenden Schlagabtausch zwischen großer Musik und großer Literatur von Hemingway über Whitman bis Twain lieferte, im Angebot. Nicht weniger spannend war die Abschlussveranstaltung im Stadtgarten des Festspielhauses, denn dort bot man dem interessierten Publikum gleich zwei große Namen aus der Heimat: die Macher der Ruhrfestspiele hatten Leslie Clio und die Gruppe 2raumwohnung für ein Open Air, und somit zwei Hochkaräter aus dem Bereich Pop- bzw. Elektronischer Musik verpflichten können. Dies lockte die Leute in Scharen an - mich auch.

Den ganzen Tag war es warm. Die Sonne schien und die Temperaturen bewegten sich wieder in den sommerlichen Bereich. Ideales Open-Air-Wetter. Doch schon bei meiner Anreise über die Autobahn 43 Richtung Münster zog ich eine Schlechtwetterfront quasi hinter mir her. Der Himmel wurde dunkel und es roch nach Regen. Bei diesem Geruch blieb es leider nicht, denn direkt nach Ankunft am Festspielhaus öffnete Petrus da oben seine Schleusen. Es goss in Strömen. "Na, wunderbar", dachte ich. "War ja wieder klar". Eine Woche zuvor hatten wir unsere Geburtstagsparty im Inneren der Berliner WABE gefeiert. Bei über 30 Grad Außentemperatur. Heute, wo ein Open Air ansteht, regnet es? Also Humor hat der Apostel ja, das muss man ihm lassen. Fleißige Hände aus dem Organisations-Team des Festspielhauses verteilten kleine Päckchen, in denen jeweils ein Regen-Cape steckte. Als besonderer Service des Hauses war das durchsichtige "Kleidungstück" kostenlos und sollte die Nässe von den Klamotten fern halten. Na denn, lasst uns rocken gehen ...

Kurz vor halb Acht hatte es sich richtig schön "eingeschifft". Leute mit und ohne Regen-Cape suchten sich noch Plätze unter den großen Bäumen im Stadtpark, die das Wasser von oben dank ihrer stattlichen Größe und ihres dichten Blätterdachs fast komplett von einem fern hielten. Die ganz Harten suchten sich - teils mit Regenschirmen bewaffnet - einen Platz direkt vor der Bühne. Nur noch wenige Minuten, dann würde die Show losgehen.b 20180617 1183752112 Die besten Plätze waren trotz des schlechten Wetters ziemlich schnell vergeben. Der Anblick von der Bühne in den Publikumsbereich war auch Anlass für die erste Künstlerin des Abends zum Späßchenmachen: "Ihr seht gut aus", kommentierte Leslie Clio die vielen begossenen Pudel vor ihr, die teils in Plastik gekleidet und teils ohne im Regen standen und sie hören wollten. War es das Wetter oder die Künstlerin, das mag ich nicht zu beurteilen, aber vor der Bühne war noch reichlich Platz für weitere Konzertgäste.

Doch wer ist Leslie Clio? Was auf den ersten Blick wie ein französischer Kleinwagen klingt, deren Besitzerin ihm einen putzigen Namen verpasst hat, ist bei genauerem Hinsehen eine junge Hamburger Musikerin, die seit 2013 bereits drei Alben veröffentlicht hat und mit ihrer zweiten Single "I Couldn't Care Less" vor fünf Jahren einen Achtungserfolg feiern konnte. Die Top Ten der Einnahmenübersicht - früher Mal Hitparade oder Charts genannt - hat die 31-jährige Sängerin bisher zwar sowohl mit Singles als auch mit ihren Alben stets knapp verfehlt, aber zwei ihrer Lieder werden oft und an verschiedenen Stellen eingesetzt (TV, Kino, Rundfunk), so dass man sie auch dann kennen kann, wenn einem ihr Name nicht so geläufig ist. Für weitere Popularität sorgte ihr Auftritt bei der diesjährigen "Sing meinen Song"-Staffel, wo sie mit ihrer ausgezeichnet guten Stimme Akzente setzte und aufhorchen ließ.

