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Ein Konzertbericht von Mike Brettschneider. Fotos von Sebastian und Matthias Ziegert





Am 3. September 2016 fand in Landsberg bei Halle/Saale das vom "Goldenen Löwen" organisierte große Open-Air mit der STERN-COMBO MEISSEN und OMEGA sowie Überraschungsgast Dieter "Maschine" Birr statt. Schon lange vorher wurde die Veranstaltung beworben und ich wurde von Tag zu Tag neugieriger. Die Location zu finden, gestaltete sich aufgrund der postalischen Adresse zunächst ein klein wenig schwierig, aber nach einigen Gässchen auf und ab fand auch mein PKW die Freilichtbühne und sogar noch einen freien Parkplatz ganz in Nähe der Bühne. Die Organisatoren hatten sich viel Mühe gegeben.a 20160914 1185492900 Die Versorgung mit Getränken und Speisen ließ keine Wünsche offen, und überhaupt erwies sich die Freilichtbühne als ein sehr schönes Areal. Auch das Wetter spielte mit, und so stand einem pünktlichen Start eines schönen Abends nichts im Wege ...

Detlef Seidel, Manager der STERN-COMBO MEISSEN, begrüßte das Publikum, welches aus allen Richtungen Deutschlands in einer Stärke von etwa 2.500 Leuten angereist war. Einen Augenblick später nahmen die Musikanten der STERN-COMBO MEISSEN die Bühne in Besitz und legten mit dem Instrumental "Schloss Rockstein" aus dem Zyklus "Bilder einer Ausstellung" gleich richtig los. Die Besucher folgten neugierig dem Geschehen auf der Bühne. Wie es für ein Open-Air auch sinnvoll ist, begeisterten Manuel Schmid, Martin Schreier, Frank Schirmer, Axel Schäfer und Sebastian Düwelt mit den größten Hits aus ihrer 52-jährigen Karriere, z. B. "Die Sage", "Stundenschlag", und mit der wunderschönen Ballade "Was bleibt" wurde an die kürzlich erst verstorbenen Bandmitglieder Thomas Kurzhals und Reinhard Fißler erinnert. Ein Gänsehautmoment ... Da die STERN-COMBO MEISSEN ohne ihre großen klassischen Werke undenkbar ist, folgte von der ersten Langspielplatte "Eine Nacht auf dem Kahlen Berge", welches vom Publikum äußerst gut aufgenommen wurde. Die Musikanten - insbesondere die beiden Keyboarder Manuel und Sebastian - spielten sich die Bälle nur so zu, dass es eine wahre Freude war, dies live zu erleben. "Der weite Weg" - und schon schloss sich DER Klassiker schlechthin an: "Der Kampf um den Südpol". Martin Schreier stellte die Band sowie die Techniker vor, bevor der reguläre Teil des Konzerts mit dem Song "Also was soll aus mir werden" endete. Noch hatte das Publikum aber nicht genug und so gab es noch das "Rabe-Medley" sowie "Eine Nacht" aus der künstlerischen Phase der 80er Jahre.b 20160914 1041243756 Für den letzten Titel "Wir sind die Sonne" blieb leider keine Zeit mehr. Dies lag wohl weniger am Interesse des Publikums, als viel mehr am vorgegebenen Zeitplan des Abends. Flugs wurde die Bühne geräumt und wenige Minuten später standen die Musiker ihren Fans am Merchandising-Stand für Autogramme, Fotos und auch kurze Gespräche zur Verfügung.

Nach einer kurzen Umbaupause kündigte sich dann der Hauptact des Abends an: Das Akademische Orchester Halle-Wittenberg und OMEGA. Mit rockigem Sound zeigte sich eine spielfreudige Band, die von einer Vielzahl an Licht- und Lasereffekten bestens unterstützt wurde. Wieder mal hieß es Abschiedskonzert der "Oratorium-Tour", wie auch schon in Schwerin und Neubrandenburg im April dieses Jahres. Der musikalische Rahmen des Oratorium-Konzepts blieb erhalten. Das Konzert eröffneten die Musiker und Musikerinnen des Akademischen Orchesters der Martin Luther Universität Halle-Wittenberg mit dem Radetzky Marsch von Johann Strauss, bevor OMEGA mit "Eletfogytig Rock and Roll" und "Babylon" begannen, dem Publikum so richtig einzuheizen. Während das Oratorium bisher überwiegend mit Balladen gespickt war, haben OMEGA in Landsberg das Augenmerk eher auf härtere Rocksongs gelegt. Beispielsweise "10000 Lepes" vom gleichnamigen Album, bei dem Tamas ausgiebige Gitarren-Soli spielen durfte. "Regvárt kedvesem" vom Album "Elö Omega" ist ebenfalls ein Song, der in Deutschland bisher nicht im Oratorium gespielt wurde. Auch die Ballade "Udvary bolond kenyere" vom Album "10000 Lepes" war neu im Oratorium. Was an OMEGA begeistert, sind die Melodien, die ihren Songs inne wohnen.c 20160914 1706201979 Die Texte sind für die meisten Deutschen zwar unverständlich, dennoch besitzt die Musik von OMEGA eine großartige Ausstrahlungskraft, weshalb die Band in Deutschland eine große Fangemeinde hat, zu der auch viele heute in Deutschland lebende Ungarn zählen.

