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Ein Bericht mit Fotos von Reinhard Baer



Zwei Mal im Jahr gastiert die MODERN SOUL BAND im Berliner "Neu-Helgoland". Am letzten Sonnabend war es wieder soweit, und die Musiker um Bandchef und Keyboarder Gerhard "Hugo" Laartz waren angetreten, einen tollen Abend abzuliefern. Im nächsten Jahr besteht die Band 50 Jahre und eine zünftige Geburtstagsparty in der Kulturbrauerei ist in Vorbereitung.

Um kurz nach 20:00 Uhr erklangen am Samstag die ersten Töne von Hugos Keyboard und D.-Mercedes Wendlers Saxofon, während die anderen Musiker auf die Bühne kamen. Wie schon seit mehreren Jahren sind das Wolfgang "Nick" Nicklisch an der Gitarre, Jörg Dobersch am Bass, Mathias Fuhrman am Schlagzeug, Ferry Grott an der Trompete und an diesem Abend André Erdmann am Saxophon.c 20170426 1255025306 Der Posaunist Dagobert Darsow ist kürzlich aus der Band ausgestiegen. Bereits 1973 kam Dagobert für den damals ausgestiegenen Conny Bauer zur MODERN SOUL BAND und hat seitdem all die Jahre fleißig die Posaune gespielt. Jetzt will die Gesundheit nicht mehr so richtig mitspielen und ich denke, wir sollten ihm mal ein großes Dankeschön für all die Jahre, in denen wir ihn erleben durften, sagen. Alles Gute, Dagobert. Bei MODERN SOUL steht auch schon ein neuer Posaunist auf der Besetzungsliste, der derzeit aber noch an anderen musikalischen Projekten beteiligt ist und am letzten Samstag deshalb leider nicht dabei sein konnte. Die Band versprach aber, dass er beim nächsten Konzert im "Neu-Helgoland" im Dezember dabei sein und vorgestellt wird. Statt einer Posaune gab es bei diesem Konzert halt ein zweites Saxofon, und André Erdmann spielte auch nicht zum ersten Mal mit der MODERN SOUL BAND zusammen. Sein Name taucht unter anderem auch auf der CD anlässlich des 40-jährigen Jubiläums der Band auf.

Nach dem Intro kam letztlich auch der Sänger Dirk Lorenz auf die Bühne, und von jetzt an erlebten wir ein Konzert allererster Güte. Das sind zwar alle MSB-Konzerte, aber dieses Mal ging richtig die Post ab. Die Musiker gaben ihr Bestes und Krischan, ein alter Bekannter, der oft hier ist, vollführte vom ersten Takt an seine wilden Tänze vor der Bühne. Auch Dagmar Heinrich, eine Tänzerin, welche bei den Konzerten für Reinhard Fißler hier auf der Bühne stand, war eine der ersten auf der Tanzfläche. Bald war der Bereich vor der Bühne durchgehend mit tanzenden Leuten besetzt. Die MODERN SOUL BAND spielte in der ersten Halbzeit des Konzertes ausschließlich Titel aus eigener Feder wie "Himmel und Hölle", "No Frust", "Immer dasselbe", "Chicago" und "Wir machen Party". Nach dem MSB-Medley gönnte die Band sich und den Gästen eine Pause.

Mit Ferry Grotts Bearbeitung des CITY-Titels "Casablanca" ging es in die zweite Hälfte des Abends. Neben allseits bekannten Titeln wie "Soultime", James Browns "Sexmachine" und am Ende dem Soul-Medley waren Songs dabei, die zumindest mir unbekannt vorkamen. Sind es möglicherweise neue Titel gewesen? Bassist Jörg Dobersch spielte ein Bass-Solo und zeigte, was er aus den 5 Saiten seines Instruments herausholen kann.b 20170426 1828800823 Irgendwann gegen Ende des Konzertes stellte Sänger Jorg Lorenz noch all seine Kollegen auf der Bühne vor. Zu jedem Musiker hatte er ein paar Worte zu sagen. So wohnt der eine ganz in der Nähe in Müggelheim, der andere muss aus Glienicke-Nordbahn anreisen. Ein Musiker aus dem Ensemble hatte an diesem Abend das Mundstück für sein Instrument zu Hause liegen gelassen und musste extra nochmal losfahren, um es zu holen. Dabei musste ich unweigerlich daran denken, dass ich bei einer Mugge, von der ich berichten wollte, vor Ort feststellte, dass kein Akku in meiner Kamera war. Der steckte noch zu Hause im Ladegerät. Meine Frau durfte dann ihren Fernsehabend unterbrechen und ihn mir bringen. Die Situation des MSB-Bläsers ist mir also nicht unbekannt ... Die Vorstellung des Sängers übernahm dann Hugo Laartz. Dieser hatte über seinen Kollegen auch noch etas zu erzählen, nämlich dass Dirk Lorenz aufgrund der Wortgewandheit und des gewaltigen Redeflusses bei seinen Kollegen ganz einfach "der Stille" heißt.

Am Ende der zweiten Halbzeit spielte die Band das schon erwähnte Soul-Medley, in dem mehrere bekannte Stücke aus dem Soul-Bereich, wie z.B. "When A Man Loves A Women", "Knock On Wood", "Dock Of The Bay" und "Soulman", enthalten waren. Eine Zugabe war auch noch drin, und das war mit seinen "Bye Bye"-Passagen ein echter Rausschmeißer. Sänger Dirk Lorenz versuchte dabei noch einige Schlusssprünge auf der Bühne, wovon ich gerne einen auf einem Foto eingefangen hätte. Leider versperrten die Tänzer vor der Bühne den Blick auf die Bühne. Dafür bot mir Lorenz schließlich als Ersatz eine militärische Grußerweisung. Dann stellte sich die Band auf, verbeugte sich und das war es dann.

Auf der Bühne wurde alsbald abgebaut und ich schaute, ob noch irgendwo eine Titelliste zum Abfotografieren liegt. Die Zettelwirtschaft gehört bei der MODERN SOUL BAND fast schon der Vergangenheit an. Die Musiker haben inzwischen Tablett-PCs vor sich, auf denen alles abgespeichert ist und abgerufen werden kann. Lediglich ein Spickzettel in zwei Teilen von Sänger Dirk Lorenz lag auf dem Schlagzeugpodest und den fotografierte ich ab.a 20170426 1328469693 Draußen vor der Tür hatten derweil die "Wasserspiele" begonnen. Es hatte während des Konzerts mächtig geregnet und es hatten sich große Pfützen gebildet. Mein Auto stand teilweise in einer solchen und auch die Leute, die an der Bushaltestelle warteten, hatten einen großen See vor sich. So ist er ... der April. Auch an der kleinen Müggelspree.




Setlist:
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Termine:
• 04.06.2017 - Berlin - Waldesruher Pfingstkonzert (Sportplatz)
• 05.06.2017 - Berlin - Jazz Fest im Bürgerpark
• 09.12.2017 - Berlin - Neu Helgoland
• 24.03.2018 - Schöneiche - Kulturgießerei
• 22.04.2018 - Berlin - Winzerfest Köpenick

Alle Angaben ohne Gewähr! Nähere Infos auf der MSB-Homepage



Bitte beachtet auch:
• Off. Homepage der Modern Soul Band: www.modernsoulband.de
• Homepage des "Neu-Helgoland" in Berlin: www.neu-helgoland.de






 
 
 
 
 
 
 




   
   
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