Andrea Timm und Band im "Kunsthaus Flora" zu Berlin
am 10. Dezember 2010

 

Bericht: Dietmar Meixner
Fotos: Dietmar Meixner

 


Es war sehr kalt an diesem Abend des 10. Dezember 2010. Mein Auto suchte sich krampfhaft den Weg durch ungeräumte Nebenstraßen um mein Ziel in der Florastraße zu erreichen. Das "Kunsthaus Flora" ist eine Villa, die von einem großen Garten umgeben ist. Sie wirkte an diesen Abend fast unbewohnt. Ich bahnte mir den Weg über den rutschigen Weg zum Eingang, und auf einmal war ich mitten im Trubel des Konzertabends.
Ich hatte mich auf Grund der Umstände verspätet, aber Andrea Timm und ihre Jungs hatten extra mit dem Beginn gewartet. Noch einmal herzlichen Dank dafür. Ein kurzer Blick in die angenehmen Räumlichkeiten des Kunsthauses, gefolgt von einer herzlichen Begrüßungen, und dann nahm ich schon im gut gefüllten kleinen Saal der Villa Platz.

Um ca. 21:45 Uhr ging's los, als Andrea mit dem ersten Song "Winterlied" die Jahreszeit wortwörtlich in den Raum zauberte. Mit "Nie Illusion" ging es weiter, und schon an dieser Stelle des Konzerts war klar, dass Timmi wieder sehr gut mit ihren drei musikalischen Begleitern Axel, Marcus und Micha harmonierte. Die vier waren wunderbar aufeinander abgestimmt. Den dritten Song kündigte Andrea mit folgenden Worten an, "In der Kürze der Zeit konnten wir leider den Song nicht umschreiben, der Schnee von gestern ist auch heute wieder gegenwärtig. Wir hatten ja schließlich auch sieben Monate keine geschlossenen Schneedecke mehr in Berlin". Es erklang also "Schnee von gestern" bei Neuschnee von heute. Die "Tasse Kaffee", die danach folgte, ist einer meiner Lieblingssongs und wurde von "Burn out" abgelöst. Bei der Ansage zu diesem Song ging der Blick in meine Richtung. Ich glaube einige der Leser wissen von was da gesungen wird.

Nach zwei weiteren Songs folgte mit den Liedern "Blarney Pilgrim" und "The water is wide" Timmis von vielen Anwesenden schon erwarteter Ausflug in die irische und amerikanische Folkmusik. Es machte Spaß, Timmi dabei an der Harp zu beobachten und zu hören. Nach "Emma Jeans" kam dann der Song, der sich mit Timmi für meinen Geschmack am meisten verbindet: "Flügel". Dieser Song hatte für fast vier Minuten Gänsehaut pur zur Folge. Dann näherte sich die Pause, und unmittelbar davor gab's eine Überraschung für alle Anwesenden im Saal. Timmi hatte einen Wunsch, und die Musiker erfüllten ihn. So erklang der durch Veronika Fischer bekannt gewordene Song "Daß ich eine Schneeflocke wär". Dass das wirklich für alle eine tolle Überraschung war, merkte man am Beifall.

Die Pause danach war sehr lang, aber sie war gut gefüllt mit interessanten Gesprächen und Begegnungen. Den zweiten Teil des Programms eröffneten die Akteure des Abends gleich mit drei echten Knaller, nämlich den Songs "Alles schon da", "Verfluch nicht den Wind" und das zweite Lieder, das man eng mit Andrea Timm verbindet, "Liebe und Leid".
Einen kleinen Umbau in der Setlist nahm die Band dann spontan vor, denn statt dem Lied "Irgendwo" wurde der "Apfeltraum" gespielt. Da kannte die Begeisterung bei allen Anwesenden natürlich keine Grenzen. Auch im zweiten Teil des Programms folgte also wieder ein Höhepunkt nach den anderen. Timmi hatte wirklich eine sehr gute Titelauswahl getroffen, und auch ihr Outfit in der zweiten "Halbzeit" rafiniert geändert.

Zum Konzert bleibt eigentlich nur noch zu sagen, dass der Ton für den kleinen Raum sehr gut war, was auch nicht zuletzt bei den Zugaben sehr deutlich zu hören war. Mit "Weihnachten daheim" schickte Timmi ihre Fans dann endgültig nach Hause. Der letzte Song war sehr stimmungsvoll und passend für diesen Abend. Aber... trotzdem das letzte Lied erklungen und das Konzert beendet war, wollte natürlich noch keiner wirklich nach Hause gehen. So traf man sich noch zu dem einen oder anderen Gespräch, bevor man mit einer gerade erworbenen CD von Andrea Timm in der Hand (jedenfalls die meisten) den Heimweg antrat.



 

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