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Interview vom 24. Januar 2018



Wer Angelika Mann in den letzten Jahren als Sängerin mit kompletter Band live erleben wollte, musste dafür ein Konzert der Jonathan Blues Band besuchen. Dort tritt sie seit 2011 immer wieder mal als Gast auf. Auch wenn unsere Freundin immer wieder auch in verschiedenen musikalischen Projekten unterwegs war, wie z.B. gemeinsam mit Frank Golischewski oder bei der Gruppe Rumpelstil, so hatte sie schon lange keine eigene Band mehr. Außerdem war die "Lütte" doch auch vermehrt im Bereich Schauspiel unterwegs und hätte schon allein deshalb kaum Zeit für eine Band und ständiges Touren gehabt.001 20180127 1754020283 Ende 2017 verkündete Angelika aber einen Termin, an dem sie wieder einmal ein Bandkonzert geben würde. Das erste seit vielen Jahren. Im März ist es soweit, dann steht die kleine "Große" wieder auf einer Bühne und präsentiert ihre Lieder - zusammen mit eigener Kapelle. Wie kam es dazu? Mit wem wird sie gemeinsam auf der Bühne stehen? Ist das der Start in eine neue Phase als Musikerin? Diese und andere Fragen stellten sich unserem Kollegen Christian sofort, als er davon erfuhr, und sie waren Gründe für das erste Interview mit Angelika bei Deutsche Mugge seit neun Jahren, in dem er ihr diese Fragen stellen wollte ...




Du gehst am 16. März erstmals nach längerer Zeit mal wieder in eigener Sache auf die Bühne. Also nicht als Gast von irgendwem, sondern wirklich als Angelika Mann & Band ...
Na Moment, natürlich gehe ich immer in eigener Sache auf die Bühne! Ich gebe durchaus auch Konzerte, zum Beispiel mein Chanson-Programm sowie auch "Versuch es doch mal mit Champagner". Das mache ich also schon, aber eben nur mit zwei Leuten, mit einem Gitarristen und einem Pianisten. Dieses Mal habe ich mir nun noch einen Bassisten und einen Schlagzeuger dazu genommen und ich nehme auch meine Tochter Ulrike mit als Backgroundsängerin. Als Gast wird dann noch Arno Zillmer dabei sein, mit dem ich gerade zwei Songs für seine Platte aufgenommen habe. Es ist also nicht so, dass ich jetzt nach vielen Jahren erstmals wieder auf die Bühne gehe.

002 20180127 2008837936Das meinte ich ja auch mit "nicht als Gast von irgendwem, sondern in eigener Sache".
Schon klar, aber ich habe auch sonst schon immer Solo-Programme gemacht, habe es diesmal nur ein bisschen erweitert. Ich habe mich bisher immer davor gescheut, denn wenn Du Dir eine Band zusammenstellst, musst Du auch Muggen anbieten können. Du kannst Dir aber nie sicher sein, ob das auch klappt, denn sowas ist heutzutage wahnsinnig schwer. Du musst ja die Musiker dann quasi auch ernähren, wenn sie mit Dir zusammen spielen, aber das kann man in dieser Zeit einfach nicht mehr gewährleisten.

Nach wie viel Jahren ist es wieder das erste Konzert mit Band für Dich?
Na ja, zwischendurch habe ich auch schon hin und wieder mal etwas mit Band gemacht. Zum Beispiel mit der JONATHAN BLUES BAND ...

Das ist klar, aber ich meine wirklich mit Dir als Hauptakteur.
Ich glaube, das war 2004 zu "Lütte wird 90". Da gab es ein großes Konzert, zu dem ich auch schon eine Band zusammengestellt hatte. Es ist also sehr lange her. Aber wie gesagt, zwischendurch gab es auch durchaus verschiedene Auftritte mit anderen Bands.

Wann reifte denn die Idee, wieder als Angelika Mann & Band auf die Bühne zu gehen und ein Konzert zu geben?
Das war eigentlich eine Idee von Dagmar Tabbert, der Chefin vom "Neu Helgoland". Als das Restaurant im letzten Jahr abbrannte, war ich dabei. Etwas später gab es dann das Benefiz-Konzert zugunsten des Wiederaufbaus des "Neu Helgoland", bei dem ich ebenfalls dabei war. Und bei dieser Gelegenheit fragte mich Dagmar, wieso ich hier eigentlich noch nie gespielt habe. Sie meinte, wenn ich mal mit Band kommen würde, könnten wir es doch mal probieren. So entstand das Ganze. Nun hoffe ich natürlich, dass auch ein paar Zuschauer kommen, denn so ganz ohne ist es auch nicht schön.

