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Ein Konzertbericht von Mike Brettschneider mit Fotos von M. & S. Ziegert



Das zweite Konzert ihrer Tour 2015 führte die STERN-COMBO MEISSEN nach Altenburg in Thüringen. Nach knapp 1 ½ Stunden Fahrt bei herrlichem Sonnenschein dort angekommen, ging es nach kurzem Check-In im Hotel gleich zur Brüderkirche. Die Bühnentechnik war bereits weitestgehend aufgebaut und die Musikanten waren ebenfalls wenige Minuten vorher eingetroffen. So blieben noch ein paar Minuten für Begrüßungen und kurze Gespräche.a 20150505 1678225375 Das Catering wurde in der Garderobe angerichtet, Kaffee gekocht und nach einer kleinen Stärkung startete der Soundcheck. Während im Saal sämtliche Einstellungen für einen guten Sound und optimales Licht vorgenommen wurden, fanden die Abendkasse sowie der Merchandising-Stand ihren Platz im Eingangsbereich der Kirche. Einem schönen Konzertabend sollte also nichts mehr im Wege stehen ...

Pünktlich um 19.00 Uhr wurde die Kirche geöffnet und die Zuschauer strömten hinein. Binnen kürzester Zeit war der Großteil der Plätze im nahezu ausverkauften Haus besetzt und überall konnte man in freudige und erwartungsfroh gestimmte Gesichter sehen. Auch viele bekannte waren darunter, so dass die Stunde bis zum Beginn des Konzerts bei etlichen Gesprächen wie im Flug verging.

Um 20.00 Uhr wurde es dunkel, das Intro begann und unter großem Beifall betraten Martin Schreier, Frank Schirmer, Axel Schäfer, Sebastian Düwelt und Manuel Schmid die Bühne. Gleich zu Beginn gab es eine musikalische Überraschung: Schon seit längerem nicht mehr im Programm, erklang Mussorgskys "Eine Nacht auf dem Kahlen Berge". Dieses äußerst charakteristische Stück wurde bereits 1977 auf der ersten Langspielplatte veröffentlicht und hat bis heute nichts von seinem Zauber verloren. Manuel und Sebastian bearbeiteten ihre Keyboards, Frank trommelte, Martin unterstützte das ganze mit seinen Percussions, bis dann die glockenklare Stimme Manuels erklang: "Steig empor, junger Tag ..." Ein wirklicher Gänsehautmoment.

Im Anschluss begrüßte Martin Schreier das Publikum in Altenburg und es ging weiter mit dem - wie Martin zu berichten wusste - von Norbert Jäger und Bernd Fiedler geschriebenen "Der Alte auf der Müllkippe". Da die Band noch bis zum letzten Moment vor dem Konzert die Setlist veränderte, kündigte Martin zunächst fälschlicherweise "Die Sage" an, die dann aber gleich als nächster Song nach dem "Alten" folgen sollte. O-Ton: "Nun sind wir an der richtigen Stelle, Manuel aus Altenburg singt jetzt von der Thüringer alten Burg. Unser Song 'Die Sage'." Die Lacher im Publikum hatte Martin auf seiner Seite und der Song wurde mit reichlich Beifall bedacht ...

Die wunderschöne Ballade "Was bleibt" sorgte für die ihr gebührende Verzückung und Manuel bekam von einem kleinen Mädchen namens Lena ein selbst gebasteltes Geschenk überreicht, über das er sich sichtlich freute. Bei "Der Eine und der Andere" schlüpfte Manuel erneut in beide Rollen des Textesb 20150505 1948968289 und im Refrain durfte auch die obligatorische Sonnenbrille natürlich nicht fehlen. Szenenapplaus gab's nach dem betörenden Mini-Moog-Solo, welches geradezu schwindelerregend zelebriert wurde. Hochachtung vor solch schnellen und präzise spielenden Fingern!

Manuel kündigte nun einen Song vom 2011er Album "Lebensuhr" an, als ihn Martin unterbrach. "Nein, jetzt bist Du falsch, wir spielen jetzt ein anderes Stück". Tja, so kann es kommen, wenn bis zum Konzertbeginn Änderungen an der Setlist vorgenommen werden. Das von Andreas Bicking - ebenfalls Altenburger und in den 80er Jahren Keyboarder, Saxophonist und Sänger bei STERN MEISSEN - stammende "Schnee und Erde" folgte, bis die Reihenfolge der Setlist wieder passen sollte. Nun gab es wirklich einen Song vom Album "Lebensuhr", nämlich "Das kurze Leben des Raimund S." und die STERN-COMBO MEISSEN bewies damit erneut, dass sie eine ganz besondere und einzigartige Fannähe lebt. Ursprünglich war der Song im Programm nicht vorgesehen, auf ganz besonderen Wunsch eines Fans hin wurde er jedoch kurzerhand aufgenommen. Ganz sicher eine Tatsache, die nicht alltäglich ist und daher eine wirklich tolle Geste der Band gegenüber ihren Fans ...