In Recklinghausen überzeugte die blonde Künstlerin mit ihrer Band auf jeden Fall. Schon mit dem ersten Song "Told You So" konnte sie Teile des Publikums abholen und sie für sich begeistern. Auch der Schreiber dieser Zeilen kam nicht daran vorbei, an dem Gesehenen und Gehörten Gefallen zu finden. Da kam ein ordentlicher Bums von der Bühne, die Musik ist angelehnt an die der 60er und 70er Jahre und die Sängerin drückte dem Ganzen mit dieser echt außergewöhnlichen Stimme ihren Stempel auf. Und weiter ging der einstündige Ritt durch Leslie Clios wunderbare Musikwelt mit Stücken aus ihren bereits erwähnten drei Alben. Auch die zweite Nummer "Twist The Knife" stammte von ihrem Erstlingswerk "Gladys" aus dem Jahre 2013 und schlug eine weitere Kerbe in die anfängliche Skepsis, die man vielen der jungen Künstlern unserer Zeit aufgrund von am Reißbrett entstandener Musik und Habitus mit geballtem Fremdschäm-Potential heute ja gern mal entgegenbringt. Leslie hebelte dies nicht nur gesanglich, sondern insbesondere auch durch ihre lockere Art im Umgang mit dem Publikum aus.c 20180617 1061126098 Direkte Ansprache, flapsige bis freche Sprüche und ein Bewegungsdrang wie ein an ADHS erkrankter Fünftklässler unter Einfluss von drei Dosen Energy-Drinks ließ den Konzertbesucher ein ums andere Mal staunen und anerkennend nicken. Leslie Clio ist jedenfalls eine der Vertreterinnen unserer aktuellen Popmusikwelt, die was auf der Pfanne hat und damit zu begeistern weiß.

Auch einen ganz neuen Titel, nämlich den, den sie zu eben schon erwähnter "Sing meinen Song"-Staffel beigesteuert hat, hatte sie im Gepäck. "Home" heißt das Ding, und kam ebenso in ihrer Setlist vor wie die Songs "In And Out" und "But It Ruins Me" von ihrer aktuellen Langrille "Purple" (Embassy Of Music, 2017). Für ihr 60-minütiges Set, das sie am Samstagabend in Recklinghausen vortrug, hatte sie eine abwechslungsreiche und äußerst appetitliche Mischung aus älteren und neueren Songs gefunden, und damit im Publikum, das im Großen und Ganzen offensichtlich aber wegen Frau Humpe und Herrn Eckart erschienen war, neue Freunde für sich gefunden. Sogar Petrus schien sie begeistert zu haben, denn der vergaß während ihres Auftritts sogar weiteres Nass von oben zu schicken. Etwas irritiert konnte man jedoch ob des Abgangs der Künstlerin sein, die nach dem Lied "Rumours" plötzlich feststellte, dass dies schon das letzte Stück im Set gewesen war, und die nach eben dieser Feststellung mit samt ihrer Band ruck zuck die Bühne verließ. Ziemlich rasch flaute der Applaus - für mich nach ihrer Leistung nicht nachvollziehbar - ab, was Leslie Clio ebenso schnell wieder auf die Bühne zurückkehren ließ, um das Publikum von sich aus zu Zugabe-Rufen zu animieren. Sie stimmte an, das Publikum folgte ihr. Sowas hatte ich bis dahin auch noch nicht erlebt. Sowas kehrt das übliche Spielchen am Ende eines Konzerts natürlich ins  unfreiwillig Komische. Es blieb dann auch - vielleicht auch mangels Nachfrage - nur bei einer einzigen Zugabe, nämlich dem schon erwähnten Hit aus dem Jahre 2013, "I Couldn't Care Less". Der Abschluss ihres Auftritts war schon ein echt seltsames Ereignis.

d 20180617 1729886954In der folgenden Umbaupause nutzte manch einer die Möglichkeit, den Flüssigkeitshaushalt seines Körpers wieder auszugleichen. An den Getränkeständen am Rande des Stadtgartens wurde die Nachfrage größer. Der sogenannte Apfelsaft-Paragraph, eine Vorschrift des deutschen Gaststättengesetzes (GastG), regelt bekanntlich ja, dass mindestens ein alkoholfreies Getränk höchstens genauso teuer, wie das billigste alkoholhaltige Getränk sein muss. Oft ist dieses Getränk sogar billiger. Nicht so beim Anbieter, der seine Bierbuden im Stadtgarten aufstellen durfte. Bei ihm kostete das günstigste alkoholfreie Getränk, ein Becher Wasser, sage und schreibe 4,00 EUR und damit genauso viel wie ein Pils. Unnötig zu erwähnen, dass man für das Geld im Getränkehandel gleich eine ganze Kiste Mineralwasser bekommt. Nix für arme Leute also ... Für meinen Geschmack ist hier die Grenze zur Abzocke bereits überschritten. Aber man war in erster Linie ja wegen etwas anderem gekommen.

