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Interview vom 27. Februar 2020



Sie ist zarte 15 Jahre alt, doch wenn man die Augen schließt und ihr beim Singen zuhört, käme man da auch mit Hilfestellung nicht drauf, dass sie noch so jung ist. Eine solche Stimme und eine so handwerkliche Reife würde man einem Mädchen in ihrem Alter eher nicht zutrauen. Mit "Soulmate" hat sie gerade ein sehr beeindruckendes Debüt vorgelegt (Rezension siehe HIER) und man darf gespannt sein, wohin ihre Reise gehen wird.001 20200229 1079598922 Die Vorzeichen für eine große Karriere stehen jedenfalls sehr gut. Wohin muss man reisen, um die jüngste Folkrockbluescountry-Sängerin hierzulande kennen zu lernen? Logisch, in die älteste Stadt (hierzulande) muss man kommen, auf nach Aschersleben! ...




Liebe Hanna Rautzenberg, herzlich willkommen zu unserem kleinen Interview und vielen Dank, dass ihr beide, Du und deine Mama, etwas Zeit für die Deutsche-Mugge bzw. deren Leserschaft mitbringen konntet! Sag, sollte ich Dich siezen?
Hanna Rautzenberg: Nein, bitte nicht! Ich finde dieses "Sie" eher furchtbar, es bringt soviel Abstand. Meistens werde ich ohnehin geduzt, schon beim ersten Schriftverkehr. Da bin ich eigentlich auch ganz zufrieden damit.

Ok, das freut mich natürlich, machen wir so. Und die Frau Mama?
Susann Rautzenberg: Die sieht es ganz genauso (lacht!) (alle lachen!)

Hanna, Dir voraus eilt seit Januar diesen Jahres (2020) ein außergewöhnlich gelungenes Debüt-Album namens "Soulmate", zu welchem ich Dir erst einmal herzlichst gratulieren möchte!
Hanna Rautzenberg: Vielen Dank!

Du wirst vermutlich viele der folgenden Fragen wieder und wieder zu beantworten haben, die Deutsche-Mugge.de als mein „Dienstherr“ in dieser Mission ist sicher nicht das einzige an einem Interview interessierte Magazin in diesen Wochen nach der Veröffentlichung von SOULMATE. Wie sieht dein Promotion-Kalender aus? Hast Du überhaupt noch Zeit, ab und an zur Schule zu gehen? (-:
Hanna Rautzenberg: Vielleicht ist es ja mein Glück in dieser Hinsicht, dass ich unter der Woche nicht allzu viel mit Freunden unternehme. Deshalb merke ich gar keinen so großen Einschnitt in meiner Zeit. Ich hatte schon immer die zwei Schwerpunkte "Musik" und "Schule" in meinem Leben und diese beiden Sachen bringe ich ganz gut unter einen Hut, denke ich.

002 20200229 2087439013Nehmen Mitschüler und Lehrer dein Schaffen als Musikerin wahr?
Hanna Rautzenberg: Ja, schon! Das bekommen dank Social-Media alle irgendwie mit, aber es ist eigentlich gar nicht so sehr das Thema. Meine Musiklehrerin ist begeistert und mein Sportlehrer, der auch aktiv Musik macht, hat mich schon für ein paar Songs auf die Bühne gebeten!

Bevor wir näher auf dein Album eingehen, erzähle uns bitte etwas über Dich! Seit wann beschäftigt Dich die Leidenschaft zur Musik, wie und wodurch kamst Du zu ihr und auf die Bühne? Du singst nicht ausschließlich, die Gitarre und das Klavier sind Dir vertraute Instrumente, wie kamst Du zum aktiven Musizieren und wie steht es um deine Fertigkeiten?
Hanna Rautzenberg: Angefangen habe ich mit vier Jahren in der musikalischen Früherziehung, da wurde getrommelt. Mama war da auch noch mit dabei. Sie hat wohl ein gewisses Talent gewittert. Etwas später habe ich mich dann fürs Geigenspiel entschieden weil ich doch so ein großes Fan-Girl von David Garret war! Das habe ich dann bis zur siebten Klasse durchgezogen. Als ich später die Popmusik für mich entdeckte und auch merkte, selbst immer mehr singen zu wollen, wurde mir klar, dass die Gitarre wohl besser dafür geeignet ist. Die Grundlagen dafür bekam ich von der Musiklehrerin beigebracht. Irgendwann wollte ich dann aber keine Kinderlieder mehr spielen und machte mich auf eigene Faust schlau.
Susann Rautzenberg: Thema Youtube!
Hanna Rautzenberg: Genau! Dort kann man sich ja alle Akkorde und so etwas anschauen. In der Theorie bin ich zwar eine komplette Niete, spiele das meiste auswendig. Ich kann aber schon grundsätzlich Noten lesen, habe mir nun auch wieder die Geige hergenommen und bilde mich auf diese Art weiter. Vor etwa vier Jahren kam noch das Klavier hinzu. Das legte ich jedoch recht bald wieder zur Seite. Für ein bisschen Liedbegleitung und so etwas reicht es allemal, auf der Gitarre fühle ich mich aber wohler. (schmunzelt halbverlegen) 2017 hatte ich dann hier in Aschersleben zur "Fete de la musique" meinen ersten Auftritt, allein mit der Gitarre und meinem Gesang. Ja, so war das ...

