Geburtstags-Konzert für und mit Hans-Jürgen Beyer live
am 07. August 2009 in Leipzig

 

Bericht: Fred Heiduk
Fotos: Sebastian & Matthias Ziegert

Leipzig sieht sich selbst als traditionelle Kulturhochburg und hat dafür auch einige gewichtige Argumente vorzuweisen. Eines davon heißt Hans Jürgen Beyer, ist ein musikalisches Urgestein des Ostrock und schafft es als einer der wenigen aktiven Musiker, einen künstlerischen Bogen vom gestern ins heute, und von Rock'n Roll, Beat, Jazz Rock zum Schlager zu schlagen. Nicht einmal dies wird ihm wirklich gerecht, denn Beyer, den seine Fans und Freunde "Hansi" nennen, ist ausgebildeter Sänger mit einer Sopranstimme die ihresgleichen sucht und hat ganz offenkundig immer noch ein echtes Rockerherz.
Benannter Hans Jürgen Beyer begeht demnächst seinen 60. Geburtstag. Das war Anlass genug für Peter Degner, einen der großen Promoter Leipzigs, eine Gala mit einem Querschnitt über das gesamte musikalische Schaffen Hans Jürgen Beyers auf die Bühne zu bringen. Hauptperson: Hans Jürgen Beyer, Ort des Geschehens: Leipzig Markt, Termin: 07.08.2009 um 21:30 Uhr, Besonderheit: das Eröffnungskonzert der 15. Classic Open. Die Classic Open zählen selbst zu den Veranstaltungen, auf die die Kulturstadt Leipzig, genau wie Peter Degner, stolz sind. Zu Recht, wie ich finde. Am 07.08. reihte sich mit der Hans Jürgen Beyers Geburtstagsgala eine weitere Perle an die Schnur großer Abende und Auftritte bei den Classic Open. Sicher fragen sich Einige, wo das Besondere dieser Veranstaltung ist. Zum einen ist es die besondere Atmosphäre. Ein wenig vergleichbar mit den Festzelten auf der Münchener Oktoberfestwiese, bewirtschaften hier doch renommierte Leipziger Wirte 14 Tage lang den Leipziger Markt. Jedoch nicht zu Kirmes und Großbesäufnis, sondern zu Aufführungen ausgesuchter Videos bekannter Künstler und ausgewählten Live-Konzerten. Dazu kommt, so berichtete es der Macher dieses Events, Peter Degner, dass es zum 15. Mal gelang mit den gleichen Partnern dieses für die Gäste kostenfreie Event zu organisieren. Der Auftritt Hans Jürgen Beyers und der Schar seiner Gratulanten beim ersten Livekonzert der 15. Classic Open stellt auch etwas wie einen, wenn auch keinesfalls umfassenden, Querschnitt über 50 Jahre Musik renommierter DDR Künstler da. Etwas, das es in der Form und der Größe auf eine öffentliche Bühne gebracht seit Langem nicht mehr gab.
An einem lauen Sommerabend erwarteten dann auch einige Tausend Zuschauer, zum Teil an den Seiten des Marktes stehend, diesen ganz besonderen Auftritt. Die Liveauftritte sind allabendlich für 21:30 Uhr vorgesehen. Gegen 21:15 kam dann auch Bewegung auf die Bühne. Die Vorbereitungen für den Auftritt Beyers liefen professionell und zügig, so dass Peter Degner, wieder mit extravaganter Brille und im schwarzen Anzug, pünktlich die Bühne betrat und die Gäste auf den Abend einstimmte. Nach ein paar treffenden Worten wie "Seien Sie zu ihrem Nachbarn nett und haben sie Spaß heute Abend" überraschte Degner vermutlich nicht nur mich mit einer originellen Swingnummer, "Leipzig ist schön", die er wohl extra für den Abend bearbeitet hatte. In eine Art Sprechgesang wurde es eine Hommage an die Stadt Leipzig. Ein überaus gelungener Auftakt des Abends wie ich fand, an dem sich die Übergabe der Moderation des Abends für und mit Hans Jürgen Beyer an Uwe Jensen anschloss. Und Jensen ließ sich nicht