Nun war es endlich soweit für das "Treffen in einem Stadtgarten" mit einer mir seit einer gefühlten Ewigkeit musikalisch eng vertrauten Dame. Ich hatte mein erstes "Live-Date" mit Inga Humpe! Auf der Bühne wurde fleißig umgebaut, und genau um 21:00 Uhr startete ein Intro. Das war das Zeichen für die Fans der Gruppe 2raumwohnung, dass ihre Helden jetzt kommen würden. Vor der Bühne und auch den Hügel zum Festspielhaus hinauf hatte sich nun richtig viel Publikum versammelt und wartete auf die Berliner Musikanten. Kaum wurden die Silhouetten dieser im Hintergrund beim Betreten der Bühne entdeckt, brandete ein erster großer Applaus auf. Zuerst betrat zusammen mit Tommi Eckart der Gitarrist Heine Schiffers die Bühne, der das eigentlich als Duo operierende Paar saitentechnisch verstärkte. Beide nahmen links und rechts an den für sie vorbereiteten Plätzen Aufstellung. In der Mitte blieb der Platz frei, denn es fehlte ja noch jemand. Dann veränderte sich die Temperatur im unmittelbaren Umfeld der Bühne: Inga Humpe trat auf. Es ist schwer zu beschreiben was es war, aber allein ihr Auftauchen hatten was Besonderes. Die Grand Dame des Elektro-Pop hatte bis dahin noch nix gemacht, erschien, hob ihre Hand zum Gruß, und neben mir waren auch zahlreiche andere Konzertbesucher gleich elektrisiert. Diese Frau war schon immer - und ist es immer noch - faszinierend! "Hallo Recklinghausen", begrüßte sie die Menschenmasse im Stadtpark, erntete dafür natürlich ebenfalls Applaus und fügte mit den Worten "Tanzt mit uns" ihre Aufforderung zur gepflegten Party an.e 20180617 1781701916 Und sofort gab es von Seiten der Kapelle voll eins auf die Zwölf, als mit "1993" der erste von 15 Songs aus dem Set gestartet wurde. Der Bass hämmerte gnadenlos aus den Boxen und löste bei nicht wenigen Menschen vor Ort einen nicht in den Griff zu kriegenden Bewegungsdrang aus. Schon an dieser Stelle des Konzerts tanzten einige nach den Klängen und dem Beat dieser Nummer.

In den folgenden 60 Minuten machte das Trio ordentlich Dampf. Wie auch ihre Kollegin vorher hatten Tommi und Inga eine bunte Mischung ihrer erfolgreichsten und bekanntesten Songs zusammengestellt und daraus eine dramaturgisch spannende und mitreißende Show geformt. Der Einsatz von Heine Schiffers, der eigentlich Heinrich heißt und gebürtiger Wolfsburger ist, verstärkte den sowieso schon exquisiten Geschmack der 2raumwohnung-Lieder durch eine weitere schmackhafte Zutat. Schiffers war in der Vergangenheit bereits an einigen Alben der Band als Studiomusker beteiligt und geht seit einiger Zeit eben auch als Live-Musiker mit auf Reisen. Mit seinen gerade mal 40 Jahren entstammt Heine einer anderen Generation als seine beiden Bühnenkollegen, aber davon war speziell bei Inga nichts zu spüren. Sie powerte die vollen 60 Minuten durch, sang, spielte und tanzte und mit ihrem großen Aktionsradius nahm sie auch die komplette Bühne ein. Sie wechselte mal nach vorn an die Kante, sprang nach links, sprang nach rechts und nahm immer wieder direkten Kontakt mit dem Publikum auf.

