Unterschriftenaktion: Eine Henne für
Reinhard Fißler


Liebe Freunde,
unsere Aktion "Eine Goldene Henne für Reinhard Fißler" ist beendet. Wir danken allen, die sich mit Beträgen und ihrer virtuellen Unterschrift daran beteiligt haben. Es hat viel Spaß gemacht, die zahlreichen ehrlichen und wohlmeinenden Stimmen zu sammeln und öffentlich zu machen. Das gemeinsame Ziel, dem Künstler, Kämpfer und Menschen Reinhard Fißler eine Freude zu machen, ihm ein Denkmal zu setzen, ihn zu ehren und ihm eine große, längst verdiente Aufmerksamkeit zu verschaffen, ist damit nicht nur erreicht, sondern auf die bestmögliche Weise erfolgreich mit Leben erfüllt worden. Außerdem haben wir eindrucksvoll gezeigt, daß die "Goldene Henne" mehr sein kann, als nur eine aufgeblasene Preisverleihungsgala für eine willkürlich festgelegte "Elite",

trotz oder vielleicht gerade wegen der Tatsache, daß Reinhard den Preis aller Wahrscheinlichkeit nach nicht bekommen wird.
Ein fetter Aktenordner mit allen eingegangenen Stimmen und Statements wurde Reinhard durch Petra Heinzel von "Deutsche-Mugge" übergeben (siehe Bild), so daß sie am Ende genau da angekommen sind, wohin sie auch gehören.
Wir haben allen Grund, auf das Erreichte stolz zu sein und uns gemeinsam darüber zu freuen, etwas Wichtiges angestoßen und dabei einiges bewirkt zu haben!

Die Initiatoren "Deutsche Mugge" und "Puhdysforum.de.vu"


Reinhard Fißler, Brief an "deutsche-mugge.de"

Dankeschön nochmals an alle, die sich für meine Nominierung "Goldene Henne" 2009 ausgesprochen haben und sich an der Initiative von "deutsche-mugge.de" und dem "Puhdysforum" beteiligten.
Neulich, ich hatte mal wieder Geburtstag - (now I'm on the highway 61) - ich hatte zur Fete die Bude voll mit Freunden, lieben Kindern, Musikerkollegen, Bekannten und Partnern der Szene, die mich mit Blumen, guten Wünschen, Geschenken, mit Rotwein, alten Stories, guter Laune, mit Liedern... beschenkten. Eine familiäre Musikanten-Party eben. Irgendwann schlug auch Petra Herz in Begleitung und einem dicken Ordner unterm Arm bei mir auf, übermittele mir beste Geburtstagsgrüße von "deutsche-mugge" und sagte: "Hier in diesem Ordner findest Du die über tausend Stimmen, Äußerungen und Wertschätzungen von Kollegen, Fans und lieben Menschen, die Dich nicht vergessen haben und die wollen, dass Du für Dein Lebenswerk als Künstler und in Anerkennung Deiner Person die 'Goldene Henne' bekommst."
Ich habe mich in meinem Pflegebett liegend erst einmal auf'n "Arsch gesetzt", weil ich einfach mal nicht wusste, dass "deutsche-mugge" und das "Puhdysforum" durch Zuschriften und Unterschriften, gesammelt bei Rockkonzerten und zu anderen Anlässen, tatsächlich über tausend Stimmen angehäuft hatten. In diesem Moment wurde mir klar: In diesem Ordner befindet sich die wahrhaftige "Goldene Henne" für mich, die in keiner Weise mehr zu toppen ist, auch nicht durch eine möglicherweise nachträgliche Nominierung seitens des Ausrichters, der "Superillu", die die "deutsche-mugge"-Initiative trotz Information seitens der Redaktion schlichtweg ignorierte. Ich finde, die "Superillu" sollte sich für diese Ignoranz entschuldigen, nicht bei mir - von so einem Gedanken bin ich weit entfernt - aber bei den Lesern und den Mitstreitern von "deutsche-mugge.de" und "Puhdysforum", auch bei den zahlreichen namhaften Künstlern, die mich in der Meinungsumfrage mit ihren Statements auf besondere Weise ehrten, bei den Künstlern, die sonst gut genug sind, in der Presseöffentlichkeit für Schlagzeilen zu sorgen.
Ich bin derweil sehr dankbar für die für mich wahrhaftige "Goldene Henne", bin stolz auf diese zusammengetragenen, gesammelten und säuberlich abgehefteten Wertschätzungen von hochgeachteten Kollegen und auf die Stimmen vieler anderer berufener Menschen - in diesem wirklich ziemlich dicken Ordner der "deutsche-mugge"-Initiative. Das hat mich echt tief bewegt, hat mir positive Impulse für Weiteres in meinem Leben gegeben. Ich kann mir nicht vorstellen, dass es für mich eine andere, größere Anerkennung geben könnte.
An dieser Stelle also mein Dankeschön für das großartige, würdigende Geburtstagsgeschenk! Alles Gute Euch, den "deutsche-mugge"- und "Puhdysforum"-Lesern und Betreibern. Bleibt weiterhin so ambitioniert und interessiert,

