IC Falkenberg live am 19.09.2008 in Berlin
(Albumpräsentation zu "So nah vom nächsten Meer")


Bericht: Petra Heinzel
Fotos: Petra Heinzel

 



 

gruss 20140226 1237999297Besser kann ein Start ins Wochenende nicht verlaufen. Schon seit einiger Zeit freute ich mich auf diesen Abend. Denn es war kein gewöhnliches Konzert, sondern die Präsentation des neuen Albums von IC Falkenberg.
Gegen 20:00 Uhr parkten wir kurz vor der Dammbrücke, da wir uns nicht in der Köpenicker Altstadt auf Parkplatzsuche begeben wollten. Beim Überqueren der Spree konnten wir daher bereits den Blick auf die "Freiheit" genießen. Die Spree ist zwar kein Meer, aber wir befanden uns auf dem Weg zum Album "So nah vom nächsten Meer". In fünf Gehminuten, am Wasser entlang, erreichten wir das schöne Gelände, an dem ein Segelschiff angetaut lag. Viele Bekannte waren bereits vor Ort. Dieses Ereignis wollte sich wirklich niemand entgehen lassen. Es war fast wie ein Klassentreffen, manch einer traf sogar seinen Studienkollegen.
Um 20:30 Uhr wurde das Licht im Saal gedämmt. Die Bühne erstrahlte im gemütlichen Licht, so dass die dicken hellen Kerzen, die rechts und links vor den weinroten Samtvorhängen auf schweren circa anderthalb meterhohen Metallständern standen, wunderbar zur Geltung kamen. Ein "Tiefenrauschen" erklang... ging in den Titelsong "So nah vom nächsten Meer" über und in diesem Moment erschien der in schwarz gekleidete IC Falkenberg auf der Bühne. Er setzte sich an sein Keyboard und begann zu singen: "Es wäre leichter nicht mehr zu gehen...". Gerne hätte ich ihm in diesem Moment über die Schultern geschaut. Wollte sehen wie seine Finger über die Tastatur gleiten. Und schon an dieser Stelle war sie da... die Gänsehaut. Das Publikum klatschte und jubelte. IC begrüßte alle: "Schönen guten Nabend in Köpenick". Gerade aus Köln vom Ostrock in Klassik zurück, möchte er uns das neue Album vorstellen. "Das nächste Lied beschäftigt sich mit dem Umstand, dass man weggehen muss um wieder zu kommen, ich will dich sehn." Anklagend hieß an dann "...weißt du wie viel Krieg im Augenblick ist?" in dem Lied "Du willst das nicht hörn". Und das macht eben IC aus! Nicht nur seine Musik, sondern auch die Texte sagen sehr viel aus. Er nimmt Kritik an der heutigen Gesellschaft und lässt uns an anderer Stelle wieder träumen. Die Musik passt er entsprechend an. Mal klingt sie sehr ruhig, die Tasten werden zart berührt, aber an anderer Stelle geht es kräftiger zur Sache. IC wechselte zwischen Keyboard und Gitarre. Als ich die ersten Töne von "Für Krieger wie uns" hörte, war ich wieder hin und weg. Mein Herz pochte, ich weiß nicht, ob man es sehen konnte, vielleicht bewegte sich meine schwarze Krawatte?! Ja, richtig an diesem wichtigen Abend war ich natürlich "ordentlich" gekleidet, mit Krawatte, ganz in schwarz. Und dieses Lied hatte ich bereits beim ersten Hören im Zickengang in Golzow, Mitte April, sofort in mein Herz geschlossen. Da dachte ich noch der Titel lautet "Das Parfüm". Auch nicht sehr abwegig, da es im Refrain heißt: "...wir sind das Parfüm unserer Tage..." Danach bekam ich etwas Zeit mich zu sammeln, IC präsentierte auf seinem Keyboard das Instrumentalstück "Turm". Andere Leute gehen, um ein Orchesterstück zu hören, zu anderen Veranstaltungen. Für "Turm" genügen mir IC und sein Keyboard, meine Ohren freuten sich. Drei weitere Lieder vom neuen Album folgten und IC schickte uns anschließend in die Pause: "Das wars mit den Liedern der neuen Platte". In der Pause zog es uns trotz Frische wieder ans Wasser. Andere wärmten sich mitten auf dem Gelände am großen Lagerfeuer. Kurz noch ein Getränk bestellt, ging es auch schon weiter mit "Zigeuner auf Zeit", "Wolf unter Wölfen" (widmete er an diesem Abend dem Jupp in Pankow) und IC machte seinem Image als Geschichtenerzähler wieder alle Ehre. Und dann ging es mächtig ans Herz, mit "...sag mir warum du schwebst wenn du über's Wasser gehst. Du hast mich verliebt...". Schwungvoll ging es mit "Piraten" weiter, auch ein Muss bei jedem Konzert.
Und dann lauschten alle, ich schätze mal etwas über 200 Zuschauer waren vor Ort, ICs Ansage: "Es gibt eine neue Band und die darf `Stern Akustisch` heißen. boot 20140226 1464424328So darf sie bis zum 31.12.2009 heißen. Am 11. Oktober ist die Premiere von Stern Akustisch in der Wabe. Es wird ein schöner Abend. Wir sind gerade schwer am Proben. Es macht großen Spaß... Es wird jetzt planetarisch bleiben mit `Wir sind die Sonne`". Viele seiner großen Hits folgten, wie "Die Hunde der Rebellen", "Euphorie", "Ich bin frei". Und gerade noch bei Ostrock in Klassik gehört, präsentierte er natürlich auch "Dein Herz" und "Eine Nacht".
IC dankte allen Freunden und Sympathisanten für Ihre Unterstützung und das Publikum tobte, ließ IC natürlich noch nicht von dannen ziehen. Er musste bzw. durfte erneut zur Gitarre greifen "Die fetten Jahre" sollten nicht fehlen. Genauso wenig wie "Wetter", bei dem das Publikum fleißig sang "Ich würde gerne mal mit dir übers Wetter reden". Mit "Besoffen und Verliebt" beendet IC üblicher Weise seine Konzerte. Nicht ohne Grund, denn das Lied endet mit: "...es gibt kein Wiedersehen", worauf IC noch hinzufügte: "Auf Wiedersehen, bis bald". Und dann geschah es, das Publikum gab keine Ruhe, der Saal bebte und... IC kam zurück auf die Bühne, und... ob ich das jetzt hier überhaupt schreiben darf... er meinte: "Hoffentlich spricht es sich nicht herum", und meinte damit den Fakt, dass er noch eine ungeplante Zugabe gibt. Zum Schluss noch mal mein Lieblingslied vom neuen Album "Für Krieger wie uns". Ich dachte in dem Moment, "Das geht doch gar nicht: Das ist ja schon mein Liebling vom Neuen, welch Überraschung".
Nach dem Konzert begab ich mich sofort zum Merchandisingstand, schnappte mir den neuen Silberling mit der fantastischen Musik. Die Vorderseite der Scheibe ist übrigens schwarz mit weißer Schrift, daher passt IC's Signierung in Silber wie die vielzitierte Faust. Das sieht schick aus. Nun unternehme ich gerade den Versuch etwas Negatives an diesem Abend zu entdecken. Und ich werde sogar fündig (oder auch nicht?)! Sollte ich erwähnen, dass das Konzert "schon!" kurz nach 23:00 Uhr mit einer ungeplanten Zugabe endete? Auf dem neuen, inzwischen 10. Soloalbum, ist ein Lied in dem es heißt: "...ich kann kein Ende finden...".




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