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Ein Konzertbericht mit Live-Fotos von Reinhard Baer



a 20180724 1302207747Es war schon wieder einige Wochen her, dass ich das letzte Mal eine Mugge besucht habe. Tut auch mal gut, aber ich dachte mir, es wird langsam wieder Zeit vor die Bühne zu kommen. Am letzten Wochenende stand bei mir "Rock in Wotschofska" auf der Rolle. Angesagt waren auf der Erleninsel im Spreewald Phil Bates & ELO und weiterhin HOT CHOCOLATE. Meine Frau überzeugte mich aber, am Wochenende mal wieder irgendwohin zu fahren. Wir planten also ein verlängertes Wochenende in Lubmin bei Greifswald, und am Freitag hat es uns in das Städtchen Ueckermünde gezogen.

Im einstigen Kreis Ueckermünde bin ich geboren und mein Geburtsort war bis in die 70er Jahre meine Wohnanschrift. Mein Bruder wohnt bei Ueckermünde. Am letzten Wochenende fanden dort die Hafftage statt. Auf dem Festplatz am Bollwerk nahe der Uecker war allerhand aufgebaut. Zahlreiche Schausteller luden ein, mal wieder auf einen Rummel zu gehen. Überall roch es nach Bratwurst oder Fisch, und am Abend strömten die Menschen auf den Platz. Neben Rummel und Wurst sollte es am Freitagabend noch etwas anderes geben und das war wohl auch für viele der Grund, warum sie kamen. Gegen 20:00 Uhr eröffnete der stellvertretende Bürgermeister der Stadt am Stettiner Haff, Joachim Trikojat (Foto links), die Hafftage ganz offiziell. Dieses Fest gibt es schon seit vielen Jahren immer im Juli. Der das amtierende Stadtoberhaupt vertretende Trikojat begrüßte auch Gäste aus der polnischen Partnerstadt Pyrzye sowie die Besatzung eines polnischen Marineschiffes, und wünschte allen viel Spaß bei den Veranstaltungen. Anschließend wurde es noch so richtig laut. Vor der Bühne feuerten Schützen einige Salven in die Luft. Einige Minuten überbrückte dann noch ein Discjockey die Zeit bis zum Höhepunkt, und gegen 20:30 Uhr begann ein Konzert der Gruppe KARAT.

Als erstes kam Martin Becker auf die Bühne und ging an sein Keyboard. Ihm folgte Schlagzeuger Michael Schwandt und danach Bassist Christian Liebig, Gitarrist Bernd Römer und schließlich Sänger Claudius Dreilich. Die Bühne war in Nebel gehüllt und für die nächsten zwei Stunden - ohne Pause - zogen die fünf Musiker die Ueckermünder in ihren Bann. Am Anfang überwog noch das Tageslicht, aber mit zunehmender Dunkelheit kam dann das Licht auf der Bühne richtig zur Wirkung.b 20180724 2043255590 Das Publikum stand bis unmittelbar vor der Bühne und weiter nach hinten von der Bühne weg saßen die Leute auf Stühlen. Hier geht die Fläche etwas schräg nach oben, so dass auch die hinteren Reihen noch etwas sehen können. KARAT spielte, was wir alle von ihnen kennen. Da war der "Schwanenkönig" dabei und der "Gewitterregen" - allerdings nur von der Bühne, und zum Glück nicht vom Himmel. Das hätte auch an diesem Tag nicht unbedingt sein müssen.

Ich freue mich immer, wenn ich "Hab den Mond mit der Hand berührt" höre, und muss dabei an den Komponisten dieses Liedes, Thomas Kurzhals, denken. Aber auch an Herbert Dreilich wird ja immer gedacht, wenn "Mich zwingt keiner auf die Knie" gespielt wird. Ganz nebenbei sieht man hier Michael Schwandt in voller Größe und kann ihn mal richtig auf's Bild kriegen - inzwischen sogar mit etwas veränderter Frisur. Steht ihm übrigens gut. Natürlich fehlten auch Titel wie "Jede Stunde", "Das Narrenschiff" und "In Deiner Galerie" nicht ... Den Titel "Blumen aus Eis" spielt KARAT seit geraumer Zeit in der akustischen Version. Christian Liebig und Bernd Römer spielen dabei auf Akustik-Gitarren, und Claudius Dreilich springt während des Vortrags irgendwann von der Bühne und klettert auf die Absperrung oder läuft durch's Publikum. Das ging hier leider nicht, denn die Absperrung stand unmittelbar vor der Bühne. Da war kein Platz zum Springen oder Rennen.c 20180724 1422888632 Er beließ es dabei, dicht an die Bühnenrampe zu gehen und dort Tuchfühlung zum Publikum aufzunehmen. Auch Gitarrist Bernd kletterte mal wieder wie in früheren Zeiten auf eine Lautsprecherbox und spielte dort auf seiner Gitarre. Claudius kündigte auch für den Oktober ein neues KARAT-Album an. Als Hörprobe gab es davon schon mal den Titel "1000 Karat". Mit der "Märchenzeit" und den "Sieben Brücken" deutete sich dann irgendwann das Konzertende an.

Auch in Ueckermünde sollte es aber nicht ohne Zugabe enden. Mit "Weitergehn" vom vorletzten KARAT-Album und dem "König der Welt" endete dann im gleißenden roten Nebel das Konzert. Der stellvertretende Bürgermeister hatte in seiner Eröffnungsrede gesagt, dass die Bühne mit Ende der Saison abgerissen und durch einen Neubau ersetzt wird. Die neue Bühne soll dann alles haben, was Künstler gerne hier auftreten lässt. Es sollen dann ordentliche Garderoben und sanitäre Einrichtungen vorhanden sein und man kann gespannt sein auf das, was dann im nächsten Jahr hier steht. Jedenfalls hat es auch KARAT nicht geschafft, die alte Bühne kaputt zu rocken, wie es Claudius am Anfang vorschlug. Es war dennoch ein tolles Konzert und anschließend gab es noch über Ueckermünde ein Höhenfeuerwerk. Gegen 23:00 Uhr gingen die meisten Leute nach Hause, andere blieben noch auf dem Rummel. Für meine Frau und mich ging es noch zurück nach Lubmin - mit den Erlebnissen des Abends im Kopf und der Musik von KARAT im Ohr.



Termine:
• 28.07.2018 - Burg - Landesgartenschau im Goethepark
• 11.08.2018 - Bad Wildungen - Kurpark/Wandelhalle
• 18.08.2018 - Bitterfeld - Rathausplatz
• 25.08.2018 - Apolda - Apoldaer Musiksommer
• 16.09.2018 - Coswig - Landeserntedankfest 2018

Alle Angaben ohne Gewähr. Weitere Termine und Infos auf der KARAT Homepage


Bitte beachtet auch:
• Off. Homepage von KARAT: www.karat-band.com




 
 
 
 
 
 




   
   
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