Veronika Fischer & Band live in der Kulturbrauerei zu Berlin
am 16. Dezember 2009

 

Bericht: Dietmar Meixner
Fotos: Dietmar Meixner

 


000 20131017 2022248983

Ein Song schwirrt mir seit Mittwoch immer wieder wie ein Bienenschwarm in meinen Kopf herum, "Klavier im Fluss" von Veronika Fischer. Die Ursache ist darin zu suchen, dass ich für Deutsche Mugge am Mittwoch den 16.12.2009 zu Veronika Fischers Live-Konzert im Kesselhaus Berlin zu Gast war.
Ungewohnt für mich im Kesselhaus: ein "bestuhltes" Konzert. Die ca. 300 Stühle waren alle besetzt und jetzt kommt's... ich fühlte mich für einen Moment wie in der Schule oder auf einem Lehrgang, denn die erste Reihe war (bis auf drei Stühle) komplett frei. Das war für mich allerdings auch ungewohnt, wo man doch eigentlich bei den Konzerten immer die direkte Nähe zu den Künstlern sucht.
Veronika Fischer und ihre Band begannen jedenfalls pünktlich um 20.00 Uhr mit ihrem Programm. Im Mittelpunkt der 110 Minuten sollte ihre 2008 erschienene CD "Unterwegs zu mir" stehen. Im Unterschied zu den Musikern, die mit Veronika diese CD einspielten, standen am Mittwoch andere Musiker auf der Bühne. Am Schlagzeug machte sich Heiko Jung breit, die Tasten waren gleich zweimal vertreten und mit mit den beiden Musikern Andreas Gundlach und André Gensicke besetzt. Eine gute Gitarre spielte Udo Weidemüller und der Bassgitarre entlockte Peter Inagava tolle Töne.
Veronika konnte ihre gesangliche Souveränität dank der guten Technik am Abend toll umsetzten. Die Lichtshow war ebenfalls sehr gut, und setzte die in zwei Jahren 40 Jahre auf der Bühne stehende Sängerin ins rechte Licht.
Es war natürlich auch bei diesem Konzert nicht zu überhören das die Lieder der neuen CD wie "Glückslied" oder "Schöner Mann" sehr gut ankamen. Aber trotzdem wartete man, wie bei Musikern mit den entsprechenden Jahren an Bühnenerfahrung üblich, auf die alten Hits, stellvertretend das "Klavier im Fluss" oder "Sommernachtsball". All diese Hits kamen natürlich toll an und besonders beim Titel "...dass ich eine Schneeflocke wär" war der Beifall riesengroß... das kann nicht nur an den kalten Außentemperaturen an diesen Tag gelegen haben. Die Künstlerin und ihre Band zogen die 110 Minuten ohne Pause voll durch, Vroni überließ ihren Musikern nur zweimal die Bühne, damit sie ihre Soli präsentierten konnten und dabei selbst im Fokus des Publikums standen.
Als Veronika Fischer zum Vorstellen der Band kam, erklärte Sie bei Andreas Gürtler (er war auch der männliche Gesangspart für Vroni auf der Bühne) "meine Partner werden auch immer Jünger... (Pause) ...ich meine die Gesangspartner". Überhaupt waren Vronis Ansagen an passender Stelle eingebaut und kamen an.
Zugaben gab es am Ende natürlich auch. Ganze vier Mal ließen sich Veronika Fischer und Ihre Band vom Beifall der Fans auf die Bühne zurück bitten. So klang der Abend mit der letzten Zugabe dann ganz weihnachtlich aus: "Leise rieselt der Schnee" wurde zum Gemeinschaftsprojekt der Musiker und der Fans.
Ein stellenweise besinnlicher und über die volle Länge des Konzertes beeindruckender Abend ging zu Ende. Ein kleines Gespräch Backstage mit Veronika brachte sie mir noch ein Stück näher. Eine sympathische Künstlerin die sich auch viel Zeit für Gespräche mit den Fans nahm. Und es ist nach all den Jahren immer noch so, dass sich etwas im Raum verändert, wenn Veronika Fischer auftritt. Sie hat eine wahrlich große Ausstrahlung!
Danach, während der Autofahrt nach Hause, ging mir der Song nicht aus dem Kopf. Welcher? Richtig, das eingangs erwähnte "Klavier im Fluss".



 

Foto Impressionen:
 
 
 

   
   
© Deutsche Mugge (2007 - 2020)

Wir nutzen Cookies auf unserer Website. Einige von ihnen sind essenziell für den Betrieb der Seite, während andere uns helfen, diese Website und die Nutzererfahrung zu verbessern (Tracking Cookies). Sie können selbst entscheiden, ob Sie die Cookies zulassen möchten. Bitte beachten Sie, dass bei einer Ablehnung womöglich nicht mehr alle Funktionalitäten der Seite zur Verfügung stehen.