Du hast eine außergewöhnlich reife und volle Gesangsstimme. Sicher gibt es Künstler, die Du verehrst, von denen Du dein Repertoire an Färbungen und Phrasierungen beziehst. Wer sind deine Idole? Welche Musik begeistert, ergreift Dich? Und womit kann man Dich „jagen“?
Hanna Rautzenberg: Dankeschön! Ja, wie war das mit der Stimme?! Das kam von allein, irgendwann im Stimmbruch. Da habe ich eher zufällig entdeckt, dass ich so rau gesungen habe. Und das habe ich dann als Technik gelernt, anzuwenden. Zum Glück hat sich das bis heute nicht verwachsen (lächelt).003 20200229 2052594466 Ich kann auch schön und klar singen, aber bei meinen eigenen Liedern kommt es immer so heraus wie man es eben auf "Soulmate" hört. Meine Vorbilder sind zum Beispiel die Rolling Stones, Bruce Springsteen, Tom Petty oder James Bay. Ich mag das Raue, den Blues in der Stimme!

 ... das sind ja nun ausnahmslos Männer!
Hanna Rautzenberg: Ja, schon, aber ich finde die halt irgendwie cooler! Klar, Melissa Etheridge ist natürlich auch Klasse, aber das wars dann auch schon fast!

Das ist schon ein Musikgeschmack, sehr anders als der der meisten deiner Altersgenossen, oder?
Hanna Rautzenberg: Absolut. Ich bin aber schon längst daran gewöhnt. Wenn ich Musik auflege, ist es eben meistens nicht das, was die anderen gern hören wollen, aber ich kann halt nicht so gut Lena Meyer Landrut oder Taylor Swift.

Wie wird es nach der Schule weitergehen mit Dir? Ab zum Musikstudium oder gleich in den Tourbus, was meinst Du? Oder beides? Oder doch die kaufmännische Lehre im örtlichen Supermarkt? [wehe!!!]
Hanna Rautzenberg: Tourbus natürlich! Das wär total klasse! Aber im Ernst, ich möchte schon gern in der Musik weitergehen, klar! Ob es ein traditionelles Hochschulstudium sein wird, weiß ich noch nicht zu sagen. Nach dem Abitur möchte ich wohl erstmal ein freiwilliges soziales Jahr machen und mich währenddessen musiktheoretisch ein bisschen fitter machen. So könnte sich ein Studium sicher besser stemmen lassen. Ziemlich interessant finde ich die Pop-Akademie in Mannheim. Naja, mal sehen - "könnte", "eventuell", "vielleicht" ...

Auf deiner CD dankst Du sehr innig deiner Familie, zuvorderst sicher deinen Eltern! Für die Unterstützung deines Werdegangs als Musikerin. Und in der Tat, Mutter Susann steht nicht nur wohlwollend nickend abseits, sondern auch in den Credits, als deine Background-Sängerin! Famos! Tüfftelt ihr also gemeinsam an deinen Kompositionen, bevor sie das Haus Rautzenberg in Richtung Studiosession verlassen dürfen?
Hanna Rautzenberg: Meine Mutter macht ja nicht nur den Backgroundgesang! (beide lachen verschwörerisch) Wir haben tatsächlich ein eher schwesterliches Verhältnis zueinander. Wenn ich an einer Idee lang genug herumprobiert habe und überzeugt genug bin, ist Mama die erste, die es zu hören bekommt und die mir sagt: "super" oder eher "naja, da müsstest Du vielleicht nochmal ran".

004 20200229 1779570588Dein Gesangstalent, geerbt von der Frau Mama?
Hanna Rautzenberg: Gut möglich!

Gibt es noch weitere, möglicherweise „verdeckte“ Mittäter im Hause Rautzenberg?
Hanna Rautzenberg: Nein, nicht musikalisch jedenfalls. Papa unterstützt die Sache natürlich grundsätzlich, aber im "Geschäft" stehen wir zu zweit.

