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Interview vom 3. Juli 2020



Elen (Betonung auf dem zweiten E!) wurde genau einen Monat vor dem Mauerfall in Ost-Berlin geboren. Schon mit sieben Jahren stand ihr Berufswunsch fest und sie notierte ihn in ihrem Diddl-Freunde-Buc: „Sengerin“ (Betonung auf dem ersten E!). In der Jugend probierte sie sich an Keyboard,001 20200706 1029331611 Schlagzeug und Gitarre aus. Kurz vor dem Abitur war das Fach „Chemie“ ihr Schicksal. Sie schmiss die Schule und machte fortan mit der Gitarre in der Hand Straßenmusik. Oft tat sie dies vor den Schönhauser Allee Arkaden oder auf dem Alexanderplatz in Berlin. Vielleicht seid Ihr der jungen Frau dort ja auch mal begegnet. Marius Müller-Westernhagen ist das jedenfalls passiert. Er entdeckte sie dort, hörte ihr zu - ohne dass Elen das bemerkte - und lud sie schließlich als Support auf seine Tour und als besonderen Gast auf die Bühne seines MTV-unplugged-Konzerts ein. Komplett in Eigenregie und durch die finanzielle Unterstützung einer selbst mobilisierten Crowdfunding-Gemeinde, veröffentlichte sie 2015 ein nach ihr selbst benanntes Album mit englisch gesungenen Songs. Der Wechsel hin zur Muttersprache und weitere neue Lieder entstanden. Alles ohne großes Label im Rücken und mit sehr viel Fleiß und Können schaffte sie es sogar ins Fernsehen zu "Inas Nacht". Nach ihrem Auftritt dort hielt sich ihre EP "Liegen ist Frieden" tagelang auf Platz 3 der iTune-Charts. Inzwischen ist ihr Album "Blind über Rot" erschienen, startete gleich auf Platz 10 der Album-Chartst und machte hier in der Redaktion auch seine Runde. Man kann durchaus von Begeisterung sprechen, was die Scheibe hier hinterließ, weshalb wir die Künstlerin auch zu einem Interview zu uns einluden. Unsere Kollegin Sarah sprach vor ein paar Tagen mit Elen. Hier das Ergebnis ...




Hallo Elen, schön, dass es mit dem Interview geklappt hat. Wie geht es dir genau eine Woche nach dem Release?
Oh, ich bin gerade ein wenig am Entspannen. In den ersten Tagen danach war es ein wenig lochmäßig. Aber jetzt fühlt es sich gerade einfach schön an. Es ist geschafft. Es ist fertig. Es ist raus in die Welt und ich kann mich jetzt erstmal etwas zurücklehnen.

"Blind über Rot" ist direkt auf Platz 10 in den Album-Charts eingestiegen - herzlichen Glückwunsch an dieser Stelle natürlich. Wie hoch waren die Erwartungen? Hast du damit gerechnet?
Danke dir! Ich habe es ganz doll gehofft. Ich habe natürlich nicht wirklich damit gerechnet. Wobei was heißt "nicht damit gerechnet". Ich wusste überhaupt nicht, wovon ich ausgehen kann.002 20200706 2053976969 Ich konnte mir auch nicht vorstellen, was ausschlaggebend sein könnte. In der Woche der Veröffentlichung haben wir uns Chartstrends angesehen und da waren wir dann schon auf Platz 9. Und ich habe einfach nur große Augen gekriegt und gedacht: "Boah, wenn wir das halten können, das wäre total großartig." Und das hat ja dann schönerweise auch geklappt.

Es wird ja auch ordentlich die Werbetrommel für dich gerührt. Egal, wo ich hinschaue - ob im Internet, Fernseher oder Radio - überall begegnest du mir.
(Elen lacht.) Bin ich nicht unzufrieden mit.

Das glaube ich dir. Wie nimmst du das wahr?
Ich gucke gar kein Fernsehen, deswegen entdecke ich es dort beispielsweise gar nicht. Ich finde es nur immer lustig, wenn dann zum Beispiel der Nachbarsjunge ankommt und sagt: "Heute Morgen warst du wieder im Fernsehen - also deine Werbung." Oder dass eine Freundin von seiner Mutti gesagt hätte: "Ich hab euer Haus im ZDF gesehen." Das ist dann immer total schön und niedlich.

Dein erstes Album war ja noch englischsprachig. Wie kam es dazu, dass du jetzt auf Deutsch schreibst und singst?
Das kam eigentlich hauptsächlich, weil ich selber schreiben wollte und mein Englisch dafür viel zu schlecht ist, ganz einfach. (Elen lacht.) Total die simple Antwort, aber so ist es halt.

