Lied aus Osnabrück - Stand 2009

 

Der Osnabrücker Liedermacher Akim Jensch (alias Jens Schröder) schaut auf vielfältige und unterschiedlichste Erfahrungen als Sänger, Gitarrist und Bassist in verschiedenen regionalen Bands zurück. Sein musikalischer Weg führt ihn nun solo weiter. Das aktuelle Programm heißt: "Gefühlverstärker - Lieder vom Hoch und vom Tief". Dieses erweckt Akim im Gefühlverstärker-Duo zusammen mit seiner Takamine-Gitarre zum Leben, lässt uns teilhaben an seinen kreativen Blicken in und auf Natur, Gefühl, Leben, Zeit und Vieles mehr.
Seine Lieder zeichnen sich durch Authentizität, Gefühlstiefe und Direktheit aus, verbinden unterschiedlichste musikalische Stile (wie Folk, Jazz, Klassik, Folkrock & Blues) und ergeben ein Ganzes, das deutlich Akims Stempel trägt: Das Innere berühren, sich spüren, beben, weinen, lachen und lieben.
Beeindruckend füllt er mit seinem Klang und seiner Persönlichkeit den ganzen Raum, lässt uns die Zeit vergessen und Teil eines gemeinsamen Hier und Jetzt werden. An vielen Orten fühlt sich Akim musikalisch zu Hause und nutzt gerne die unterschiedlichsten Anlässe, um Menschen seine Musik nahe zu bringen und darüber mit ihnen in Kontakt zu treten.

Musikalische Daten:
- 1973 bis 1986: Flöten-, Gitarren- und Klarinetten-Unterricht
- 1986/1987: Erste Erfahrungen als Liedermacher
- 1989 bis 2003: Gitarrist, Bassist und Sänger in versch. Osnabrücker Bands
- 1997 bis 2006: Gitarrenduo "J&J" zusammen mit Joachim König
- seit 2002: Gesangsunterricht bei Franz Josef Mertens, aktiv als Chorsänger
- seit 2005: neue musikalische Identität als Liedermacher "Akim Jensch"
- seit 2007: Gesangsduo "Akim Jensch & Tina's Choice"


"Akim Jensch" im Internet:
- www.akimjensch.de
- www.myspace.com/akimjensch



Exklusiv-Interview:

(geführt von Petra Heinzel am 28. Februar 2009 beim Lautmaler Treffen)

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Am Samstag den 28. Februar 2009 ergab sich beim Lautmaler Treffen (ein Konzert mit vier Bands und Künstlern, über das wir Euch bereits berichtet haben) die Gelegenheit, mit dem Liedermacher Akim Jensch ein kleines Interview zu führen. Die bevorstehenden Ereignisse (Veröffentlichung seiner neuen CD, weitere Live-Termine) werfen bereits jetzt schon ihre Schatten voraus. Grund genug, ihn zu einigen Themen zu befragen. Unsere Petra führte für Deutsche-Mugge folgendes, sehr interessantes Gespräch...

Ich sehe einen großen schlanken Mann mit längerem Haar und weiß, dass du Liedermacher bist. Wie würdest du dich beschreiben?
Also musikalisch gesehen würde ich sagen… es fällt mir selbst schwer meine eigene Musik zu beschreiben, weil ich auch von vielen Leuten in der Vergangenheit die Rückmeldung bekommen habe, dass sie meinen Stil eigentlich gar nicht so zuordnen können, und viele Leute haben mir in letzter Zeit auch gesagt, dass mein Stil ein Einzigartiger ist. Kurzum: ich bin trotz alledem ein deutschsprachiger Liedermacher.

Wann bist du auf den Hut gekommen und was steckt hinter bzw. unter dem Hut? Hast du etwas zu verbergen?
Ganz im Gegenteil. Es ist genau anders rum. Auf den Hut gekommen bin ich im Jahr 2005. Und dieser Hut bedeutet mir auch eine ganze Menge. Nämlich mit diesem Hut verbinde ich auch "gut behütet sein". Wenn ich diesen Hut aufsetze, dann kann mir eigentlich nichts mehr passieren. Dann bin ich auf der Bühne der, der ich bin, und dann bin ich sicher.