Wenn man das Wort Elektro-Pop als Beschreibung einer Musik genannt bekommt, darf man auch mal gepflegt die Augenbraue nach oben ziehen. In diese Schublade steckt der Deutsche nämlich alles, was an Knöpfchen dreht und das Fach Elektrotechnik mit Musik verwechselt. Von diesen "Bauarbeitern" sind 2raumwohnung Welten entfernt. Inga und Tommi erzeugen mit ihrer Musik und den Texten Stimmungen, tiefgehende Gefühle und das große Verlangen, sich ihrer Musik komplett hinzugeben. Sie sind die Feinmechaniker dieses Genres, die ihre Zuhörer in eine Art Rauschzustand versetzen können, und dies konnte man am Samstagabend in Recklinghausen auch sehr gut beobachten. Einige der Damen entledigten sich ihres Schuhwerks und tanzten gedankenverloren und barfuß nach den ihnen gereichten Melodien und Beats. Man wollte die Musik nicht nur hören, sondern auch fühlen und in sich eindringen lassen.f 20180617 1542609261 Ebenso einige Herren, u.a. solche, die geschätzt die 60 auch schon überschritten haben, machten erst gar keine Versuche, bei der Musik still zu stehen. Es brauchte nur wenige Takte und schon war der Stadtpark eine einzige Party. Sowas muss man als Band erst mal hinbekommen und sowas muss man zudem auch mal erlebt haben. Mittendrin, wie ich mit meiner Kamera.

Habe ich gerade schon von Inga Humpe geschwärmt, muss ich noch ein paar Lobgesänge hinzufügen. Seit den Neonbabies in den späten 70ern und auch über das mit viel "deutsch-österreichischem Feingefühl" vorgetragene "Codo" im Jahre 1983 bin ich einer von denen, die sie als Sängerin großartig finden. Es folgte die Humpe & Humpe-Zeit mit ihrer Schwester und natürlich die Solo-Phase, in der sie sich von der britischen Musikszene inspiriert - weil auch in London lebend - einmal mehr gewandelt präsentierte. Egal, was sie machte, sie machte es mit Stil und einer gehörigen Portion Ausstrahlung. Oft wird von Kunst geredet, wo keine Kunst ist. Sie aber liefert sie seit Jahrzehnten in Serie. Wer nun rechnen kann wird feststellen, dass zwischen Ende der 70er und heute ein paar Jahre ins Land gezogen sind und Inga die 40 und auch die 50 demnach schon überschritten haben muss. Laut Wikipedia hat sie sogar schon die 60 passiert, aber die schreiben eh viel Quatsch. Kann auch gar nicht sein, wenn man sie auf der Bühne erlebt. Stimmlich so brillant wie eh und je brachte sie beim Konzert in Recklinghausen Männlein wie Weiblein gleichermaßen in Wallung. Sie hat eben diese eine und einzigartige Stimme, die nicht altert, die nichts an ihrem Glanz über all die Jahre eingebüßt hat und die man aus Tausenden anderen wiedererkennen kann. Dies einmal live und aus direkter Nähe vom Bühnenrand aus mitzuerleben, kann ich nur jedem interessierten Leser empfehlen. Das ist eine ganz andere Liga und Inga Humpe vermag es wirklich, aus einer banalen Musik durch ihren Gesang ein großes Werk entstehen zu lassen. Sowas gibt es nicht sehr oft.

Die eine Stunde, die auch der Gruppe 2raumwohnung bei diesem Doppelkonzert zum Abschluss der Ruhrfestspiele nur zur Verfügung stand, verging viel zu schnell. Man war durch Titel wie "Sexy Girl", "Bei Dir bin ich schön", "Ich bin die Bassdrum" oder eben auch ihren Riesenhit "Wir trafen uns in einem Garten" gerade so richtig schön warm und eingegroovt, da kündigte Inga den Song "36 Grad" als das letzte Lied im Set an. Nach dem inzwischen auch schon 11 Jahre alten Hit beendete das Ensemble seinen Auftritt.g 20180617 1698139237 Ungläubige Blicke auf die Uhr und das sich im inneren Spaßzentrum bemerkbar machende Gefühl, dass man noch gar nicht satt ist, waren die Folge. Unmutsbekundungen und die Forderung nach mehr entluden sich durch großen Applaus und Zugabe-Rufe, die nicht erst eingefordert werden mussten. Wer bis dahin noch nicht gemerkt hatte, dass all diese Leute nur wegen 2raumwohnung gekommen waren, merkte es spätestens jetzt. Und natürlich kam das Trio nochmal zurück und legte u.a. mit "Spiel mit" noch zwei Schippen drauf.