Reinhard Fißler - von der guten alten Stern Combo Meißen




Detlef Seidel (Manager): Reini ist ein langjähriger Kollege und Freund. Ich kenne ihn von der ersten Sekunde an bei der SCM. Ich habe ihn immer als sympathischen und lebenslustigen Menschen erlebt. Er war immer ein großer Sportsmann. Was ihn auch auszeichnet ist seine Zuverlässigkeit. Es ist bei Musikern oft so, dass sie mit der Uhr nicht zurecht kommen. Das war bei Reini nie der Fall. Er hat immer alles gegeben. Reini ist ein sehr umgänglicher Mensch, und seine Stimme hat die SCM in vielen Jahren geprägt.

Wolfgang "Schubi" Schubert (Manager, ex-Scirocco): Reinhard Fißler und Veronika Fischer verbindet ein Urgestein ostdeutscher Rockmusikgeschichte; die seit vier Jahrzehnten existierende STERN-COMBO MEISSEN. Während die Sängerin in den frühen Jahren mit der Band auf der Bühne stand und dann eigene künstlerische Wege ging, prägte der Sänger mit seiner unnachahmlich markanten Stimme dann für lange Zeit das Profil und die Popularität der Meißener. Reinhards "Der Kampf um den Südpol" ist als Songgigant inzwischen zur Titellegende geworden. Die Sängerin widmet Reinhard Fißler eine Interpretation seines Liedes zusammen mit allen STERN-MEISSEN-Solisten zur diesjährigen Übergabe der "Goldenen Henne" für das Lebenswerk ihres kranken Kollegen am 30. September im Friedrichstadtpalast.

Martin Schreier (Stern-Combo Meißen): So ein mutiger Mann mit so einer künstlerischen Aura und mit diesem Schicksal hätte es verdient, diesen Preis überreicht zu bekommen.

Thomas Kurzhals (Stern-Combo Meißen): Ich schlage Reinhard Fißler für die Goldene Henne für sein Lebenswerk vor, weil er durch seine Stimme dem Ostrock eine unverwechselbare eigene Note gegeben hat. Außerdem ist sein Lebensmut trotz seiner schweren tragischen Krankheit zu bewundern.

IC Falkenberg (Solist, Stern Akustisch): Reini ist nicht nur für seine Kollegen, sondern für alle, durch die Art und Weise, wie er mit seiner Krankheit umgeht, ein sehr gutes Beispiel für Lebensmut und Energie. Außerdem hat er als Künstler die 70er Jahre im Bereich Ostrock maßgeblich mitgeprägt.

Michael Behm (Stern Akustisch, Rock Ost): Zum einen sollte Reini diesen Preis bekommen, weil er sich sein Leben lang immer treu geblieben ist, was den eigenen Anspruch betrifft. Zum anderen, weil er es verstanden hat, genreübergreifend professionell zu arbeiten und dabei eine eigene Interpretation zu entwickeln.