Akim Jensch ist dein Künstlername...
Genau!

Wie bist du auf diesen Namen gekommen?
Als ich mir im Winter 2004/2005 überlegt habe, wieder was Eigenes zu machen, nachdem ich 2003 mit der Bandmusik aufgehört habe. Ich habe ich mir überlegt; "Du brauchst da auch einen Künstlernamen, wenn du was Eigenes machst". Ich habe drei Tage lang gebraucht, bis ich einen Künstlernamen hatte. Der Name Akim Jensch ist dabei heraus gekommen. Das Ergebnis setzt sich folgendermaßen zusammen: ich habe meinen Zweitnamen Mika umgedreht, da kam Akim raus und Jens mein bürgerlicher Vorname und Schröder mein Nachname. Ich habe das "sch" genommen und das Jens. Beides habe ich zusammen gezogen, und so ist das Jensch entstanden.

Seit wann bist du im Musikgeschäft? Wie hat alles angefangen?
Diese schwierigen Fragen. Angefangen hat das ganze mal 1988 in einer Folk- and Oldieband, die sich irgendwann zu einer Rockballadenband entwickelt hat. Das hat 2003 aufgehört, und seit 2005 bin ich - wie gesagt - als Liedermacher tätig. Der September 2005 war der Start für meine Liedermacherei.

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Welche Instrumente beherrschst du?
Also ich kann Akustikgitarre spielen, ich kann auch E-Bass spielen und früher hab ich auch mal Klarinette gespielt, was ich auch immer noch kann. Und singen kann ich natürlich auch noch : Das ist ja auch ein Instrument, sogar mein Wichtigstes.

Was möchtest du mit deinen Texten aussagen?
Meine Texte kreisen eigentlich immer um ein Thema: die Suche nach mir selbst und nach meiner eigenen inneren Mitte.

So weit ich mitbekommen habe, pflegst du eine ganz besondere Beziehung zum Osten. Wie kommt das? Gibt es dazu eine Geschichte?
Ja, mein Vater stammt aus Thüringen; aus der Zeit, als die Mauer noch nicht stand. Und diesen Wurzeln väterlicherseits habe ich versucht auf den Grund zu gehen, und ich bin durch viele Kontakte in Ostdeutschland, gerade in den letzten zwei Jahren, auch wieder zu diesen Wurzeln zurück gekommen. So dass ich sagen kann, da hat sich ein Stück weit auch ein Teil meiner Identität wieder gefunden und gefestigt.

Heute bist du in Berlin, wie war deine Reise von Osnabrück nach Berlin?
Die war sehr entspannt, weil ich mir die Fahrt mit meiner Frau Tina, die auch am kommenden Sonntag meine musikalische Partnerin sein wird, teilen konnte. Und so musste ich nicht die ganze Strecke fahren. Das ist immer sehr sehr erholsam.

In Kürze erscheint dein neues Album. Wie heißt es, wann erscheint es?
Das Album heißt "Meine Reise". Ein abwechslungsreiches, und von den Texten her auch sehr intensives Album. Elf Stücke sind auf dieses CD Album gebannt, und es erscheint Ende März 2009 beim mitteldeutschen Indielabel "Zippi Records" (Das Label von Trixi G., Anm. d. Red.).

Es ist dein zweites Album, oder?!
Es ist eigentlich sogar das dritte Album, denn im Jahr 2006 hab ich mal ein paar Lieder auf einer CD mit dem Titel "Gefühlsverstärker- Lieder vom Hoch und vom Tief" aufgenommen. Die zweite CD habe ich dann zusammen mit Tina und unserem Percussionisten Marco aus Bielefeld aufgenommen, die heißt "Sterne am Himmel". Und jetzt im Frühjahr 2009 kommt das dritte Album.

Für die CDs wurden Fotos aufgenommen, verrätst du wo die Aufnahmen gemacht wurden?
Ja, die Aufnahmen wurden in Osnabrück auf dem Gelände vor einer Scaterhalle aufgenommen, und wir haben dafür sowohl einen schönen Erdhügel gefunden, als auch eine schöne Fläche, auf der das Thema "Meine Reise" optimal umgesetzt werden konnte.