So lässt man sich einen Samstagabend im Sommer gefallen. Man ist an der frischen Luft, mitten im Grünen und bekommt gleich zwei starke Frauen mit samt männlicher Begleitung an dessen Instrumenten präsentiert. Die eine Frau war für mich fast komplett Neuland, überzeugte mich aber ziemlich schnell durch Talent und eine professionelle Umsetzung ihrer Musik durch eine fantastisch spielende Band, von denen mir die Namen der Musiker leider komplett unbekannt sind. Leslie Clio hat das Zeug zu einer großen Künstlerin, die sich auch am Markt halten könnte, wenn alles rund läuft. Da müssen aber auch die Radio- und TV-Stationen mitspielen, die leider allzu häufig sehr schnell das Interesse an solchen Talenten verlieren. Spielt man die erste große Nummer solcher Künstler gefühlt 20 Mal am Tag auf ein und demselben Sender, lässt das Interesse der Redaktionen bei folgenden Songs leider oft nach, weil der nächste Belanglos-Pop aus den USA eingesickert ist. Ein Glücksspiel also, auf das man nicht wirklich Einfluss hat. Ihr gönne ich, dass sie auch mit weiteren Liedern einen Fuß in die Tür bekommt, denn ich sehe die kleine blonde Frau auf einem guten Weg, die Stufe zu Amy Winehouse auf der Leiter der großen Stimmen zu erklimmen. Man wird sehen, wohin der Weg der Leslie Clio gehen wird. Die andere Frau war mir da schon wesentlich vertrauter. Sie endlich mal live zu erleben, war wie Geburtstag zu haben, und irgendwem etwas beweisen muss sie schon lange nicht mehr. Schon am Nachmittag vor der Show hatte ich mich mit diversen CDs der 2raumwohnung in Stimmung gebracht. Aber das ist gar nix im Vergleich zu dem, was Tommi Eckart und Inga Humpe im Live-Vortrag an ihr Publikum weiterreichen. Die beiden Musiker spielen in einer Klasse mit Gruppen wie YELLO und - auch wenn es manche für übertrieben halten werden - mit KRAFTWERK.h 20180617 1222645287 Sie sind zwar nicht die Pioniere dieser Musikrichtung, aber die Statthalter und Weiterträger einer Kunstform, die sie sogar noch in der Lage sind weiter auszubauen und zu perfektionieren. Deutlich zu hören, wenn man sich die CDs der Band nach ihrem Erscheinungsjahr hintereinander anhört. Dazu kommt, dass in ihren Texten Zwischenmenschliches, Lebensfreude und auch mal was Melancholisches steckt. Inhalt und Leben eben!

An dieser Stelle noch ein dickes Dankeschön an die Technik-Crew von Leslie Clio, die mich am Anfang ihres Vortrags in ihrem Zelt haben fotografieren lassen. Regen und eine Fotokamera sind nämlich keine guten Freunde. Danke, Jungs ... Ein weiteres Dankeschön an den Veranstalter, für die ausgesprochen gute Logistik und den freundlichen Umgang mit den Pressevertretern. Alles war vorbereitet und geregelt. Das ist keine Selbstverständlichkeit!




Setlists:
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set2raum



Termine:

Leslie Clio:
Zur Zeit sind keine weiteren Termine bekannt

2raumwohnung:
• 23.07.2018 - Basel (CH) - Im Fluss Festival
• 01.09.2018 - Stade - Müssen alle mit Festival
• 07.09.2018 - Zinnowitz/Usedom - Ostseebühne

Alle Angaben ohne Gewähr! Nähere Infos und weitere Termine auf den jeweiligen Webseiten



Bitte beachtet auch:
• Off. Homepage von 2raumwohnung: www.2raumwohnung.de
• Off. Homepage von Leslie Clio: www.leslieclio.com
• Homepage der Ruhrfestspiele: www.ruhrfestspiele.de





   
   
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