Und die Musik, die du jetzt machst, ist vom Stil auch das, was du hörst?
Ja, also ich entdecke gerade ein bisschen die deutsche Musik für mich. Vorher habe ich tatsächlich hauptsächlich englischsprachige Titel gehört. Da war es zum Schluss hin eher so Bon Iver, Bishop Briggs und was ich auch unglaublich gerne höre ist Angus and Julia Stone. So in der Richtung auf jeden Fall.

003 20200706 1077474911Wenn du jetzt jemanden, der dein Album noch nicht gehört hat, beschreiben müsstest. Wie würdest du das machen?
Boah, das ist voll schwer. Was es auf jeden Fall ist - es ist Deutschpop, würde ich sagen. Aber es ist trotzdem … was heißt trotzdem?! Nein, vielleicht kann man am Besten "Indie-Pop" dazu sagen. Es ist halt nicht die ganze Zeit so voll auf die 12 und alles so "radiogetrimmt". Ich habe da tatsächlich selber schon öfter drüber nachgedacht und es fällt mir wirklich sehr schwer, das zu beschreiben.

Ich denke bei seinem eigenen Album ist das immer etwas schwer, denn jedes Lied hat seine "Daseinsberechtigung". Aber welches Lied bedeutet dir auf "Blind über Rot" am meisten und wieso?
Also … eigentlich ist das schwierig, weil es auch immer ein bisschen auf den Tag ankommt. Aber "5 Meter Mauer" auf jeden Fall. "Blind über Rot" ist mir auch ziemlich wichtig. "Luftschlösser" finde ich selber sehr schön und "Happy End" eigentlich auch. Diese vier würde ich sagen. - Also wenn ich mich jetzt für zwei entscheiden müsste, wären es "5 Meter Mauer" und "Blind über Rot".

Letzteres ist ja auch der Name vom Album geworden. Wieso hast du dich dafür entschieden?
Der Song spiegelt, denke ich, die Stimmung der ganzen Platte am besten wider. Und ich glaube, er spiegelt auch mich als Person in sehr einfacher Form wider. Und es war auch tatsächlich der erste Song für das Album bei dem ich dachte "Ohja, jetzt funktioniert's." Es sind also verschiedene Sachen, die da zusammenkommen.

Wie lange hast du an dem Album geschrieben?
Ich habe 2016 angefangen und habe bis letztes Jahr Sommer, würde ich sagen, geschrieben. Also drei Jahre. Und die restliche Zeit war dann Produktion und noch die ganze restliche Arbeit, die zu machen ist, wie z.B. auch das Artwork. Bis zur Veröffentlichung waren es dann insgesamt vier Jahre.

004 20200706 1227719115Und wie geht es jetzt weiter? Wir hoffen natürlich sehr auf Live-Termine - soweit sie in Zukunft wieder möglich sind.
Wir werden sehen, wie es weitergeht. Aber ich glaube, das lässt tatsächlich noch auf sich warten. Was ich gerade versuche anzuschieben, sind ein paar Hofkonzerte, die ich dann hier mache. Da bin ich jetzt gerade dabei, das vorzubereiten. Weil ansonsten ist es ja aktuell wirklich nicht möglich. Die Clubs sind alle zu, da kann man nicht hin. Die großen Konzerthäuser sowieso. Was man sich vielleicht noch überlegen könnte, wären Kinos oder so. Aber das ist auch Quatsch. Deswegen mache ich lieber hier etwas vor der Tür. Wir haben hier so viel Platz. Da können dann wirklich ein paar Leute kommen, ohne dass man sich wegen irgendwelcher Ansteckungsgeschichten Gedanken machen muss.

Du sagst es gerade. Ihr habt viel Platz. Denn ihr seid nicht mehr in Berlin. Was hat dich dort fortgetrieben?
Ach ich glaube, das sind so mehrere Sachen zusammen. Erstmal ist Stadt ja immer laut und stickig und grau. Außerdem finde ich es auch ziemlich eng. Wenn ich jetzt nach Berlin komme, fühle ich mich da eigentlich immer ziemlich eingeengt. Ich weiß nicht, ob ich das früher auch so bewusst wahrgenommen habe. Aber wenn ich hier draußen bin, da habe ich halt `nen Horizont und den habe ich in Berlin nicht. Außerdem sind wir beide - also Andi, mein Süßer, und ich - an sich überhaupt nicht so die Typen, die jetzt so krass unterwegs sind. Also wir waren nie wirklich Party-Gänger oder irgendwie im Kino oder so. Und das Einzige, was wir hier vermisst HÄTTEN, wenn wir nicht am polnischen Grenzübergang wohnen würden, wäre der Späti. Aber in Polen haben sie echt 24 Stunden auf. Also wenn wir mal irgendwas schnell brauchen, Kaffee oder `ne Packung Kippen, dann haben die das auch. Das ist ganz cool. Dafür kann man dann auf den ganzen anderen Stadtstress verzichten.