lange bitten. Er stellte Hans Jürgen Beyer mit den Worten vor: "Männer zwischen 50 und 60 sind die begehrtesten, hat eine Umfrage ergeben. Der Künstler der gleich zu uns kommt, gehört dazu." Danach fand er einige persönliche Worte über seinen Kollegen und Freund, bevor er diesen auf die Bühne bat. Jensen war über den gesamten Abend ein brillanter Moderator, der mit Charme und Witz den Abend fest im Griff hatte, nie langweilig oder flach wurde und dem man in seiner unkomplizierten Art nicht einmal die kleinen Fehler verübelte, die sich immer mal in Jensens Version von Beyers Biografie einschlichen. Und dann kam Hansi Beyer geradezu auf die Bühne gesprungen, um sein Publikum zu begrüßen. Ein geradezu überschwänglicher Hans Jürgen Beyer war sichtbar gerührt über den Rahmen seines Geburtstagskonzertes. Dass er in wenigen Tagen 60 werden wird, ist ihm weder anzusehen noch anzumerken. Der Mann versprüht mehr Lebensfreude und Kraft als manch 40-jähriger. Ein wahres Energiebündel. Mit Uwe Jensen über seine Kindheit und Leipzig erzählend, steuerte das Programm auf einen ersten Höhepunkt zu. Es wurde eine altes Filmdokument eingespielt, das Beyer auf der Empore der Universitätskirche als Solisten der Thomaner im Weihnachtsoratorium mit Peter Schreier zeigte. Er sang dort die Engelsverkündigung mit seinem fulminanten Knabensopran. Im Schwenk über den Chor erwähnte er so ganz nebenbei, dass "...da gerade Christian Kunert" zu sehen gewesen sei. Das war für Jensen wie ein Stichwort, um zu Hansis Rockerzeit zu kommen. Einen Lacher erzielte Jensen als er sagte: "Nur gut Hansi, dass es damals den Bohlen noch nicht gab. So hattest du eine ordentliche Ausbildung." Er schwenkt zu Renft, bei denen Hansi Beyer ja eine Zeit lang sang. Renft ist für Hansi das Stichwort um sich an Cäsar zu erinnern. Nicht rührselig verklärt, sondern freudig, optimistisch tut er das, indem er Simone Dake begrüßte und daran erinnerte, dass Simone und Cäsar am 07.08.2008, also fast auf den Tag genau 1 Jahr zuvor, geheiratet hatten. Und er erinnerte daran, dass er es war, der bei Renft als Erster "Wer die Rose ehrt" sang, da Cäsar, als er das Lied schrieb, bei der Armee war. Natürlich ließ er es sich nicht nehmen das Lied noch einmal zu singen. Begleitet wurde er dabei von Thomas "Monster" Schoppe an der Gitarre und Michael Heubach an den Tasten, der vor Jahren die erste Version des Liedes arrangiert hatte. Leider war die Technik vollkommen indisponiert, so dass dieser ganz besondere Höhepunkt des Abends in furchtbarer Qualität aus den Lautsprechern kam. Dass Monster Cäsar an der Gitarre nicht annähernd das Wasser reichen kann, spielte dabei keine Rolle mehr. Im Gegenteil. Einen recht zurückhaltend agierenden "Bandmusiker" Monster zu erleben, war überaus angenehm. Einen Beweis, dass Beyer nichts verlernt hat, brachte er indem er den Flötenpart mit seiner Stimme übernahm. Eine wohl spontane, aber überaus gelungene Einlage, die zeigte, wozu die Thomanerausbildung gut gewesen ist. Und die Fans waren dankbar, standen mit Rosen am Bühnenrand. Eine Ovation an den Rocker Hans Jürgen Beyer. Leider blieb es bei dem einen Titel. Weitere Songs, wie das legendäre "Child in Time" und ähnliches fielen dem engen Zeitplan zum Opfer. So übernahm Jensen wieder das Zepter und lenkte über einen Videoeinspieler eines Auftritts mit der Uve Schikora Band vor einigen Jahren, das Gespräch auf einen