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Bericht: Petra Heinzel
Fotos: Petra Heinzel

 


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Dirk Zöllner & Andrè Gensicke präsentieren: die Familienandacht
Was könnte man am 22. Dezember erledigen? Zwei Tage vor'm Fest könnte man Geschenke verpacken. Manch einem könnte dabei vielleicht passieren, dass er sich selbst im Karton verschwinden lässt oder sich mit einer großen Schleife schmückt. Achtung, es besteht Knittergefahr! Daher sollte man die Verpackung der Geschenke auf den 23. oder 24. Dezember verschieben. Nicht nur deshalb. Es gab noch einen weiteren Grund: "Familie Zöllner" hatte zur "Familienandacht" geladen.

Immer wieder verschlägt es mich in die Kulturbrauerei. Auf dem Gelände befindet sich auch der Soda Salon, ein kleiner gemütlicher Club. Nur mit Voranmeldung war es möglich der "Familienandacht" beizuwohnen. Es sollte ein gemütlicher Vorweihnachtsabend werden, ohne Gedrängel bzw. Stress. Daher waren dann so circa 60 Personen vor Ort. Kurz nach 21:00 Uhr eröffnete das alte Ehepaar Dirk Zöllner (Scholle) und Andrè Gensicke (Gensi) das vorweihnachtliche Konzert mit den Songs "Strohfeuer" und "Idylle im Krieg". Scholle betonte, dass er nur erlesene Freunde zur Familienandacht einladen hat, seine Lieblingssänger und Lieblingssängerinnen. Eine davon, eine "Ur-Sängerin" ist Bettina Labeau. Mit einem Weihnachtslied und einem weiteren Song begeisterte sie alle anwesenden Gäste. Scholle und Matze Mantzke (Cajon) gesellten sich hinzu und umschmeichelten Bettina mit "Aus Liebe zu ihr". Und schon kam die nächste Dame auf die Bühne: Susi Koch, die Gewinnerin des internationalen Singer-Songwriter Wettbewerbs Troubadour 2010. Sie brillierte am auf der linken Seite stehenden Keyboard mit ihrem Song "Ich fühl mich gut".

Reinhard Fißler gehört auch zum erlesenen Freundeskreis. Er erlebte das Weihnachtsprogramm an der rechten Bühnenseite. Ihm widmeten Scholle, Gensi und Tobi Hillig (Gitarre) den Titel "Sand", ein sehr gefühlvolles Stück. Scholle sang: "Ich bin wie Sand, der Wind weht mich umher... Ich hinterlasse keine Spuren denn ich bin die Spur... Sand ist der Stoff durch den sich deine Wege ziehen." Auf die Frage des alten Ehepaares "Bin ich allein?" konnte getrost mit "Oh nein, oh nein!" geantwortet werden. Scholle und Gensi hatten Unterstützung auf der Bühne, Matze und Tobi, und auch das Publikum war in vorweihnachtlicher Feierlaune. "Nach vorn" ging es anschließend mit Andrè Herzberg und Tobi. Spontan gesellte sich Dirk Michaelis beim dritten Herzberg-Song am Cajon hinzu. Das war dann auch der Vorreiter für die 3HIGHligen. Schließlich munkelte man bereits bei der Ankündigung der "Familienandacht" von der Auferstehung der Drei vor'm Weihnachtsfest. Bevor wir in eine Rotwein-Raucher-Pinkelpause geschickt wurden sang Andrè Herzberg am Keyboard sitzend, Dirk Michaelis auf dem Cajon trommelnd und Scholle E-Gitarre spielend.

In den zweiten Teil des besinnlichen Abends startete Scholle mit dem Song "Ans Licht", den er seiner Muse Denise widmete. Bobo in White Wooden Houses und Tochter Camille waren weitere Gäste des Abends. Bobo, Gensi und Scholle "setzten gemeinsam die Segel". Im Anschluss stimmte Bobo mit ihrer Gitarre einen englischen Song an. Auch ihre Tochter Camille sang (am Keyboard spielend) einen englischen Song bevor Mutter und Tochter ihren Auftritt mit einem gemeinsamen Titel beendeten.
Als A-Low, Axel Lorenz, die Bühne betrat dachte ich "aha, das 7 Sünden Programm" (alle dazugehörigen Musiker waren vor Ort). Dem war nicht so. A-Low ist auch solo unterwegs. Gensi begleitete ihn am Keyboard. Und danach... dann kamen doch die alten "7 Sünden" zurück. In den Jahren 2007 und 2008 war ich Stammgast bei Dirk Zöllners 7 Sünden Programm. Ich hatte Gefallen an dem Projekt gefunden. Funk und Soul hielten also mit "Nie mehr", "Ich liebe Denise, die Mätresse des Paten von Merane" und "Gut aus" Einzug in den Soda Salon. Hierzu hatte sich bereits Scholle`s Tochter Rubini mit auf die Bühne begeben. Dann kam ich ins Staunen. Ich wusste nicht dass Rubini singt. Ihren Vater kenne ich als Sänger und ihre Mutter Abini Zöllner als Journalistin (u.a. als Autorin des Buches "Schokoladenkind", sehr empfehlenswert!). Rubini hatte sich einen besonderen Song ausgesucht. Sie sang den Eurovision Song Contest Beitrag der Ukraine aus dem Jahr 2009, und begeisterte damit nicht nur mich.

Robert Gläser und Scholle sind schon seit einigen Jahren befreundet. So also nicht verwunderlich ihn an diesem Abend auf der Bühne zu erleben. Christoph Falckner begleitete Robert bei beiden Songs am Keyboard. Für "Am Abend" griff Robert zu Scholle`s Gitarre, stülpte sich diese verkehrt herum über, bespielte sie und sang seinen eingehenden Song mit gewohnt gewollter Pause (DJ-Falle).
Die Weihnachtsfeier nahm ihren Lauf und Dirk Michaelis setzte sich an das bereitstehende Keyboard. Er sang sein, meiner Meinung nach, schönstes Lied "Stilles Dorf", und hatte dabei Unterstützung von Scholle (Gitarre) und Robert am Bass. Den zweiten, seinen "Seelensong" beendete Sören Birke mit einem hervorragenden Flötensolo.
Mit ihrem ersten gemeinsam geschriebenen Song "Viel zu weit" (zu finden auf "Cafe Größenwahn" 1991), bei dem sich die Mitwirkenden auf der Bühne versammelten, wollte das alte Ehepaar Zöllner & Gensicke die Weihnachtsfeier beenden. Scholle sagte: "Danke, dass ihr zur Weihnachtsfeier gekommen seid! Zum ersten Mal Entspannung vor Weihnachten", er verwies auf die 3HIGHligen-Tour im Jahr 2011 und ergänzte: "Frohe Weihnachten, liebe Freunde!". Die mitwirkenden Musiker verneigten sich vor der Bühne und verschwanden nacheinander. Natürlich kamen sie für einige Weihnachtszugaben noch einmal zurück. Dirk Michaelis besang die "Weihnachtszeit" und Bobo animierte zum Mitsingen beim Volkslied "Schneegebirge". "Ich will alles oder nichts" forderten Scholle und Gensi, und mit "dem letzten Lied" "Carolyn" endete gegen 0:15 Uhr Zöllners Familienandacht.

Vielen Dank für die Einladung zur Weihnachtsfeier der etwas anderen Art! So könnte man in jedem Jahr den Festtagen entgegen sehen, und erst danach die Geschenke knitterfrei verpacken. Schleife drum - fertig! ;-)



 

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