Selbstverständlich fehlten an diesem Abend auch die großen Hits, wie "Napot hoztam, csillagot" oder "Metamorfósis" nicht. Im Zugabenblock begrüßte Sänger János "Mecky" Kóbor dann OMEGAs Überraschungsgäste auf der Bühne: Dieter "Maschine" Birr und Uwe Hassbecker (Gitarrist von SILLY und vorher STERN MEISSEN). Gemeinsam spielten sie den Song "Der große Magnet", welchen Maschine gemeinsam mit Mecky produzierte und der auf Maschines am 30. September 2016 erscheinendem drittem Solo-Album "Neubeginner" enthalten sein wird. Der Song wurde in Landsberg zum ersten Mal Live gespielt. Deshalb bat Maschine das Publikum "Seid nett zu uns!" Und das Publikum war nett ... Mitte August gab es wohl noch die Idee, "Lebenszeit" gemeinsam zu präsentieren. Nun entschied man sich aber doch für diesen völlig neuen Song. Uwe Hassbecker spielte ein phantastisches Gitarrensolo. Der Titel kam beim Publikum gut an und entsprechender Applaus war den Künstlern sicher.

Es folgte noch eine große Herausforderung: Maschine musste ungarisch singen! Mit einem Zettel bestückt, welcher am Nachmittag vor dem Konzert im Hotel noch als "Hilfsmittel" geschrieben wurde, gelang ihm das aber bestens und so war "Gyöngyhajú lány" (Perlen im Haar) ein absoluter Höhepunkt des Abends. Auch hier bewies Uwe Hassbecker nochmals eindrucksvoll, dass er nicht umsonst zu einem der besten Gitarristen in deutschen Landen zählt. Das Publikum jubelte minutenlang ... OMEGA ließen sich erneut bitten und gaben mit "Petróleum Lámpa" die letzte Zugabe des Abends, bevor auch sie nach einigen Minuten noch weit über eine Stunde für die Fans fleißig Autogramme schrieben ...

d 20160914 1830440671Mein Resümee: Ein schöner Abend mit lediglich einem kleinen Schönheitsfehler: Der OMEGA-Sound war nicht ganz optimal, das Orchester war stellenweise nur sehr schwer bzw. fast gar nicht zu hören. Das war schade, aber den optimalen Soundmix für alle Stellen auf einem Open-Air-Gelände zu finden, ist nicht ganz einfach ... Mir hat es dennoch gefallen und die Zusammensetzung beider Bands an einem Abend und auf einer Bühne war bestens gewählt. Gerne wieder!


Termine:

OMEGA:
• 12.11.2016 - Riesa - Sachsenarena (Festival mit Nazareth, CCR und Boomtown Rats)
• 06.05.2017 - Erfurt - Alte Oper (55 Jahre OMEGA)

Stern-Combo Meißen:
• 17.09.2016 - Leipzig - Stadtbad (SCM mit SBB aus Polen)
• 30.09.2016 - Dessau - Marienkirche
• 02.10.2016 - Borna - Alte Brikettfabrik 2
• 26.11.2016 - Dresden - Lukaskirche
• 03.12.2016 - Berlin - Neu Helgoland
• 17.12.2016 - Klipphausen/OT Constappel - St.-Nikolai-Kirche
• 29.12.2016 - Neustrelitz - Landestheater
• 27.01.2017 - Castrop-Rauxel - St. Lambertus Kirche

Alle Angaben ohne Gewähr. Nähere Infos auf der jeweiligen Band-Homepage



Bitte beachtet auch:
• off. Homepage von OMEGA: www.omega.hu
• off. Homepage der Stern-Combo Meißen: www.stern-combo-meissen.de
• Portrait über OMEGA bei Deutsche Mugge: HIER klicken
• Portrait über die Stern-Combo Meißen bei Deutsche Mugge: HIER klicken




Fotostrecke:
 


Stern-Combo Meißen
 
 
 
 


OMEGA
 
 
 
 


OMEGA mit Maschine + Uwe Hassbecker

 
 
 
 

   
   
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