Punkt, der dem Abend geradezu zu einem historischen Ereignis machte. Anlässlich der Gala hatten sich die Mitglieder der legendären Bürkholz Formation noch einmal zusammengefunden. Bürkholz selbst war verhindert, sandte aber einen Videogruß und forderte seine Band auf, richtig in die Saiten zu hauen. Dann erschienen Michael Heubach (Keyboard), Heinz Geisler (Gitarre), Wolfgang Zahn (Saxophon) und Frank Czerny (Bass). Für Thomas Bürkholz übernahm Monster das Schlagzeug. Leider blieb es bei einem Einspiel der neuen Aufnahme des Titels "Finden wir uns neu". Welchen Grund es gab, nicht live zu spielen, wissen nur die Musiker selbst. So war der Auftritt der Band eben nur noch einmal ein Zusammenkommen und nicht der erhoffte echte Liveauftritt. Dennoch wehte ein Hauch Geschichte über den Leipziger Markt. Und der Titel ist Klasse, ganz und gar kein altbackener Song aus der Mottenkiste. Warum lief der nicht im Radio? Warum ist der nicht auf den aktuellen Kompilations? Etwas wehmütig kann man sogar fragen, wird es möglicherweise weitere Studioaufnahmen geben? Denn wie gesagt, trotz hörbarer technischer Probleme - das Lied hat Klasse und Hansis Stimme setzt dem Stück die Krone auf. Davon würde man sicher mehr vertragen. Doch für den Abend endete der Ausflug in Hans Jürgen Beyers Rockphase mit einem großen Rosenstrauß, überreicht von Monster Schoppe und den anerkennenden und versöhnlichen Worten: "Hansi, ihr von Bürkholz hattet es auch schwer...", auf das Verbot und die nachfolgenden Restriktionen anspielend. Rocklegenden unter sich.
Doch der Abend ging natürlich weiter. Jensen nahm die Chronologie wieder auf und kam zu Hans Jürgen Beyers großem Hit "Tag für Tag" und Beyers geradezu erzwungenen Umstieg zum Schlager. Natürlich sang Hans Jürgen Beyer seinen großen Titel. Wunderkerzen, Lichter und was Fan sonst noch braucht, gingen in die Höhe und zeigten, der Pop und Schlagerstar Hansi Beyer hat ebenfalls viele Fans. Und die feierten ihren Star. Und wie. Der Fanclub kam auf die Bühne und überreichte dem Fastgeburtstagskind eine riesige goldene Schallplatte, einen riesigen Straß Rosen und einen Oskar. Was Uwe Jensen zu der Bemerkung veranlasst, dasw nun endlich auch ein Schlagersänger, und noch dazu aus der DDR, einen solchen Preis habe. Nicht nur Hansi erhält Preise und Ehrungen. Bei "Mach dich ran" wurde ein gemeinsamer Auftritt mit Hans Jürgen Beyer verlost. Den hat Ute Eckhert gewonnen und löste ihn nun ein. Gemeinsam sangen sie "Ein wunderschöner Tag". Das klingt ganz ordentlich, so dass Hansi vor Ute auf die Knie geht. An dieser Stelle sei erwähnt, dass mindestens 4 professionelle Kamerateams an und auf der Bühne den Abend aufzeichneten bzw. Bilder für die Videowand einfingen. Nach der Liveeinlage war die Videowand wieder gefragt um die Wandlungsfähigkeit Hans Jürgen Beyers unter Beweis zu stellen. Zunächst wurde ein tolles Schlagzeugsolo Hansi Beyers gemeinsam mit "Zicke" Schneider eingespielt, bevor Hans Jürgen Bayer als klassischer Sänger mit einer Arie aus Rigoletto vorgestellt werden sollte. Hier versagte die Technik vollends, so dass das Video nicht eingespielt werden konnte. Um den Zeitrahmen nicht völlig zu sprengen, kamen jetzt die Gratulanten und Kollegen auf die Bühne. Den Beginn machte Jörg Hammerschmidt mit einer Stimmparodie Prominenter nur mit seiner Stimme und ein paar Utensilien wie Brillen oder eine Jacke. Die Namen