Aber gibt es auch etwas, was du von Berlin vermisst? Also vom Späti abgesehen.
Ja, tatsächlich einfach die Menschen. Also es ist schon recht einsam hier. Die Nachbarn sind zwar nett, und das ist alles, alles gut so. Aber die Freunde sind derzeit eben auch ziemlich weit weg. Da baut man sich jetzt hier langsam etwas wieder auf. Aber es ist trotzdem so, dass der menschliche Kontakt ein bisschen schwieriger geworden ist. Einfach mal spontan zu jemanden hinfahren ist von hieraus auch nicht so einfach.

Hast du dich mit dem Umzug nun auch von der Straßenmusik verabschiedet?
Nee, von der Straßenmusik habe ich mich schon vorher verabschiedet. Also ich war schon in den letzten vier Jahren, in denen ich am Album gearbeitet habe, hin und wieder mal spielen, aber nicht sehr regelmäßig. Also es hat zwei Gründe. Der eine Grund ist die Schwierigkeit in Berlin mit dem Ordnungsamt.005 20200706 1458690909 Das ist aber eigentlich nur ein Auslöser gewesen und nicht der Hauptgrund. Der Hauptgrund war einfach der, dass ich mir überlegt habe, ob ich mit 60 noch bei Minus 10 Grad auf dem Weihnachtsmarkt stehen will.

Gibt es ein Erlebnis aus deiner Zeit als Straßenmusikerin, das du nicht vergessen wirst? Und kannst du uns dies erzählen?
Ja, ich weiß gar nicht, wie ich das erklären soll, weil die Geschichte wirklich krass ist. Also es kam eines Tages im Sommer eine Frau auf mich zu, die hat mich gefragt, ob sie mich mal drücken darf. Sie hat das dann auch gemacht und mir hinterher erzählt wieso. Und zwar hatte sie damals eine kleine Cover-CD von mir gekauft und ihrem Sohn vorgespielt. Sie hat mir erzählt, ihr Sohn sei Autist und hatte nie einen wirklichen Bezug zur Musik. Dabei war die ganze Familie sehr musikalisch, die machen sehr viel Musik zusammen - tanzen, singen und so. Und er konnte damit nicht wirklich etwas anfangen. Sie meinte, als sie ihm diese Songs vorgespielt hat, hat er sich davon wohl abgeholt gefühlt. Da war sie so froh drüber und kam dann halt zu mir und wollte sich bei mir bedanken. Die Geschichte ist so krass. Denn das sind auch die Momente, wofür man das ja macht. Ich war da richtig sprachlos und echt gerührt. Das hat mich sehr gefreut. Das werde ich echt nicht vergessen.

Lass uns nochmal ein paar Jahre zurückgehen. Du warst Teilnehmerin der ersten Staffel von The Voice of Germany. Wie schaust du heute darauf zurück?
Für mich ist da alles cool. Eigentlich war es für mich mehr so ein neugierig sein. Es hat mich halt einer angequatscht auf der Straße und meinte: "Hast du nicht Lust? - Hier ein neues Format. - Brauchst auch nicht anstehen." Und dann habe ich mir das einfach mal gegönnt und mir angeguckt. Ich fand das interessant und hab auch nicht damit gerechnet, dass die mich dann weiter durchwinken. Dann war es aber doch so und es war so eine ganz gute Erfahrung zu sehen, wie das eigentlich so läuft in der Medienwelt.

Würdest du heute jemandem empfehlen bei einer solchen Casting-Show mitzumachen?
Naja, es kommt darauf an, was er damit erreichen will. Um das jetzt als Karrieresprungbrett zu nutzen - auf gar keinen Fall. Da sollte man sich um andere Sachen kümmern. Einfach um es mal gemacht zu haben, um da mal reinzuschnuppern und das kennenzulernen, klar. Solange du Spaß dabei hast, ist alles gut: Mach!006 20200706 2092999549 Weil letztendlich geht es um die Sendung. Die meisten Leute, die das gucken, sind Fan von der Sendung und die werden sich dann die nächste Staffel angucken und dann haben sie da wieder einen neuen Liebling. Wie gesagt, um mal zu gucken, wie das so abläuft, kann man das mal machen - muss man aber nicht.