003 20180127 1044659974Du hast die Band-Größe ja schon angesprochen, aber wer gehört dazu?
Das ist zum einen natürlich mein Pianist Uwe Matschke, der mich immer begleitet. Uwe ist so etwas wie meine Allzweckwaffe, denn der kann wirklich alles spielen. Sowohl meine bekannten Songs von früher als auch meine Chansons, die er absolut brillant begleitet. Weiterhin ist mein Gitarrist Udo Weidemüller dabei, mit dem ich auch schon ewig zusammenarbeite. Mit dem habe ich bereits bei OBELISK gespielt und war auch mal mit ihm verheiratet. Richard Müller, ein exzellenter Bassist, ist ebenfalls dabei. Und letztlich gehört der Schlagzeuger Michael Uchner dazu. Mit Michael arbeite ich u.a. bei meinem Theaterprogramm "Höchste Zeit" zusammen. Meine Tochter Ulrike darf natürlich nicht fehlen, die ja beispielsweise bei Ute Freudenberg und allen möglichen anderen Bands dabei ist und bei mir die Backgroundsängerin geben wird. Da macht alles gleich viel mehr Spaß. Erwähnt hatte ich ja vorhin auch schon den Arno Zillmer. Der hat gerade eine eigene Platte unter dem Titel "Ost West Rock" gemacht, die wirklich gut geworden ist. Wenn Du mal nach ihm im Netz suchst, wirst Du feststellen, dass er gerade ziemlich gut in den Medien angesagt ist. Mit ihm zusammen habe ich zwei Songs auf seinem Album eingespielt. Der eine war "Über sieben Brücken", der andere heißt "Schön, dass Du älter geworden bist".

Was wird in Deinem Programm zu hören sein? Ich nehme mal an, Deine großen Hits werden alle dabei sein. Was hast Du außerdem vorgesehen?
Ja, meine großen Nummern wie "Komm, weil ich Dich brauch" oder "Kutte" werden wir natürlich spielen. Ulrike singt auch ein paar Solonummern, denn man muss den jungen Leuten Möglichkeiten geben, sich zu präsentieren. Mit Arno Zillmer mache ich selbstredend unsere beiden Songs von seinem Album. Vielleicht machen Arno und ich noch etwas ganz anderes, aber da bin ich noch nicht ganz fertig mit meinen Überlegungen, denn ich bastel noch kräftig am Programm herum. Im Großen und Ganzen steht der Ablauf natürlich, aber es kann sich ja durchaus noch etwas ändern.

004 20180127 1436564371Wird es bei diesem einen Konzert im "Neu Helgoland" bleiben oder kann man sich Hoffnung auf weitere Konzerte machen?
Wenn ich angefragt werde, dann mache ich sehr gerne und unbedingt weitere Auftritte. Aber man muss wirklich erst einmal abwarten, wie dieses eine Konzert läuft und ob anschließend weiteres Interesse besteht. Für die Veranstalter ist es natürlich billiger, mich mit einer Lesung einzukaufen und trotzdem meinen Namen zu präsentieren. Mit einer Band im Rücken erhöhen sich die Kosten für alle Seiten gleich enorm und inwieweit da noch Interesse besteht, müssen wir abwarten. Wir machen jetzt den 16. März und lassen alles andere auf uns zukommen. Ich werde auf keinen Fall mit einem Manager losziehen und uns anbieten wie Sauerbier. Das geht nicht, das kann man heute einfach nicht mehr machen. Okay, etablierte Bands wie KARAT können das schon noch machen, aber wenn Du erst anfängst, mit einer Band zu arbeiten, ist das fast aussichtslos.

Das wäre ja auch eine Gelegenheit, mal wieder eine neue Platte zu machen, oder? Das würde Dich auch wieder ins Gespräch bringen.
Sicher, ja. Aber eine neue Platte - nein. Definitiv nicht. Das kauft keiner, das spielt keiner. Die Leute holen sich ihre Musik heutzutage über Streaming, also wozu diesen Aufwand betreiben? Man braucht Komponisten, man braucht Musiker ... Weißt Du, ich bin vom Musikbusiness so was von geläutert. Ich weiß, dass es nicht laufen wird, deshalb sage ich klipp und klar nein. Ich sehe es ja bei Arno Zillmer, wie der wirbeln muss, damit er im Radio überhaupt einmal gespielt wird. Und in die Hitparaden kommst Du sowieso nicht rein. Ich bin von diesem ganzen Musikbusiness inzwischen total enttäuscht. Mir macht es Riesenspaß, meine Sachen vor einem Livepublikum zu präsentieren, das mich wirklich sehen und hören will. Das reicht mir vollkommen. Aber nochmal etwas Neues aufnehmen, nein danke.