der fast 40 Prominenten reichen von Schumacher über Angela Merkel, Schröder bis zu Heinz Erhardt. Und alle hatten einen Gag oder ein Lied für den Jubilar dabei. Stoiber zum Beispiel brachte sein Bier Hasseschröder mit, Angie sang "Ich hab dich 1000 mal belogen", Schröder sang zur Melodie von Kalinka "kein Linker, kein Linker hat mehr Geld als ich". Honnis Hornbrille und die Glückwünsche an Hansi mit seiner Fistelstimme, brachten Extralacher. Auch Paul Potts hatte noch einen großen Auftritt und gratulierte Hans Jürgen Beyer. Auch wenn nicht alles gut, einige Witze sehr alt und platt waren, und die Maffay Parodie sogar etwas Peinliches hatte, unterhielt Hammerschmidt das Publikum bestens und erntete großen Beifall. Für mich fiel dieser Programmteil zu lang aus und Hammerschmidt ließ sich für meinen Geschmack etwas zu viel feiern. Er war Gast Hansi Beyers, nicht der Topact des Abends. Aber das haben andere sicher ganz anders empfunden. Ein zweiter Gast der einen Programmteil bestritt war Regina Thoss. Beide sind seit langem befreundet und sie war es, so erzählte Hans Jürgen Beyer, die ihm einen ersten Auftritt auf einem Kreuzfahrtschiff verschaffte. Ihr Auftritt an diesem Abend wurde zunächst nicht so euphorisch angenommen, wie man das vielleicht hätte erwarten können. Aber Regina Thoss fegte geradezu über die Bühne und erarbeitete sich ihr Publikum. Man merkte: die Frau kann etwas, auch wenn sie mittlerweile jenseits der 60, wohl nicht mehr zu den ganz großen Namen zählt und wohl auch nicht mehr so häufig auf der Bühne zu erleben ist. Mit ihren großen Titeln wie "Die Liebe ist ein Haus", "Rom Ta Rom" oder dem Cover von "Blue baju" brachte sie jedoch an diesem Abend gerade bei den Älteren im Publikum einige Erinnerungen zurück und wurde entsprechend gefeiert.
Gegen 22:45 Uhr stellten sich die dritten Gratulanten ein. Die Volksmusikgrößen Kai Dörfel und Eberhardt Hertel sangen gemeinsam einige Titel. Hier muss ich allerdings vollständig passen. Die Herz-Schmerzsachen sind so überhaupt nichts für mich. Überdies nervte mich der joviale Kumpelton mit dem das Publikum animiert wurde. So wenig Substanz, so eine platte Anmache... nein, das hat mir nicht gefallen und besonders euphorisch war auch der Rest des Publikums nicht... Bis auf einen jungen Mann, der sich als Hardcore-Fan outete und den frohgemuten Animateur machte, der erst versuchte das Publikum in den ersten Reihen zum Mitmachen zu bewegen und schließlich für sich allein tantze und klatschte. Ein Bild, das einer gewissen Komik nicht entbehrte. Wirklich komisch war Barbara Ermel (?), die mit ihren Figuren Joe und Josefine witzelte, Rätsel löste und freche Sprüche von sich gab. Das besondere an den beiden lebensgroßen Figuren ist, dass sie nur von einer Person zum Leben erweckt werden. Wie gesagt: eigentlich waren die fremden Programmteile recht kurzweilig, jedoch empfanden einige Gäste sie insgesamt als zu lang. Die Leute wollten vor allem Hansi Beyer sehen und hören. Doch mussten sie noch etwas warten. Zunächst war dieses Mal Uwe Jensen mit einigen Liedern dran. Die brachten aber das Publikum richtig in Fahrt. Ob das Publikum "Santa Lucia" mitsang, das Jensen wegen eines erneuten Technikproblems a capella singen musste, ob es die "Ermlitzer Bienen" waren, die Jensens Auftritt begleiteten, oder sein pfiffiger Popsong "Gohlis an der Autobahn", egal was Jensen machte, es kam an.