Mit der "Lebensuhr" wurde noch mal richtig eingeheizt, bevor sich die Jungs mit der Ballade "Kein einziges Wort" in eine kurze Pause verabschiedeten.

Der zweite Teil des Konzerts war den absoluten Klassikern vorbehalten, die mit dem Titelsong der dritten LP "Der weite Weg" eingeläutet wurden. Zwei weitere Titel vom ersten Album, die erst nach Manuels Einstieg in die Band wieder ihren Weg ins Live-Programm fanden, waren die nächsten Highlights: "Licht in das Dunkel" und "Mütter gehn fort ohne Laut".

Martin bedankte sich bei allen Unterstützern des Konzerts und gab bekannt, dass die Band, nachdem sie bereits am 1. Mai 2014 in der Brüderkirche spielte, auch am 1. Mai 2016 wieder vor Ort sein werde. Das Publikum war begeistert und es gab sogar einige spontane Rufe: "Wir auch! Wir auch!" Vor dem Finale des Abends gab es eine weitere Visitenkarte von Manuel, nämlich den im vorigen Jahr produzierten "Lebensblues".c 20150505 1179138324 Wie ein Derwisch fegte Manuel zwischen Keyboards und Bühnenkante hin und her, seine Spiel- und Sangesfreude waren mehr als spürbar. Manuels sich anschließende Frage "Wollt Ihr noch was hören?" wurde lautstark bejaht und schon ging es mit dem "Stundenschlag" und "Also was soll aus mir werden" zurück ins Jahr 1982. Einmal mehr bewies sich, dass auch diese beiden Songs unlösbar zur musikalischen Geschichte der STERN-COMBO MEISSEN gehören.

Eine Überraschung sollte aber noch bevorstehen, denn zum Bandklassiker "Der Kampf um den Südpol" tauschten die beiden "Schlagwerker" der Band kurzerhand die Plätze und so war ein Groove-Erlebnis der besonderen Art zu erleben. Martin bearbeitete wie schon 1977 kräftig das Schlagzeug, während Frank mittels eines großen Blechs und des übrigen Percussion-Sets einzigartige Töne hervorzauberte ... Ganz großes Kino! Vor dem ganz großen Abschlusschor "Was bleibt nach dem Tode ..." stellte Martin die Band vor.

Der Höhepunkt des Abends war also gekommen, nach den "Zugabe"-Rufen gesellte sich Tontechniker René Niederwieser auf der Bühne hinzu und strapazierte zum "Rabe-Medley" die Saiten seiner Gitarre. "Eine Nacht", die Stimmung war kaum noch zu toppen, aber da fehlte ja noch was? Na klar, 1983 von Thomas Kurzhals geschrieben, durfte auch "Wir sind die Sonne" nicht fehlen. Der wenige Platz unmittelbar vor der Bühne füllte sich blitzartig und auch in den Sitzreihen wurde begeistert getanzt, geklatscht und mitgesungen. Sebastians kleine Tochter platzierte sich auf der Bühne neben ihrem Papa und sang ebenso textsicher mit, dass es eine wahre Freude war. Minutenlanger Abschiedsapplaus rundete den Abend perfekt ab.

Eine tolle Band, ein tolles Konzert in einem einzigartigen Ambiente. Das alles macht immer wieder Lust auf mehr und so freue ich mich schon heute auf das nächste Konzert, welches gleichzeitig ein ganz besonderes sein wird: Am 13. Juni führt die STERN-COMBO MEISSEN in Grimma gemeinsam mit dem 50-köpfigen Leipziger Symphonieorchester nebst Chor Mussorgskys "Bilder einer Ausstellung" auf. Ich bin schon heute total gespannt …


Setlist:
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Die 'Combo' live:
• 13.06.2015 - Grimma - Landesmusikfest Sachsen
• 26.07.2015 - Baabe/Rügen - Kulturbühne
• 26.08.2015 - Röbel/Müritz - Freilichtbühne Haus des Gastes
• 27.08.2015 - Ostseebad Kühlungsborn - Freilichtbühne Ost
• 29.08.2015 - Ribnitz-Damgarten - Stadtkulturhaus
• 11.09.2015 - Meißen - Theater (tba)

• 12.09.2015 - Meißen - Theater
• 18.09.2015 - Frankfurt (Oder) - Kleist-Forum
• 02.10.2015 - Stendal - Musikforum Katharinenkirche
• 17.10.2015 - Dresden - Lukaskirche
• 30.10.2015 - Oranienburg - Orangerie im Schlosspark
• 13.11.2015 - Weimar - mon ami
• 14.11.2015 - Singwitz - Kesselhaus
• 20.11.2015 - Putbus - Theater
• 05.12.2015 - Berlin - Neu-Helgoland
• 19.12.2015 - Chemnitz - Messe ARENA Halle 2
• 29.12.2015 - Neustrelitz - Theater


Alle Angaben ohne Gewähr. Weitere Termine und Infos auf der SCM Homepage


Bitte beachtet auch:
• Off. Homepage der Stern-Combo Meißen: www.stern-combo-meissen.de
• Portrait der Stern-Combo Meißen bei Deutsche Mugge: HIER klicken




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