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Hat sich an deinem Stil im Laufe der letzten Jahre etwas verändert?
Mein Stil hat sich kolossal geändert, und nachhaltig hat sich der Stil auch durch die Musik von Trixi G verändert. Ich merke immer mehr, dass sich musikalische Vorbilder für mich im Laufe der Jahre gewandelt haben, und gerade in den letzten Jahren besonders. Ja, die Rock-Chanson-Musik von Trixi G hat auch wesentlichen Einfluss auf meine Art Lieder zu schreiben gehabt.

Der heutige Abend fand zusammen mit den Lautmalern statt. Woher kennt ihr euch? Wie kam diese Zusammenarbeit zustande?
Die Lautmaler habe ich eigentlich über die Internetplattform MySpace kennen gelernt. Und im letzten Jahr 2008 hat sich eine Möglichkeit mit den Lautmalern zusammen in Berlin ergeben, musikalisch mal gemeinsam einen Abend zu gestalten. Und daraus hat sich mittlerweile auch eine schöne Freundschaft heraus kristallisiert, die ich auch sehr schätze. Und so ist es gekommen, dass mich die Lautmaler genauso wie Helmut Jenne vom Schliersee und den Jean Lemon zu diesem heutigen Abend eingeladen haben. Das finde ich ganz toll, und das ist wirklich aller Ehren wert. Tolles Engagement der Lautmaler, dass wir am Sonntag auch noch einen Auftritt haben. Also das muss ich sagen: Da haben sich einfach ganz intensive Bande nach Berlin geknüpft.

Kanntest du Jean Lemon und Helmut vorher schon?
Den Jean Lemon hab ich praktisch jetzt in Berlin erst kennen gelernt. Ich bin ziemlich begeistert von seiner Musik. Sehr originelle Texte, sehr gutes Gitarrenspielen. Also vor ihm muss ich echt den akimschen Hut ziehen. Das macht er ganz fein. Und Helmut Jenne hab' ich auch heute zum ersten Mal gesehen, wobei ich ihn auch schon länger über MySpace kenne.

Du hast auch oft Auftritte zusammen mit deiner Frau Tina, richtig?
Ja, wenn ich jetzt in den Terminkalender 2009 schaue, muss ich sogar sagen dass die Auftritte, die wir hier im Duo machen, deutlich mehr sind als die, die ich solo oder im Trio mache. Und das freut mich ganz besonders. So haben wir nämlich auch eine weitere Gemeinsamkeit in unserem Leben wieder entdeckt, denn wir haben früher auch schon zusammen in einer Band Musik gemacht. Das ist eine Gemeinsamkeit, die wir wieder entdeckt haben, die unser gemeinsames Leben deutlich bereichert.

Gemeinsames Konzert? Singt ihr im Duett oder jeder einzeln, oder wird das spontan entschieden?
Oh nein, also diese Stücke sind sehr wohl ausgewählt, und es gibt eine ganze Menge Stücke, die wir aus alten gemeinsamen Bandzeiten praktisch im Duo wieder reaktiviert haben. Es gibt aber auch einige Sachen aus meinem Soloprogramm, die wir gemeinsam singen, und natürlich auch Lieder, die Tina geschrieben hat, und wo ich dann mit meiner Stimme in den Hintergrund trete und einfach mit der Gitarre versuche den Boden für ihre Stimme zu legen.

Gibt es noch was wichtiges was du unsren Lesern von Deutsche-Mugge mitteilen möchtest?
Ja, lauscht doch einfach mal auf der Internetseite meines Labels rein www.myspace.com/trixigrecords. Dort findet ihr zwei Medleys von meinem aktuellen Album "Meine Reise", und wenn es euch gefällt könnt ihr mir einfach eine Nachricht über MySpace hinterlassen, oder aber auch über meine eMail-Adresse () eine Nachricht hinterlassen. Dann könnt ihr auch meine CD dort vorbestellen.

Vielen Dank für das Gespräch!

Interview: Petra Heinzel
Bearbeitung: cr
Fotos: Gundolf Zimmermann


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