Sollte man als Musiker heutzutage nicht generell davon Abstand nehmen, auf die Charts zu schielen? Denn da hat man ohnehin keine Chance mehr, oder wie siehst Du das?
Das ist wahr, man hat kaum eine Chance. Viel schlimmer ist aber, dass Deine Musik keiner mehr spielt! Wie willst Du denn beim Publikum bekannt werden?

Ich sehe da immer Joachim Witt vor mir, der ja auch nicht mehr im Radio gespielt wird. Alleine schon wegen der Sperrigkeit seiner Lieder will man ihn nicht mehr spielen. Und trotzdem bringt er regelmäßig neue Platten raus und füllt die Konzerthallen. Es kann also durchaus funktionieren.
Das mag sein, aber zu Joachim Witt werden ganz viele alte Fans kommen. Der hat einen Namen, der ist seit den 80er Jahren bekannt und im Geschäft. All das habe ich nicht und ich werde auch keine Hallen mehr füllen. Da mache ich mir überhaupt keine Illusionen. Ich freue mich immer, wenn mal hundert Leute kommen. Sowieso mag ich es, im kleinen Rahmen zu spielen, weil Du viel näher am Publikum dran bist.005 20180127 1236381685 Ich liebe es, hinterher noch eine Autogrammstunde zu geben oder bei Lesungen anschließend zu signieren und meine Bücher zu verkaufen. Das ist für mich unheimlich toll, denn man ist dicht dran an den Menschen und bekommt ein direktes und ehrliches Feedback. Ich brauche keine großen Hallen und gehe auch selber nicht zu Veranstaltungen, die in diesen riesigen Hallen stattfinden, weil mich das nicht interessiert. Ich habe keinen Bock darauf, irgendwo mittendrin zu stehen und sowieso nichts zu sehen, weil ich so klein bin. Außerdem ist der Künstler meistens meilenweit weg und man sieht ihn nur über eine Leinwand oder einen Bildschirm. Das brauche ich nicht mehr. Lieber gehe ich in kleine Clubs, wo Jazz gespielt wird. Komischerweise habe ich mich auch früher nicht nach den großen Sälen gesehnt. Wenn die Shows in kleinen Theatern stattfinden, ist es prima. Aber sowas wie die Mercedes Benz Arena in Berlin ... nein danke. Ich war einmal da, als Michael Buble da auftrat. Klar, es war schon toll, was der gemacht hat. Aber gesehen habe ich eigentlich nichts, ich konnte nur über die Leinwände das Geschehen auf der Bühne verfolgen. Dann kann ich mir auch die DVD kaufen oder mir das Ganze entspannt im Fernsehen angucken. Und billiger ist es außerdem.

Was die Medien betrifft, bist Du ja eigentlich noch gut dabei. Du hast kürzlich geheiratet, darüber wurde reichlich berichtet. Auch über Deine Theateraufführungen gab es jede Menge Berichterstattungen.
Ich war jetzt sogar im MDR bei Stefanie Hertel in deren Weihnachtssendung. Auch die Kollegen vom "Riverboat" laden mich gerne mal in die Sendung ein, ich kann also diesbezüglich wirklich nicht klagen. Aber es sind natürlich immer nur die Medien der neuen Bundesländer, im Westen kommt man hingegen überhaupt nicht vor.

006 20180127 1907795284Dazu muss man aber sagen, dass der Westen eine Zeitschrift wie die "Super Illu" gar nicht hat.
Das stimmt sicher, aber die haben andere Blätter wie die "Freizeit Revue". Ich meine aber z.B. auch das Fernsehen. Ich weiß, dass ganz viele beim WDR angefragt haben, warum ich da nicht mal in eine Talkshow eingeladen werde. Oder es haben Leute bei Markus Lanz nach mir gefragt. Aber das interessiert die überhaupt nicht. Und das wird sich auch nicht ändern.

Dabei warst Du längere Zeit in Essen am Theater engagiert und dort sehr erfolgreich.
Ja, ich war Publikumsliebling!