Das graphische Layout deines Werks (zwei Portraitbilder mit Gitarre) ist sehr stimmig zum musikalischen Inhalt gestaltet. Eher intro- als extrovertiert und doch mit einer gesunden Portion gelassenen Selbstvertrauens. Es wirkt zeitlos! Bist Du die Person auf den Bildern?
Hanna Rautzenberg: Ja, das bin ich auf dem Cover, absolut. Eine befreundete Hobby-Fotografin hat das Shooting mit mir gemacht und die gelungensten Bilder gaben wir dann an eine Grafikerin. Wie es auf dem Cover wirken sollte, wussten Mama und ich recht genau, das musste eigentlich nur umgesetzt werden. Und wurde es auch sehr gut! Dieses Schwarz Weiß der Bilder und der rote Schriftzug entspricht eben genau meiner geliebten Epiphone!

Apropos Gitarren: Spielst Du ausschließlich auf dieser erwähnten Epiphone?
Hanna Rautzenberg: Nein, ich habe schon noch andere Instrumente. (Überlegt kurz) Da sind fünf Gitarren plus Klavier und einem E-Bass bei mir zuhause.

Hört hört, das ist schon ein beachtlicher Fuhrpark für eine so junge Musikerin!
Hanna Rautzenberg: Stimmt schon, andere in meinem Alter wünschen sich halt eine Play-Station oder so etwas. Ich sage dann eher: "Mama, ich brauche noch eine Telecaster!" Das ist mir wichtiger als ein Handy oder so ... Hihi ... Ein absoluter Schatz ist übrigens meine blaue Stratocaster. Die hat ein Kumpel von mir ausgerechnet auf dem Müll entdeckt! Da wurden neue Saiten aufgezogen, hier und da etwas eingestellt. Klingt wunderbar!

005 20200229 1947081080Stratocaster, etwa die ganz clean eingespielte bei deinem Song "Romeo"?
Hanna Rautzenberg: Nee, das ist eine Gitarre aus dem Studio. Eine chinesische Squier classic Vibe 50s von Alex Wurlitzer, dem Studiobetreiber. Aber mein blauer Schrottschatz ist gleich im ersten Lied "Falling Apart" zu hören!

Nun etwas ausführlicher zur Musik, zum Album selbst. Kategorien sind manchmal so schwierig, mitunter gar desorientierend. Dennoch muss dem unbedarften Hörer ja irgendwie schon vorab mitgeteilt werden: "Soulmate" ist das Gegenteil heutiger Mickey-Mouse-Quietschecomputermusik. Ich bezeichne deine Musik als Singer-Songwriter/Folkrock. Habe ich dein Einverständnis oder würdest Du es anders einordnen?
Hanna Rautzenberg: Ja, das stimmt schon so, da gehe ich mit. Man könnte vielleicht noch hinzufügen: es schwingt auch immer eine Portion Blues, Soul und Country mit. Mein Anliegen war ja von Anfang an, dass nicht jeder Titel gleich klingen soll.

Tut er ja auch nicht!
Hanna Rautzenberg: Das beruhigt mich, zu hören!

Du hast mit den auf "Soulmate" enthaltenen 10 Titeln ein absolut ausgewachsen wirkendes Werk vorgelegt. Deine Texte drehen sich vornehmlich um das große Thema „Liebe“ mit all seinen Facetten. Die Lyrics sind leider nicht im Booklet abgedruckt, wirken aber verblüffend echt und gar nicht aufgesetzt. Eine junge Frau singt ergreifend echt von Liebe und Verlust, von aufgewühlter Zuneigung wie verzweifeltem Verzicht. Beschreibst Du in deinen Liedern tatsächlich selbst durchlebte Szenarien? Brauchst Du reale Geschehnisse als Gedanken-Plott oder generierst Du deine besungenen Geschichten aus deiner bloßen Imagination heraus?
Hanna Rautzenberg: Meine Texte habe ich selbst geschrieben, Mama ist Zeugin! (schmunzelt) Klar, wenn ein Lied entsteht, habe ich schon irgendein Bild, ein bestimmtes Thema im Sinn. Die meisten Songs entstehen dann irgendwie beim Tun.
Susann Rautzenberg: Hanna war schon immer ein ganzes Stück weiter, wir mussten sie auch früher einschulen. Und sie umgibt sich oft wie von allein mit Älteren.

