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Ein Bericht mit Fotos von Matthias & Sebastian Ziegert



Am 15. Mai 2018 stellte die Gruppe KARUSSELL in der Kuppelhalle der "Leipziger Volkszeitung", hoch über den Dächern ihrer Heimatstadt, das neues Album "Erdenwind" vor. Es ist mittlerweile das neunte Studioalbum der von Wolf-Rüdiger Raschke 1976 in Leipzig gegründeten Band. Da Deutsche-Mugge die Band seit ihrem Comeback im Jahre 2008 begleitet, konnten wir uns dieses Ereignis, zumal fast vor der Haustür, natürlich nicht entgehen lassen.

Doch bevor es in Sachen Musik richtig was auf die Ohren geben sollte, lud die Band um 17:00 Uhr erst einmal zur Pressekonferenz ein. Dieser Einladung folgten zahlreiche Vertreter verschiedener Printmedien sowie regionaler Radio- und TV-Sender, die die Gelegenheit nutzten, ihre Fragen an die einzelnen Musiker zu stellen.a 20180523 1743151276 Am Anfang der Pressekonferenz dankte Joe Raschke Frau Dr. Skadi Jennicke, Bürgermeisterin und Beigeordnete für Kultur der Stadt Leipzig, für ihr Erscheinen bei der Veranstaltung. Über die CD und ein signiertes Cover im Bilderrahmen zeigte sich die geborene Leipzigerin sichtlich berührt und bedankte sich vielmals bei den Musikern. Bezüglich der Singleauskopplung vom Album "Meine Stadt", in der es natürlich um die Stadt Leipzig geht, waren sich Politikerin und Musiker einig, dass dieser Song gut und vielleicht auch werbewirksam das Lebensgefühl rüberbringt, das die Stadt ausmacht und vielleicht sogar zur "Hymne" wird (aber ausdrücklich nicht für den Fußball).

Nach einem kleinen Fotoshooting startete dann die Fragerunde, in der vor allem Wolf-Rüdiger und Joe Raschke sowie Reinhard Huth Rede und Antwort standen. Dabei ging es vor allem um schon oft gestellte Fragen warum sich die Band zur Wende aufgelöst hat und wie es vor zehn Jahren zum Comeback kam. "In Deutschland gibt es immer etwas mitzuteilen. Und wir haben noch immer etwas zu sagen", so Wolf-Rüdiger Raschke. Natürlich wurde auch das leidige Thema der immer noch vorhandenen Ausgrenzung ehemaliger DDR-Musiker in den gebrauchten Bundesländern eifrig diskutiert. In den Musikgroßmärkten bestimmter Regionen werden sie gar nicht gelistet, erzählte Dagmar Perschke, die Promoterin der Band. Gleiches gilt für die Möglichkeit, Konzerte zu spielen, obwohl KARUSSELL eine hervorragende Live-Band ist.

Davon konnten sich die zahlreichen Besucher beim pünktlich um 20:00 Uhr beginnenden Konzertteil überzeugen. Dieser wurde mit der Einspielung des Videoclips zu "Meine Stadt" auf der großen Videowand in der Kuppelhalle eröffnet. Danach startete die Band mit ihrem Klassiker "Als ich fortging" das Set und begrüßte die Konzertbesucher, unter denen sich neben den Fans auch viele Unterstützer der Band sowie Familienmitglieder der Musiker befanden.b 20180523 1860862105 Mit der Funk-Rock-Nummer "Karussell", einem meiner Favoriten der CD, welcher mich persönlich an die "Commodores" erinnert, ging es gleich ordentlich zur Sache. Der Titel, von Joe geschrieben und vorgetragen, ist eine Hommage auf die Band und deren Musiker aus der Sicht von Joe Raschke, in dem er über seine Rolle in der Band philosophiert. Dem folgte nochmal "Meine Stadt", wiederum von Joe vorgetragen, dieses Mal aber live von der großen Bühne im Saal.

Mit "Geben oder Nehmen" trat KARUSSELL-Urgestein Reinhard "Oschek" Huth an das Mikrofon und präsentierte einen Titel, der sich gut in die Tradition der Band einreiht. Als nächstes wehte der Titelsong des Albums "Erdenwind", gesungen von Joe, durch den Saal. Mit "Wenn es hart wird" gab Jan Kirsten, der Mann an der Bassgitarre, sein Debüt am Mikrofon und erntete dafür einen wohlverdienten Extra-Applaus. Mit der rockigen Co-Produktion von Schlagzeuger Benno Jähnert und Joe Raschke im Stil der siebziger Jahre nahm dann das Karussell wieder deutlich an Fahrt auf. Mit dem "Nachtkind", welches auf der CD auch zusätzlich als Instrumental-Version enthalten ist, läutete Joe Raschke die letzte Runde des offiziellen Previews ein.

Nach reichlich Applaus, Jubel sowie Rufen nach Zugabe ließ sich die Band nicht lange bitten und legte mit "Frei sei der Mensch" noch einen Titel vom neuen Album nach. Zum Schluss gab es dann den von vielen erwarteten KARUSSELL-Klassiker "Wie ein Fischlein unterm Eis", zelebriert von Reinhard "Oschek" Huth, auf den Heimweg. Nach einem regelrechten Beifallssturm, der mehrere Minuten andauerte, bedankte sich die Band beim Publikum und der Leipziger Volkszeitung und lud zur Autogrammstunde ein.

c 20180523 1002545169Karussell spielte an diesem Abend in der aktuellen Besetzung, neben Wolf-Rüdiger Raschke seinem Sohn Joe, außerdem Reinhard Huth, Hans Graf, Jan Kirsten und Benno Jähnert. Daran soll sich laut Aussage der Band und entgegen zuletzt anders verkündeter Pläne auch in Zukunft nichts ändern, solange alle Musiker gesund und fit sind ;-)



Setlist:
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Termine:
• 15.06.2018 - Lößnitz - Historisches Stadfest
• 16.06.2018 - Neustadt/Orla - "Bornquast"
• 24.07.2018 - Göhren - Regenbogen Ferienanlage
• 25.07.2018 - Boltenhagen - Regenbogen Ferienanlage
• 27.07.2018 - Dierhagen - Waldbühne
• 28.07.2018 - Friedrichshof - Herrenhaus
• 30.07.2018 - Kühlungsborn - Konzertgarten West
• 31.07.2018 - Kloster/Hiddensee - Hafen

Alle  Angaben  ohne  Gewähr!  Die  Tour  wird  fortgesetzt.
Nähere Infos und weitere Termine auf der Band-Homepage.



Bitte beachtet auch:
• Off. Homepage von KARUSSELL: www.karussell-rockband.de
• Interview mit Joe Raschke (05/2018): HIER
• Rezension zum neuen Album "Erdenwind": HIER











   
   
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