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Ein Konzertbericht mit Fotos von Petra Meißner + Pressematerial (Foto oben)

 

Ich verkünde Euch die gute Nachricht des Mitte-Januar-Wochenendes: Die PUHDYS haben wieder gespielt. Sie sind gesund und munter und standen auf der Bühne. Die schlechte Nachricht ist: Leider nur einzeln! Quaster stellte sein neues Programm vor, Maschine arbeitete bei den Rocklegenden und Bimbo, der eigentlich Peter Rasym heißt, hatte in Dresden einen "LIFT-Termin", und musste außerdem noch Quaster helfen. Gut beschäftigt, die alten Herren. Und auch Peter Meyer zog es wieder auf die Bretter die die Welt bedeuten. Er tourte mit seinem Programm "Talk mit Musik" im Brauclub in Chemnitz.

Da ich sein Solo Programm noch nicht gesehen hatte, gönnte ich mir das Schwelgen in alten PUHDYS-Erinnerungen. Um es vornweg zu sagen, es ist ein sehr hübsches, unterhaltsames Programm. Zusammen mit Frank Proft, Sandra, Melanie und seinem Enkel Ludwig lud Peter Meyer die Konzertbesucher zu einer Reise in die Vergangenheit ein.a 20180114 1543496624 Ganz schnell wurde den Menschen ein Lächeln ins Gesicht gezaubert, und das will in diesen kalten Zeiten schon was heißen. Der Brauclub war gut besucht, es waren eigentlich wenige Hardcore-PUHDYS-Fans da, die anderen waren scheinbar in Riesa bei den Rocklegenden. Das Programm zündete trotzdem.

Den Beginn machte Frank Proft mit den "Sieben Brücken". Unterstützt wurde er von Sandra an der Klapperkiste. Sie machte die Sache auch mit ihrem Gesang rund. Frank feiert am 27. Januar das 25-jährige Bühnenjubiläum in Hoyerswerda. So lange ist er schon als Musiker und Schauspieler unterwegs. Man könnte ihn als wandelnde Musikbox bezeichnen. Sein Repertoire ist gewaltig: er beherrscht sehr viele Osttitel und bringt diese auf unkonventionelle Art und Weise an den Mann oder die Frau. Nur mit Gitarrenbegleitung den Song "Am Fenster" darzubieten, und dabei die Zuschauer nicht zu langweilen, das spricht schon für Klasse. Noch nie hatte ich bis dahin gehört, was ein "Liedfortsatz" ist. Das anfänglich reservierte Publikum wurde damit aus der Reserve gelockt. Zusammen mit Peter ließ er das Publikum schauderliche Töne zu "Türen öffnen sich zur Stadt" machen. Das klappte, und das Eis war gebrochen. Einen besseren Partner als Frank Proft hätte sich Peter Meyer nicht aussuchen können. Frank hat alle PUHDYS-Titel drauf, und von Stimme und Gestik her erinnert er an Maschine. Genau das wollten die Leute sehen. Die "Boote der Jugend", "An den Ufern der Nacht" und "Wenn Träume sterben" ... damit kam echtes PUHDYS-Feeling auf.

Die Band, die die PUHDYS-Gassenhauer spielte, bestand aus Peter, Frank, Enkel Ludwig, Sandra und Melanie vom Fanstand. Letztere spielte zu einigen Titeln Bass. Enkel Ludwig spielte - wie sein Großvater - Keyboard. Der Junge ist jetzt 12 Jahre alt. Diesmal hatte aber scheinbar die Gage von Opa nicht ausgereicht. Er sagte in Chemnitz keinen Ton.b 20180114 1905719518 Dabei hätte er doch von seiner ersten eigenen CD berichten können. Die Scheibe heißt "Puhdys Enkel LuPu" und beinhaltet den Song "TV Show" in zwei Varianten. Diesen hat Ludwig im Studio Pink Pearl eingesungen. So ruhig ist er aber nicht immer, denn ich hatte ihn schon sehr kess und schlagfertig bei Quaster auf der Bühne erlebt.

Der Begriff "Rocklegenden" wird in der letzten Zeit eher inflationär verwendet. Ich denke, Peter Meyer sollte man besser als Rockfossil bezeichnen. Für ein Fossil ist er aber noch erstaunlich fit und auf der Bühne stets gut gelaunt. Beim Talk mit Frank erzählte er seinen Werdegang. Er hat am Zentralinstitut der Pionierorganisation in Dreyßig Unterstufenlehrer studiert und ist damit sozusagen ein Kollege von mir. Er hat viel erlebt, erzählte Lustiges und auch mal Peinliches aus seinem Musikerleben. In Chemnitz stand die Musik in Vordergrund und es gab sehr schöne Raritäten zu bestaunen. Wie es nun so ist, wenn Rentner noch arbeiten, sie machen dann einfach das, was ihnen Spaß macht. Bei Peter war es das "Rennsteiglied" auf dem Akkordeon, und siehe da, das Publikum war noch textsicherer als bei den PUHDYS-Titeln. Da kann man mal sehen, wie unsere Generation geprägt wurde. Herbert Roth fand ich als Kind toll. Später begann das Schubladendenken, was eigentlich Quatsch ist. Ich habe übrigens seit gestern Abend einen Ohrwurm und der geht so "Ich wand're ja so gerne, am Rennsteig durch das Land ..." Was man sich nicht alles bei einem PUHDY einfangen kann.

Ganz viel Beifall bekam Peter Meyer für die wunderschönen Saxophon-Einlagen. Schade, dass er die Querflöte nicht mit hatte. Sandra versuchte sich an "Leck mich am A ...", und das fand ich durchaus gelungen, den Titel mal so zu interpretieren. Frank Proft spielte leider nur einen einzigen eigenen Titel. "Sehnsucht" stand im Programm.c 20180114 1199730701 Er hat so viele schöne eigene Sachen im Stil der PUHDYS, die er uns leider vorenthalten hat. Mit dem "Lebt denn der alte Holzmeyer noch" und den "Eisbär'n" neigte sich das Programm viel zu schnell seinem Ende zu. In kompletter Besetzung wurde dann noch die "Rockerrente" zelebriert.

Über den Veranstaltungsort Brauclub Chemnitz kann ich leider nichts Positives berichten. Fühle mich in der schwarzen Höhle nicht wohl. Mit meinem Sitznachbarn hätte ich bald eine Wette abgeschlossen: Wer zuerst mit dem Stuhl zusammen bricht - So wacklig ist das Mobiliar. Aber die schöne Bühnenshow von Peter Meyer & Co hat das wieder wettgemacht. Zum Schluss standen die Künstler noch für Bilder und Autogramme zur Verfügung.




Termine:
• 20.01.2018 - Dresden - Unterirdische Welten
• 21.01.2018 - Hamburg - Sport- und Turnhalle Tangstedt

Alle Angaben ohne Gewähr.



Bitte beachtet auch:
• Off. Facebook-Seite von Peter Meyer: www.facebook.com




 
 
 
 
 
 
 

   
   
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