006 20200229 1791000298Das hieße ja, Hanna, Du schmeisst mit deinen fünfzehn Jahren schon die Klasse 10?
Hanna Rautzenberg: Hmm, ja. Stimmt. Also, zu den Songthemen und meinen Lyrics: hier und da baue ich schon Begebenheiten ein, die sich tatsächlich abgespielt haben. Aber beispielsweise bei "Romeo" - den Song hatten wir ja schon kurz erwähnt - spielte ich eher mit allgemeinen Gedanken zum Thema Liebe und dem Wunschtraum einer jeden Frau und so (lacht herzlich!) ...

Bist Du vorbereitet auf all die kommenden Verehrer, die sich alsbald Hals über Kopf in Hanna Rautzenberg verlieben werden? Hat „Vaddi“ Rautzenberg schon Strom auf den Gartenzaun gelegt?
Hanna Rautzenberg: Ähmm, das nicht. Aber eine Axt steht immer parat! Wir sind vorbereitet! (alle lachen ... noch)

Aber wir wollten ja gerade über das Werk als solches reden, also: Vermutlich DER gestalterische Motor, was Arrangements und Soundbild von "Soulmate" angeht, ist Alexander Wurlitzer. Gitarrist, Produzent, Toningenieur und Mischer in Personal-Union. Respekt! Er ist bei Deutsche-Mugge längst kein Unbekannter und seinerseits bereits 2014 mit seinem Album „Out Of Stock“ angenehm aufgefallen (siehe HIER). Wie seid ihr aneinander geraten, wie kam es zur Zusammenarbeit?
Zu Alex kam ich wiederum durch meine Eltern. Sie machten mir einen Studiotag bei ihm zum Geschenk. Das waren damals noch Coversongs, die wir aufnahmen. Aber die waren wohl schon recht gut und seither kennen wir uns. Als dann meine eigenen Ideen reif genug waren, habe ich sie ihm vorgestellt und er machte sich an die Arbeit, die passenden Musiker anzusprechen und die konkreten Arrangements zu schreiben.

007 20200229 1102361966Wie würdest Du - aus dem Bauch heraus - das Verhältnis „Rautzenbergsche Original-Komposition“ zu „Wurlitzsches Arrangement“ auf "Soulmate" beschreiben? Habt ihr zusammen getüfftelt bspw. zur Instrumentierung oder Stilistik der einzelnen Songs oder hat Alexander das im Alleingang im Studio erledigt?
Hanna Rautzenberg: Fifty fifty! Das ist eine echte Symbiose zwischen ihm und mir! Er bekam die Urversion meiner Songs und arbeitete damit im Studio weiter. Immer wieder gab es dann Zwischenmeldungen, in denen er mich fragte, ob es so in die gewünschte Richtung ginge. Das tat es! (lächelt) Aber natürlich kam es auch zu echten Treffen. Gerade mit dem Drummer Toni Wendenburg haben wir einige male zu dritt an konkreten Passagen und Ausdrucksmöglichkeiten für die verschiedenen Stücke gearbeitet. Um den Bläsersatz und die weiteren Tonspuren hat sich Alex Wurlitzer ganz allein gekümmert.

Erlaube mir, exemplarisch für zahlreiche Stellen auf dem Album, eine ganz konkrete Frage zur Musik. Beim zweiten Titel von "Soulmate", "Learned To Lie", fällt mir ein kleines aber sehr gewitztes Detail im Songwriting auf. Musikalisch startet der Refrain, dein Gesang jedoch setzt erst verzögert ein. Eine tolle Spannung, ein großartiger Moment (für mich jedenfalls)! Sag, solche Einfälle stammen tatsächlich aus deiner eigenen Feder?
Hanna Rautzenberg: Jepp.
Susann Rautzenberg: Ja, das ist Hanna.
Hanna Rautzenberg: Also, die Grundanlage der Stücke, ihre Akkorde, die Tonart und all das ist wirklich von mir ausgedacht. Gerade bei diesem Song "Learned To Lie", als ich den schrieb, da hatte ich gerade viele "Nerds", so dieses Rough-Country Ding. Das habe ich damals sehr fokussiert gehört und dadurch kam dann wohl diese Feinfühligkeit, auch solche Kleinigkeiten einzubauen.

Ich erstarre vor Ehrfurcht!
Hanna Rautzenberg: Hihi, aber hier und da haben die Musiker um mich auch ihre eigenen, guten Ideen mit eingebracht. Der Toni am Schlagzeug ist beispielsweise auch so drauf wie ich, möchte, dass jeder Song anders ist. Bei "Never Be The Same" probierte er ein Weilchen herum, nahm dann schließlich seine Paukenschlägel zum spielen. Das wars!