Tino Eisbrenner (ex Jessica): Leben und Werk von Künstlern kennen nie ausschließlich Glorie und Erfolg. Oft sind sie dem Scheitern und zerstörerischer Traurigkeit viel näher. Oft entstehen gerade in den Schluchten des Künstlerlebens eben jene Werke und Lieder, die unsere Herzen berühren und uns aus dem eigenen Dunkel hinausbegleiten - Lieder über das Versagen, Lieder der Sehnsucht und Hoffnung, Lieder der Hoffnungslosigkeit und Einsamkeit, Lieder der inneren Tapferkeit. Diese Lieder helfen uns durch unser Leben und wie selten fragen wir uns, ob sie auch dem Künstler selbst durchs Leben zu helfen vermochten. Welche Täler er zu durchwandern, wie viel Tapferkeit er aufzubringen hatte. Auszeichnungen, Ehrungen und Preise gibt es viele für Sieg und Erfolg aber wenige für die Tapferkeit, mit der sich der Künstler beinahe täglich dem Scheitern und der Einsamkeit entgegen wirft.
Aber es gibt sie und die "Goldene Henne", wenn auch manchmal posthum, ist schon jener Tapferkeit gewidmet worden. Mehr noch, denn sie wurde gar erfunden zur Ehre einer Frau, die ihrem gesundheitlichen Scheitern bis zuletzt tapfer lachend trotzte.
Reinhard Fißler wurde in den Siebzigern eine der markanten Stimmen des Ostens - mit Liedern über den Lebenskampf und das Scheitern. In "Kampf um den Südpol" weinte er eine der Grundfragen der Menschheit in unsere Herzen und Köpfe und half damit nicht nur mir, mich auf die Suche nach eigenen Wegen zu machen. Was bleibt nach dem Tode, wenn der Name nicht bleibt?
Fißler selbst war in seinem Künstlerleben wohl dem Scheitern oft näher, als dem Ruhm - und dann diese Krankheit, die ihn körperlich lähmt und der er seit Jahren seinen so tapferen Gesang entgegen wirft. Menschen, Künstlern wie ihm muss die "Goldene Henne" und zwar nicht posthum, gewidmet werden und ich bin sicher, dass Helga Hahnemann dies als Erste vertreten würde. Einem todkranken Sänger die Ehre zu erweisen und ihm damit zu versichern, dass sein Name bleiben wird, darum bitte ich Sie, die darüber zu befinden haben.

Bernd Römer (Karat): Dieser Preis ist etwas sehr Großes, und Reinhard hat schließlich auch etwas Großes geleistet. Er ist für mich eine der einzigartigsten Gallionsfiguren des Ostrock. Ich bin ihm vor kurzem bei einem Bandcontest begegnet, wo er auch mit in der Jury saß. Ich war begeistert, dass er noch so aktiv ist und sein Geist noch so gut funktioniert. Er hat alle Bands, die dort aufgetreten sind, mit viel Weitblick und Hintergrundwissen eingeschätzt. Davon war ich sehr beeindruckt. Von allen Sängern, die es in unserem Land gibt, ist er einer, der sich mit am meisten Gedanken gemacht hat, und der stets intellektuell an sein Schaffen herangegangen ist. Er sieht Musik immer als besonderes Transportmittel auch für tiefgründige Botschaften an. Botschaften, die gerade in der heutigen Zeit zu wünschen übrig lassen.

Jörg Stempel (Amiga, sechzehnzehn): Gerade habe ich zum 45-jährigen Jubiläum eine CD von Stern-Combo Meißen gekoppelt... Mir fiel wieder Reinhards außerordentlich charismatische Stimme und Ausdruckskraft auf, die ihn unverwechselbar macht. Die Bewunderung wird umso größer, wenn man weiß, wie er heute mit seinem Schicksal umgeht, wie er trotz allem am Leben teilnimmt.

Angelika Mann (Sängerin): Er hat den Preis unbedingt verdient, weil er trotz seiner schweren Krankheit immer noch Musik macht und mit dem Kopf und dem Herzen dabei ist.

Werther Lohse (Lift): In erster Linie sollte er den Preis für seine langjährige Arbeit bei der Stern-Combo Meißen und auch bei seinen Soloprojekten bekommen. Auch dafür, dass er trotzdem er so schwer erkrankt ist, weiter arbeitet und Projekte antreibt, u.a. zur Erhaltung des "Dresdner Kulturpalastes". Er ist jetzt seit 10 Jahren krank und gibt sich trotzdem nicht auf. Davor kann man nur den Hut ziehen. Bei unserer Konzert-Lesung "Geschichten vom Sachsendreier", die Reinhard, Stefan Trepte und ich angefangen haben, fehlt er uns sehr.