Nach seinem Gesangspart trat Hans Jürgen Beyers neue Duettpartnerin Margitta Weise mit ihrem Lied "Starke Frauen dürfen alles" auf, bevor etwa um 23:30 Uhr Hans Jürgen Beyer seine Bühne wieder hatte. Und es folgte ein Hit nach dem anderen. Los ging es mit dem Soulklassiker "Times". Dieser im Refrain sehr hohe Titel verzückte das Publikum. Wunderkerzen hier und tanzende Paar da, schmachtende Blicke und ein mitsingendes Publikum. Plötzlich war richtig Stimmung auf dem Markt, trotz der fortgeschrittenen Zeit. Und Hansi Beyer brillierte mit seiner hohen Kopfstimme. Auch die erneuten Technikprobleme konnten ihn nicht bremsen. Glockenklar und dennoch voller Kraft nahm er die 2 ½ Oktaven des Liedes. Es folgte ein neuer Song Beyers, "Ich will alles wagen", bei dem man merkt, aus welcher Schule Hansi stammt, und dass Schlager nicht gleich Schlager ist. Der Titel, ein gekonnter Popsong, hat Power und ist ungleich besser als einige der aktuellen Hitparadensongs. Nichts desto trotz brachte Beyer danach das Publikum mit zwei Tony Christie Klassikern richtig auf Touren. Sowohl "Sweet September", mit einem von Hans Jürgen Beyer geschriebenen deutschen Text, als auch "Amarillo" wurden breit mitgesungen und Hansi dafür gefeiert. Doch selbst die Stimmung kann Hansi Beyer noch einmal durch ein paar flotte Sprüche und durch die gute Liedauswahl, die ihn in seiner großen Vielfalt zeigte, steigern. Mit einer Nebenbemerkung auf das nicht gelaufene Klassikvideo setzt er so auch zum bekannten Gassenhauer "Ja, ja der Ciantiwein" an. In der Manier des klassischen Opernsängers zeigt er dem staunenden Publikum, wie lange man einen voll ausgesungenen Ton halten kann. Dafür wird er nun geradezu frenetisch gefeiert. Jetzt hätte Hansi Beyer locker noch Stunden weitersingen können, niemand wäre gegangen. Aber kurz vor 24:00 Uhr war dann doch allmählich Zeit für's Aufhören. Der letzte Titel war "Only You" von den Platters. Und wieder sang Hans Jürgen Beyer dieses schwierige Stück, als sei nichts leichter. Zu seinen Tönen kamen seine Freunde und Verwandte auf die Bühne zum großen Finale. Und damit war klar: ein großer Abend geht zu Ende. Hansi Beyer bedankte sich noch einmal bei seinen Gästen und stellte seinen Lieblingsgast vor. Sein 10-Jähriger Enkel stand da mit Blumen auf der Bühne. Einzig Mutter Beyer fehlte noch. Die Dame, der man ebenso wie Hans Jürgen Beyer ihr Alter absolut nicht ansieht, kommt mit Peter Degner auf die Bühne. Degner seinerseits macht den Abschlusstitel "Leipzig tut gut", wieder ein Swing, zu einer Hommage an die Stadt. Obwohl es mittlerweile fast Mitternacht ist, will das Publikum Hans Jürgen Beyer nicht von der Bühne lassen, auf der er gemeinsam mit seiner Mutter stand. Kurzentschlossen setzt Beyer zu einer Zugabe an. A Capella sang er mit dem Publikum noch einmal einen Teil von "Tag für Tag". Dass es ihm ebenso viel Spaß machte wie es den Besuchern gemacht hat, konnten man daran erkennen, dass er sich noch einmal nach Musik erkundigte um eine weitere Zugabe geben zu können. Dass das nicht ging, lag vor allem an den rigorosen Auflagen durch die Stadt. Und so endete das Konzert ohne weitere Zugaben. Aber Hans Jürgen Beyer stand den Fans dafür für Autogramme und Fragen zur Verfügung, bis auch der letzte Fan zufriedengestellt war. Die so sehr herbeigesehnten Auftritte des Rockers Hansi und vor allem der Bürkholzformation waren sehr schöne, gewissermaßen unvergessliche Farbtupfer eines großen Abends, an dem einer der ganz großen Sänger Deutschlands zeigen konnte, was eine große Stimme im Rock und Pop ist. Dass diverse Technikprobleme den Hörgenuss doch deutlich beeinflussten, änderte nichts daran, dass Hans Jürgen Beyer und seine musikalischen Gäste zeigen konnten wie vielfältig die ostdeutsche Musikszene war und immer noch ist, und welche großen Musiker aus ihr hervorgegangen sind. Ein unvergesslicher Abend von, mit und für einen großen Leipziger Künstler, Hans Jürgen Beyer.
Achso... Hans Jürgen Beyer hat Witz. Beim Betrachten von Bildern aus seinem Leben die auf der großen Videowand gezeigt wurden, warf er zum Beispiel spontan ein: "Man beachte, dass meine Haare zunehmend erblondeten, je älter ich wurde".

 


 

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