008 20200229 1317834068Das heißt, Du hast Peter Häseler (Kontrabass) und die Herren Großheim, Ruprecht und Reitzig (Bläsersatz) dann erst auf der fertigen Aufnahme - unter Kopfhörern - kennengelernt?
Hanna Rautzenberg: Teils teils. Die Bässe waren natürlich schon da, aber den Bläsersatz habe ich selbst beim Einsingen noch nicht gehört. Der kam erst dazu, als ich meine Spuren schon im Kasten hatte.

Beinahe verschluckt habe ich mich abschließend beim Namen des Masterers der Scheibe. Bob Katz [USA], eine unter anderem durch mehrere Grammys gekrönte Instanz der Produzentenszene! Ich nehme nicht an, dass Du ihn kurzerhand anriefst und sagtest: „Tach Bob, willst Du mal eben mein Debüt mastern?“ Da hat sicher dein Label „Suphonia Records“ seine professionellen Kanäle bemüht, richtig?
Hanna Rautzenberg: Du meinst Mama.

Wie meinen, wen meine ich?
Susann Rautzenberg: Das Label "Suphonia Records" ... also ... das bin de facto ich.

Wie bitte? (Irritation)
Susann Rautzenberg: Als Hanna ihre ersten größeren Auftritte hier in der Region absolvierte, kam ein junger Sängerkollege aus einer anderen Band auf sie zu und meinte, sie könne doch am besten gleich zu ihm und seinem eigenen Musikverlag kommen. Da habe ich mich etwas kundig gemacht und beschlossen, das doch lieber selbst in die Hand zu nehmen. Beim Verband der Musikschaffenden wurde ich mit Informationen und Musterverträgen versorgt. Ja, das kostete mich schon einige Schweißperlen auf der Stirn, aber letztlich sind wir alle froh, es so angegangen zu haben. Immerhin, so können Hannas Songs schon mal ins Radio, und da wollen wir ja schon gern hin!

009 20200229 1943665998Die eigene Mama als Labelchefin und Managerin, ich bin platt!
Susann Rautzenberg: Aber nicht vergessen, ich habe auch noch im Background mitgeträllert, auch ganz wichtig! (zwei Frauen lachen herzlich, der Typ zwischen ihnen glotzt ungläubig sprachlos in den leeren Kaffeepott)

Ähmm, ja also, wo waren wir doch gleich ... Bob Katz - er dann also nicht von Hanna, dafür aber von Susann Rautzenberg angeheuert?
Susann Rautzenberg: Nein, das ist tatsächlich Alex Wurlitzers Verdienst. Wir waren eigentlich noch immer mit Zahlen und Formularen beschäftigt, ahnten ja nicht, was das plötzlich alles für Kreise zu ziehen begann. Herr Katz war wohl sofort angetan, auch und gerade von Hannas erstaunlich echt klingendem Gesang. Studio und Label haben sich dann über alle geschäftlichen Belange geeinigt. Tja, so ungefähr lief das. (verschmitztes Lächeln)

Gibt es für Dich persönlich Lieblinge auf "Soulmate", Hanna? Wer ist "Soulmate" und wer ist "Margrit"?
Hanna Rautzenberg: Ach, ich mag eigentlich alle Songs. Wer Soulmate wirklich ist, wird besser nicht verraten. Aber in Margrit steckt ziemlich viel von mir!

Wirst Du mit "Soulmate" auf Tour gehen? Werden die Herrschaften „Studioband“ nebst Alexander Wurlitzer mit Dir sein?
Hanna Rautzenberg: Das haben wir auf jeden Fall vor! Was die Besetzung der Band betrifft, da muss im Moment leider noch von Bühne zu Bühne entschieden werden, was zum Beispiel das Budget für Gagen hergibt.

010 20200229 1573274262Was noch nicht ist, wird werden! (-;
Hanna Rautzenberg: Amen!

Tolles Album, ein großartiges Debüt! Habe ich etwas wichtiges vergessen, zu fragen? Schreibst Du denn bereits an neuen Songs?
Hanna Rautzenberg: Ja, logo. Und wenn am 4. April im Bestehornhaus hier in Aschersleben das Releasekonzert zu "Soulmate" steigt, dann spiele ich sicher auch ein paar ganz neue Songs gleich mit. Ich freue mich sehr darauf! Alex und Toni sind auf jeden Fall schon mal dabei!

Dafür, und für alles Kommende, liebe Hanna, liebe Susann Rautzenberg, wünsche ich Euch bestmögliche Erfolge! Vielen Dank für das Interview!
Hanna Rautzenberg: Gern geschehen, wir danken ebenso für das nette Gespräch.



Interview: Robert Brenner
Bearbeitung: cr
Fotos: Suphonia Records, Hanna privat





   
   
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