Genau. Und trotzdem interessiert es dort niemanden?
Nein, ganz im Gegenteil. Es kommt immer wieder der Spruch: "Nehmt ja keine Ost-Leute". Das sagen die bis heute. Ich betone aber immer wieder, ich bin seit 1985 im Westen, spiele seitdem hier Theater, ich habe hier gedreht und alles Mögliche gemacht und trotzdem trägst Du immer den Ruf mit Dir herum, aus dem Osten zu sein. Bitte versteh mich nicht falsch, ich habe überhaupt kein Problem damit, aus dem Osten zu kommen. Aber dass man immer nur darauf reduziert wird, ärgert mich dann doch. Das ist das Einzige, was die über einen schreiben, wenn ihnen nichts anderes mehr einfällt. Wie gesagt, ich bin eine gestandene Schauspielerin, ich spiele seit über dreißig Jahren in Westdeutschland, in Österreich und der Schweiz Theater, noch dazu sehr erfolgreich. Und es kommt immer nur der Satz: "Sie war mal ein Star im Osten". Da denke ich mir immer nur, "... wie doof sind die eigentlich?" Vielleicht meinen die es ja nicht mal böse, aber es ist auf jeden Fall verdammt oberflächlich.

007 20180127 1969258233Am Theater in Essen hast Du insgesamt in zwei Stücken mitgespielt. Die sind jetzt beide abgeschlossen, oder geht es da noch in irgendeiner Form weiter?
Ja, das ist beendet. Mit dem Stück "Höchste Zeit" gehe ich aber im Frühjahr noch auf Tournee. Dann bin ich noch zwei Monate in Stuttgart am Theater, wo wir das Stück ebenfalls spielen werden. Im Herbst gehe ich auf eine große Tour mit Frank Schöbel, Wolfgang Lippert, Eva Maria Pieckert, Hans-Jürgen Beyer und Monika Herz. Es sind aber durchaus schon wieder ein paar Planungen in Richtung Theater im Gange, doch das ist alles noch nicht spruchreif und zu Ende gedacht. Man kann aber auch nicht alles machen. Ich hatte zum Beispiel gerade ein schönes Angebot für eine größere Sache, da habe ich gesagt, das traue ich mir nicht zu, das übertrifft meine Fähigkeiten, das passt nicht zu mir.

Die beiden Stücke, von denen ich gerade sprach, hast Du ja über mehrere Jahre gespielt, richtig?
Das stimmt. "Heiße Zeiten" lief sieben Jahre lang und "Höchste Zeit" spielen wir seit 2014. Also auch schon wieder vier Jahre. Ich bin jetzt aber auch froh, dass es vorbei ist. Wir waren ja zeitweise ein Vierteljahr lang auf Tournee. Da genieße ich es, dass ich zurzeit mal von Berlin aus arbeiten kann. Ich habe auch wirklich gut zu tun. Ich mache Lesungen, bin hier und da in Talkshows, gebe Konzerte ... Vor allem aber gefällt es mir, dass ich wieder mehr zuhause bin.

Die für den Herbst geplante Tour mit den Publikumslieblingen hast Du eben schon erwähnt. Wie kam es denn dazu? So ein Ding macht man ja auch nicht mal so nebenbei.
Ich bin angefragt worden, ob ich Lust hätte, da mitzumachen, worüber ich mich sehr gefreut habe. Vor ein oder zwei Jahren hatte ich mal eine Veranstaltung mit Eva Maria Pieckert. Ihr Mann Gregor Borges war auch dabei. Der erzählte, dass mal so etwas geplant sei und wollte wissen, ob ich Interesse hätte. Na klar hatte ich Interesse! Ich bin doch gerne mit Frank Schöbel unterwegs! Lippi liebe ich sowieso und Hans Jürgen Beyer ist ja ohnehin ein ganz toller Sänger. Ich werde definitiv Spaß haben an der Sache.

008 20180127 1097697443Auf wie viel Konzerte ist das bislang ausgelegt? Kannst Du dazu schon etwas sagen?
Es sollen zirka zwanzig Konzerte werden. Wichtig ist dabei, dass die Veranstaltungen immer an den Wochenenden stattfinden.