Gaby Rückert (Sängerin): Ich finde, dass Reinhard einer der Urgesteine der deutschen Rockmusik ist. Er ist immer eine ehrliche Haut gewesen und hat Charisma. Alles was er gemacht hat, hat er mit 100%iger Ehrlichkeit gemacht. Er ist einer der Bleibenden, der sich in unser aller Herzen eingepflanzt hat.

Andreas Hähle (Musiker + Texter, "sergejwitsch"): Es geht ja nicht nur darum, dass Reinhard Fißler schon zu "Ostzeiten" für sehr viele als "Die Stimme" des Landes galt und weit mehr leistete als Sänger von "Stern Meißen" zu sein. Es geht auch darum, dass Reinhard Fißler sich immer und immer wieder, auch in den Zeiten seiner Krankheit, auch heute noch, für den Nachwuchs und nicht nur den des Ostens vehement einsetzt.

Patricia Heidrich (Musikerin, "unbekannt verzogen"): Obwohl Reinhard Fißler sehr krank ist, gibt er all seinen Mut und seine Kraft für viele gute und hilfreiche Projekte. So kämpft er zum Beispiel für den Erhalt des Dresdner Kulturpalastes. Und er singt heute immer noch. Als Gastsänger bei verschiedenen befreundeten Künstlern. Er lässt sich eben nicht klein kriegen, der Reinhard Fißler. All dies macht er vom Krankenbett aus. Er leistete Großes und tut dies heute noch.

Ingo Koster (Natschinski Gruppe, Brot & Salz u.a.): Reinhard hat diesen Preis verdient. Er hat einen ganz großen Anteil am Gelingen der DDR-Rockszene und der Palette der DDR-Rockmusik. Er ist für mich ein ganz charismatischer Sänger, der sich ähnlich wie wir mit einem völlig eigenständigen Stil profiliert hat. Er zählt damit zu den wichtigsten Sängern, die die DDR-Rockmusik hervorgebracht hat. Für mich persönlich ein liebenswerter Mensch, mit dem ich mich gerne unterhalten habe, weil die Gespräche immer Tiefgang hatten. Diesen Preis hat er eigentlich schon lange verdient.

Dirk Zöllner (Sänger): Reinhard ist ein Musiker, der, seit es deutschsprachige Rockmusik gibt, aktiv dabei ist. Er hat damit eine nationale Kultur geprägt und weiter gepflegt, und das nicht nur ostdeutsch, sondern gesamtdeutsch. Die Stern-Combo Meißen, mit ihm als Sänger, war Pionier der deutschen Rockmusik. Er ist über all die Jahre künstlerisch nie stehen geblieben, sondern hat sich ständig weiter entwickelt, bis zu seiner schweren Erkrankung, und selbst darüber hinaus. Reinhard ist nicht nur musikalisch, sondern auch als Mensch ein Vorbild für andere, die Krankheiten ertragen müssen und hat somit auch eine Funktion über die Musik hinaus. Er gibt jetzt noch Gitarrenunterricht, und das finde ich sehr bemerkenswert! Ich persönlich kenne ihn seit 2000, und der Höhepunkt unserer Zusammenarbeit war unsere gemeinsame Tour durch Israel. Wir waren damit die ersten deutschen Musiker, die in Israel deutschsprachige Rockmusik vorgetragen haben. Auch damit war er ein Pionier. Ich sehe ihn als Freund, der philosophische Qualitäten hat. Ein Besuch bei ihm ist kein Besuch bei einem Kranken, sondern nach wie vor eine lebensfrohe Begegnung, weil dieser Mensch aus seiner Situation heraus etwas mitzuteilen hat.

Gisbert "Pitti" Piatkowski (Renft, Modern Soul Band): Reinis Stimme ist ein wesentlicher Bestandteil der Musikkultur der ehemaligen DDR. Die Leidenschaft, mit der er seine Songs zu Gehör brachte, hat sich nachhaltig in unsere Köpfe eingebrannt. Mit seiner übermenschlichen Lebenskraft und seinem Kampfgeist ist er für mich ein großes Vorbild.