Es gibt ja auch ein paar Musiker, die dabei waren, von denen man direkt danach nichts mehr gehört hat und Jahre später feiern sie Erfolge. Max Giesinger, Michael Schulte und jetzt ja auch du. Und da würde ich behaupten, das liegt nicht daran, dass ihr Jahre vorher bei einer Casting-Show mitgemacht habt.
Ich mein, klar, es wird immer wieder angesprochen. Und ich denke mir auch: "Das hättest du jetzt nicht unbedingt machen müssen." Aber so ist es halt und es gehört eben dazu. Es war ja auch nicht schlimm. Die Leute waren alle sehr nett und es war auch nicht ganz unspannend. Ich hab ja bis dahin nur Straßenmusik gemacht und hatte von der ganzen Medienwelt gar keine Ahnung. Man hat auf jeden Fall was kennengelernt. Es war jetzt nicht blöd. Und solange man nicht versucht, sich damit irgendwelche Karriereziele zu stecken und mit Castings versucht diese zu erreichen, ist alles gut.

Ich muss ja sagen, dass mir dein Album sehr gut gefällt und ich auch viel Freude an der Rezension hatte. Seitdem habe ich eigentlich immer wieder ein Lied von "Blind über Rot" im Kopf. Das hatte ich schon lange nicht mehr.
Danke dir! Das freut mich natürlich sehr!

Ein Thema, das sich ja ein wenig auch durch dein Album zieht ist die Offenheit - insbesondere die Offenheit zur Schwäche. Ob jetzt bei "Blind über Rot" mit "Ich weiß, ich bin nicht immer einfach." oder bei "Lass uns ja nicht drüber reden", wo du deinem Gegenüber den Spiegel vorhältst, ihm zeigst, du weißt um seine Schwierigkeiten. Mit dem Refrain bohrst du ja genau in dieses "Schönmalen" und das Verstecken der Probleme. Wieso ist dir das Thema so wichtig?
Ich kenne Leute, die immer alles, was irgendwie nicht so ganz geklappt hat oder nicht perfekt war, gleich verstecken mussten. Da leidet man dann manchmal auch als Umfeld drunter. Man kann sich dann auch nicht gemeinsam auf die Terrasse setzen und über alles Mögliche reden,007 20200706 1735932577 denn dann hört ja der Nachbar was. Wo ich denke: "Na und? Ist doch egal." Aber da war dann doch eher die Reaktion "Ja, aber nicht so laut." oder "Wenn wir jetzt darüber reden, müssen wir aber reingehen."

Wie nimmst du es aktuell wahr? Ich habe das Gefühl, unsere Generation - wir sind ja ungefähr gleich alt - wird dabei aber entspannter. Wir "photoshoppen" in unserem Leben nicht (mehr vielleicht) so viel, wie beispielsweise die Influencer-Generation.
Auf jeden Fall was unsere Generation betrifft, ja. Ich hab heute so einen Instagram-Channel entdeckt, wo eine Frau zeigt, was Posen und was eine natürliche Haltung ist. Und wie es dann auf den Fotos aussieht beziehungsweise wie es in echt wäre. Die Unterschiede sind da schon krass. Aber ich glaube das betrifft dann eher die jüngeren Generationen - also jünger als wir. Es spielt jedoch sicher in jede Generation irgendwie mit rein. Da können wir nur einfach versuchen, Vorbild zu sein.

Ich bin in deinem Pressetext direkt über den Anfang gestolpert. Wobei ich dem nicht ganz widersprechen würde. Aber da steht "Elen ist eine Ausnahme in den schöngefärbten Mustern aktueller Karrieren im deutschen Popbusiness. Noch dazu, wenn es sich um solche von Frauen handelt." - Nicht falsch verstehen. Ich finde auch, dass du herausstichst. Dennoch klingt es, als gäbe es kaum deutsche Sängerinnen, was ja absolut nicht der Fall ist. Was denkst du, wieso besonders die Frauen in Deutschland es schwer haben, wirklich wahrgenommen und auch im Radio gespielt zu werden?
Das ist tatsächlich eine sehr schwierige Frage. Was man auf jeden Fall merkt, ist, dass weibliche Künstler nicht so stattfinden. Ein gutes Beispiel dafür ist ja auch "Sing meinen Song", wenn man sich mal genauer anschaut, wie das so aufgeteilt ist. Ich weiß nicht genau, woran das liegt. Ob es tatsächlich daran liegt, dass weniger Mädels Musik machen. Ich kann es mir fast nicht vorstellen. Und die Jungs dann eher so sind, dass sie sagen: "Ich gehe das Risiko ein und mache mich auf den Weg Richtung Musikkarriere." Denn es ist ja auch riskant. Der Schuss kann ja auch nach hinten losgehen. Dann stehst du am Ende da und hast es eben nicht hinbekommen. Ich kann gar nicht so richtig sagen, woran es liegt. Das ist auf jeden Fall kompliziert. Was ich auf jeden Fall gehört habe, ist, dass im Musikgeschäft noch Lohnungleichheit herrscht. Da rede ich jetzt aber nicht von Künstlern, sondern von allem Drumherum … Labels, Verlage und so. Das ist echt schwer.