Du bist also gut beschäftigt.
Absolut. Und vor allem für mein fortgeschrittenes Alter finde ich das schon ganz beträchtlich, was ich zu tun habe. (lacht)

Was gibt es sonst so Neues bei Dir?
Eigentlich haben wir alles angesprochen. Reicht Dir das noch nicht? Über die Jahre ist vieles liegengeblieben, was ich jetzt nach und nach in Ordnung bringen will. Ich richte mir sozusagen mein normales Hausleben wieder ein und das genieße ich gerade sehr.

Du bist ja nicht nur mit Deiner Arbeit beschäftigt, sondern Du hast auch ein Privatleben. Womit unterhältst Du Dich kulturell als Privatmensch?
Ich gehe in Berlin viel ins Theater, fahre aber zu mancher Theateraufführung auch gerne mal etwas weiter weg, wenn mich das Programm interessiert. Und ich gebe zu, ich gucke auch gerne Fernsehen. Mit großer Begeisterung sehe ich mir z.B. jeden Dienstag die Serie "Vorstadtweiber" an. Aber ich lese auch gerne oder kümmere mich um den Haushalt. Mein Mann macht den ganzen Bürokram, die Werbesachen, die Veranstaltungsorganisation und all so was.

009 20180127 1327592730Gehst Du denn selber noch zu Kollegen auf deren Konzerte?
Na klar. Sehr gerne sogar. Am Sonntag gehe ich zum Beispiel zu den 3 HIGHligen. Oder ich bin auch sehr oft in Köpenick im Kunsthof Köpenick bei Schliwa, wo ich selber schon eine Lesung hatte und auch sonst die Location und die Leute einfach mag.

Bei der Verleihung der "Goldenen Henne" im letzten Jahr warst Du auch dabei.
Da bin ich eigentlich immer anwesend, wenn ich es terminlich schaffe.

Wie hast Du die Entwicklung dieser Veranstaltung wahrgenommen?
Na gut, das ist inzwischen ein Riesending geworden. Aber das findet ja wohl nur für den Osten statt. Das ist schon seltsam. Normalerweise müsste die Show in der ARD übertragen werden, genau wie die Bambi-Verleihung. Und das ist deshalb so groß geworden, weil eben der Zulauf und die Nachfrage so gestiegen sind. Die Leute wollen dahin, weshalb auch irgendwann der Berliner Friedrichstadtpalast zu klein wurde. Die Leute kloppen sich regelrecht um die Karten für die "Henne". Was glaubst Du, was da abends abgeht, wenn die Künstler ankommen. Aber es ist alles perfekt organisiert. Mir hat es auch im letzten Jahr wieder gut gefallen. Musikalisch gefielen mir 2017 bei der "Henne" die ROCK LEGENDEN am besten. Die gucke ich mir demnächst übrigens in Erfurt live an, die finde ich richtig toll. Ich habe demnächst einen Abend mit Jörg Stempel in Bernburg, wo ja die AMIGA-Ausstellung ist.010 20180127 1632090449 An diesem Abend machen Uwe Hassbecker, Maschine und ich eine Veranstaltung über AMIGA. Am nächsten Abend müssen Maschine und Uwe dann weiter nach Erfurt, woraufhin ich beschlossen habe, auch nach Erfurt zu fahren und mir das Konzert der ROCK LEGENDEN anzuschauen.

Am 14. Dezember 2017 gab es in Leipzig ja schon eine Veranstaltung zu "70 Jahre AMIGA" mit Dir und Uwe Hassbecker ...
Ja, das war sehr schön, hat mir unheimlich Spaß gemacht. Der Hassbecker ist einfach auch ein toller Mensch. Der strahlt immer, hat immer ein Lächeln im Gesicht, ist immer freundlich. Und natürlich ist er auch ein geiler Gitarrist. Am Abend davor stand ich übrigens mit Manuel Schmid auf der Bühne.

Es ist schön zu hören, dass Du so viel zu tun hast. Natürlich werden wir über Dein Konzert im "Neu Helgoland" berichten.
Oh, da muss ich mir ja besonders große Mühe geben.

Angelika, abschließend darfst Du die Leute noch einmal überzeugen, am 16.3. ins "Neu Helgoland" zu kommen. Warum sollte man sich unbedingt Dein Konzert angucken?
Weil es vielleicht das letzte Konzert ist, welches ich zusammen mit Band gebe. In meinem Alter weiß man ja nie ...

Da lassen wir mal so stehen. Alles Gute für Dich!
Herzlichen Dank.



Interview: Christian Reder
Bearbeitung: tormey
Fotos: Pressematerial, Archiv Deutsche Mugge







   
   
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