Uwe Ducke (Trixi G.): Wir kennen ihn leider nicht persönlich, aber ein Musiker wie Reinhard Fißler hat unseren Weg, deutschsprachige Musik zu arrangieren, wesentlich mitgeprägt. Sich und seiner Musik immer treu bleiben, keinen Zwängen und Vorgaben von Außen unterziehen - das ist die Saat für eine außergewöhnliche und einzigartige "Stimme" in der Musik. "Nur wer seinen eigenen Weg geht, kann von niemandem überholt werden." (Zitat: Marlon Brando) Reinhard Fißler ist diesen, seinen eigenen Weg gegangen. Reinhard Fißler hat es nicht nur verdient, nein es ist eine Pflicht, diesem hervorragenden Musiker einen Preis zu überreichen.

Larry "B." Brödel (Stern-Combo Meißen): Wenn ein Mensch so kämpft und sich durch alle widrigen Umstände nicht unterkriegen läßt, dann hat derjenige allen Respekt und Ehre verdient, die ihm zusteht. Und so ein Mensch ist Reini! Ich hatte die Ehre und Freude, Reini kennezulernen und er sagte mir , ich soll mich nicht verbiegen lassen. Mach ich nicht und Reini hat das auch nie gemacht. Wenn es eine typische und unverwechselbare "DDR-Stimme" gibt, dann ist das doch wohl Reinhard Fißler! Reini hat die Stern-Lieder zu Legenden gesungen und ich bin stolz, diese Lieder heute bei der "Combo" zu singen! Was hätte er noch alles veranstaltet, wenn er diese Krankhet nicht bekommen hätte!?!? Wobei er auch mit dieser Krankheit eine Menge veranstaltet... Die "Henne" ist nun mal der einzige Preis, mit dem auch "Ossis" ausgezeichnet werden und Reini hat diesen Preis mehr als verdient!

Frank Nicolovius (Stern Akustisch): Ich hatte die Freude, mit Reinhard in den letzten Jahren vor seinem endgültigen Bühnenabschied noch zusammenarbeiten zu können und lernte ihn dabei als einen großartigen und inspirierenden Menschen und Künstler schätzen. Diese Initiative finde ich sehr lobenswert und eine solche Würdigung für Reinhards Arbeit mehr als überfällig. Da die "Henne" aber ein reiner Publikumspreis ist, ist natürlich die Frage, ob sich noch genügend Menschen an ihn erinnern können. Ich drücke dafür jedenfalls die Daumen!

Uwe Hassbecker, die SILLYs & Anna Loos: Zweifelsohne, Reinhard Fißler ist ein guter Sänger. Einer der über Jahrzehnte hinweg etwas geleistet hat für die ostdeutsche Rock- und Popkultur. Ich lernte ihn kennen, als ich 1980 so ziemlich am Anfang meiner musikalischen Laufbahn das Angebot bekam, bei Stern-Meißen einzusteigen. Auf einmal stand ich auf einer Bühne zusammen mit meinen musikalischen Heroes, die sich im Privaten als ganz normale, liebenswerte und auch hilfsbereite Menschen herausstellten. Ich weiß nicht mehr, wie oft Bimbo (heute Puhdys) und ich, wir beide damals neu bei Stern und noch aus Halle kommend, in Reinhards winziger Friedrichshainer Wohnung übernachtet oder auch gewohnt haben. Worüber wir gequatscht, wieviele Partys wir gefeiert haben und was wir alles unterwegs erlebt haben etc. Wir hatten sehr viel Spaß, haben gute Musik gemacht und ich bin sicher, wir hatten eine gute Zeit zusammen.
Das alles ist für uns jedoch nicht der eigentliche Grund, diese Aktion zu unterstützen. Wenn die Goldene Henne auch als Preis für die Liebe zum Leben und zur Musik steht, dann hat sie Reinhard Fißler verdient. Für uns unglaublich, wie er scheinbar nicht mit seinem Schicksal hadert und es trotz seiner furchtbaren Krankheit und den damit verbundenen Widrigkeiten schafft, am relativ normalen Leben teilzunehmen, ja so normal zu sein wie es ihm möglich ist. Vor kurzem standen wir nach vielen Jahren wieder zusammen als Gäste bei einer Veranstaltung in Greifswald auf einer Bühne. Er im Krankenbett, aber er hat gesungen und wir haben gespielt. Was da in mir bzw. uns vorging, läßt sich nur schwer beschreiben.
Kurioserweise war einer seiner Spitznamen damals "Der Kämpfer". Ich bin sicher, keiner von uns damaligen Kollegen hat nur im Ansatz ahnen können, wie dieser Name bei Reinhard Programm ist und wieviel Kraft und Stärke er wirklich hat. Oder vielleicht ist es eben "nur" eine unbändige Liebe zum Leben und zur Musik. Die Goldene Henne für Reinhard Fißler jetzt! Und nicht etwa posthum.

