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Bericht:
Petra Herz

Fotos:
Petra Herz (Livebilder)
Pressefoto (in der Überschrift)

 


"Aufgehört mit dem Aufhören" - Release Party zur CD "Es werde Nicht"
Donnerwetter, Knorkator ist wieder da! Der Berliner Himmel zog sich zu. Dunkle Wolken kreisten über die Bezirke. Auf dem Weg nach Köpenick wurde es immer dunkler. Nur knapp konnte ich dem Donnerwetter entkommen. Die ersten Regentropfen befeuchteten bereits das Köpenicker Pflaster als ich die Freiheit betrat. Dem Unwetter entflohen, erwartete mich in der nächsten Stunde ein ebenso großes "Donnerwetter". Die Berliner "Boygroup" hat 'ne neue Scheibe gemacht, und diese sollte im entsprechenden Rahmen präsentiert werden.

Stumpen, Sänger von Knorkator, begrüßte kurz nach 20:00 Uhr alle Fans die den Weg in die Freiheit gefunden hatten. Ganze 7 Euro und 77 Cent (ermäßigt 5,55 €) - Knorkator ist für seine Zahlenspielereien bekannt - waren für den bevorstehenden Abend zu entrichten. Er freute sich sichtlich über den durchaus sehr gut gefüllten Saal, und begrüßte Anja Caspary von Radio Eins. Ich kenne ihre Stimme noch aus Radio Fritz-Zeiten Anfang der 90er. Die blonde Dame fand einige passende Worte, u.a. Schlagwörter wie z. B. "undeutscheste Band", "witzig", "Humor"...

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Sie rief die graue Eminenz Alf Ator zu sich auf die Bühne und sprach bzw. witzelte mit ihm über das "Aufhören mit dem Aufhören". Knorkator hatte im Jahr 2008 ein Abschiedskonzert gegeben, aber nun sind sie wieder da mit neuem Album: "Es werde Nicht".
Lt. Alf ist das Album "unzensiert", enthält "26 Songs", in der erweiterten Fassung auch die DVD vom 2008er Abschiedskonzert als "Fenn" Edition. Die Tourtermine stehen fest. "In manchen Städten werden Livegeburten mit großem Aquarium gezeigt", so Alf, und weiter: "Wir drehen die Bühne um, spielen gegen die Betonwand, somit können Backstagekarten verkauft werden". Bereits im ersten Teil des Abends hielt ich mir den Bauch vor Lachen.

Die komplette Band versammelte sich auf der Bühne und Stumpen übernahm wieder das Kommando. Alle Fans, die sich im unteren Bereich der Freiheit aufhielten, wurden nun aufgefordert sich auf ihren Allerwertesten zu setzen. Für die Band stand etwas Gemütlicheres bereit. Auf der rechten Bühnenseite nahmen Buzz Dee und Alf Ator auf einer schwarzen Ledercouch Platz. Zur Linken, auf einer ebenso schwarzen Ledercouch, direkt neben Stumpen`s "Apple-Platz", setzten sich Drummer Nicolaj Gogow und Basser Rajko Gohlke. Das Licht wurde gedimmt und auf der großen Bühnenleinwand konnte das erste Video bewundert werden.
Kinderarbeit gehört verboten! So aber nicht bei Knorkator. Tim Tom (Alf Ators Sprößling) sang das "Kinderlied" und agierte ebenso im Video. Alles okay, alles gut.

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Beinahe zu fast allen Titeln hatte Stumpen Videos parat. Ganz unterschiedliche Themen wurden aufgegriffen und in wirklich "interessante" Videos gepackt. Wir amüsierten uns mit Bildern aus Stumpen`s "bisherigen Familienleben" (wer auch das glaubt wird wohl nicht seelig) und wer mit seinen Filmen nichts anfangen konnte wurde kurzerhand mit einem geschlossenen kräftigem "Pfui" bestraft. Musikalisch bewegen sie sich zwischen Sinn und Unsinn, Liebe und Boshaftigkeit. Das alles lyrisch verpackt mit entsprechender Instrumentalisierung. Auch ein Coversong ist auf der neuen Platte enthalten. "Faster Harder Scooter" wurde mit entsprechendem Video aufgeführt. Um noch einmal auf die "interessanten" Videos zurück zu kommen. Es passierte schon mal dass sich ein Wort ("Sofort", lt. Stumpen: "ein rhythmisches Lied") plötzlich mehrmals auf der Leinwand befand, und eben auch gewisse Zusammenhänge erkannt werden durften. Das immer wieder Auftauchen zweier Stühle, manchmal auch mit Tisch, war dann doch "etwas!" auffällig. Sehr spannend dann auch das Video zu "Du nich". Ein Lied in gewohnt guter Knorkator-Manier, mit einem Video, das lt. Stumpen wirklich voll abgeht. Für einige dürfte der Gast in dem Video ein spannender Aspekt sein. Kein geringerer als Herrr Till Lindemann (Sänger von Rammstein) gibt sich die Ehre... aber seht und hört selbst!

Der "Refräng" wurde von Knorkator live performt. Die Fans unterstützen ihre Band (hier ausnahmsweise im stehenden Zustand) mit kräftigem Gesang, und irgendwie kam man aus dem Lachen gar nicht mehr raus. Später sah ich auch noch doppelt. Stumpen in "Du bist schuld". Sein anschließender Kommentar: "Wenn man sich selbst beschuldigt ist man auf der richtigen Seite". Um 21:00 Uhr endete der offizielle Teil der Albumpräsentation. Als Abspann lief auf der Bühnenleinwand die Live-DVD von 2008. Zufriedene Fans verteilten sich in der gesamten und auch vor der Feuerwache. Knorkator hat für ein Donnerwetter gesorgt, und der Wettergott ließ inzwischen nur noch den Regen prasseln.

Was mich ganz speziell noch faszinierte:
Obwohl das neue Album "Es werde Nicht" erst am Freitag erscheinen wird, konnte man dieses bereits in allen drei Varianten am "Märchenstand" käuflich erwerben. Mit einer komplett signierten Vinyl (die Scheibe leuchtet rot) verließ ich die Freiheit, und sage nur noch: "Ich ja! Du nich?"

Bitte beachtet auch:
- off. Homepage der Gruppe KNORKATOR: www.knorkator.de
- Homepage der "Freiheit 15" in Berlin: www.freiheit15.com

 


 

Fotoimpressionen:
 
 

   
   
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