Tauscht man sich als Musiker untereinander dazu aus?
Dazu müsste ich erstmal andere Künstlerinnen kennenlernen. Ich hab ja das allermeiste auf meinem Album mit Jungs geschrieben. Und tatsächlich nur einen Song mit einer Frau. Das war schon auffällig. Ich hab da auch schon oft gedacht: "Mensch, ich würde gerne auch mal mit Mädels zusammen Songs schreiben."008 20200706 1139006723 Das habe ich auch mal dem Verlag weitergegeben. Dazu gab es dann auch Vorschläge, aber das waren auch nicht so viele. Vielleicht ist das wirklich echt an weiblichen Songtextern unterbesetzt. Das ist jetzt das, was ich so berichten kann.

Gibt's denn jemand bestimmten, mit dem du gerne mal zusammenarbeiten möchtest? - Egal, ob Frau oder Mann. Also deutschsprachig finde ich CÄTHE ziemlich cool. Wenn wir jetzt mal bei den weiblichen Künstlern bleiben: Antje Schomaker mag ich auch ganz gerne. Und "nicht weiblich" mag ich KLAN ganz doll.

Wie geht's denn jetzt so weiter?
Das ist eine gute Frage. Ich fang jetzt auf jeden Fall wieder an zu schreiben. Das hab ich schon lange nicht mehr gemacht. Da freue ich mich jetzt drauf. Mich dann wieder mit meinen Jungs treffen, die habe ich nämlich schon wieder ewig nicht mehr gesehen - yeeeeah! Dann habe ich noch eine Idee für einen Song mit einem Video, den dann nächsten Monat rauszuhauen. Aber da muss ich auch erstmal schauen, wie schnell wir da sind. Ich wollte auf jeden Fall nicht so lange auf mich warten lassen, um mit was Neuem zu kommen. Und was die ganze Live-Kiste angeht, ist aktuell gar nichts im Plan - außer die Geschichte auf meinem Hof jetzt. Ich glaube ja auch nicht, dass es dabei bleibt mit dem Verbot für Großveranstaltungen bis Ende Oktober. Sondern, ich glaube, das wird noch über den ganzen Winter so weitergehen. Ist nur so ein Gefühl.

Dann freue ich mich mal auf die Bekanntgabe deiner Hof-Konzert-Termine.
Ohja. Ich hab schonmal die Klos geordert. Klos sind das wichtigste. Ich will das ja auch nicht nur einmal machen. Ich mach jetzt erstmal so ein Testding. Und wenn es gut wird, dann mach ich es gerne nochmal und nochmal und nochmal.

009 20200706 2099618146Das klingt super! Ich danke dir für deine Zeit. Möchtest du noch einen Gruß an die Leser*Innen hinterlassen?
(Elen überlegt.)

Album kaufen!
Ja, das hab ich auch gerade überlegt. Aber das war mir dann doch etwas zu platt! - Ja, supportet die weibliche Künstlerszene!

Und das nicht nur über die Streaming-Dienste, sondern auch mit dem CD-Kauf!
Ja, das stimmt. Das wäre natürlich wünschenswert. Aber wenn die Leute streamen und dabei ihren Bezahlaccount haben, dann ist das ja auch okay. So ist es halt heutzutage. Muss man halt eben mit arbeiten. Ich streame ja auch, deswegen kann ich nicht andere Leute anmeckern deswegen. Wobei ich mir ja auch die Platten kaufe, wenn sie mir richtig gut gefallen. That's the way!

Ich wünsche Dir noch viel Erfolg mit deinem Album und viel Freude! Und hoffentlich bis bald mal bei einem Live-Auftritt. Vielleicht ja sogar auf deinem Hof.
Ich danke dir und ja, das würde mich auf jeden Fall freuen.



Interview: Sarah Müller
Bearbeitung/Vorwort: Christian Reder
Fotos: Pressematerial (Christoph Köstlin), Pro7/Sat 1





   
   
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