Andrea Timm (Sängerin): Ich kenne Reinhard Fißler erst seit 1998, als wir im "Steamboat" in Berlin-Friedrichshagen musikalisch die Nacht zum Tag machten.Wie konnte meine Gitarre klingen - wenn Reini drauf spielte!! Als einer der ganz Großen, der gefeierten Ost-Rock-Helden hat Reini nicht den Boden unter den Füßen verloren. Ein Mensch mit einem großen Herzen, das warmherzig besonders für Kinder schlägt. Sein uneigennütziger Einsatz in Projekten für Kinder - immer mit Geduld bestrebt, ihnen von seinem Wissen etwas zu geben, und sei es nur die Begeisterung für die Musik - ist beispielhaft. Nun gibt Reini seine Erfahrungen immer noch weiter und mir scheint - mit immer größerer Energie - gegen alle Uhren der Welt. In den schwersten Stunden meines Lebens bin ich gestärkt von seinem Krankenbett gekommen. Es hat mal jemand gesagt, wenn man von Reini kommt, sei man reicher. Besser kann man es nicht sagen. Ich hoffe sehr, dass Reini diese "Goldene Henne" bekommt.

Walter Cikan (Produzent): Als langjähriger Rundfunkproduzent der Stern-Combo Meißen habe ich Reinhard Fißler zu einer Zeit kennen gelernt, als der Umgang mit eigenem musikalischen Material und deutschen Texten noch nicht die spätere Meisterschaft dieser Band erreicht hatte. Bis auf ein Lied, das ich persönlich bis zum heutigen Tage für ihr bestes halte: "Der Kampf um den Südpol". Und ganz entscheidend hat Reinhard mit seiner unverwechselbaren Stimme und tief unter die Haut gehenden Interpretation diesen Meilenstein von DDR-Rockmusik geprägt. Wenn es um die Entwicklung und Akzeptanz einer deutsch gesungenen Rockmusik in Ost und West geht, dann hat Reinhard Fißler einen wesentlichen Beitrag dazu geleistet. Und ganz bestimmt hat er sich die "Goldene Henne" verdient!

HC Schmidt (ex-Zwei Wege): Ich kann mich meinen werten Kollegen nur anschließen. Mit Reinhard verbinden mich schöne Jugenderinnerungen, ein Musiker und Freund, vor dem ich immer große Achtung hatte und habe. Ich ziehe den Hut vor so viel Kraft, Kreativität und Ehrlichkeit.

Andreas Ernstberger (Produzent): Reinhard für sein Lebenswerk zu ehren finde ich sehr gut. Mich wundert schon seit Jahren, dass er noch nicht für die "Henne" vorgeschlagen wurde. Gerade und besonders weil Reinhard als Musiker und Mensch eine große Persönlichkeit ist. Selbst seine schwere Krankheit hat Reinhard nicht aufhalten können, aktiv zu sein und sich für die Musik und Kultur in unserem Land einzusetzen.

Jürgen, Barbara & Stefan Kerth: Wenn es ein Musiker verdient hat, dann ist es Reinhard Fißler. Er hat eine begnadete Stimme und war und ist eine Legende. Unsere drei Stimmen hat Reiner!!

Toni Krahl (CITY): Es gibt die GOLDENE HENNE in den verschiedensten Kategorien. Für Musik, für Zivilcourage, für das Lebenswerk. Mindestens in diesen drei Kategorien hat Reinhard Fißler den Preis verdient.

Thomas Fritzsching (SILLY/RockOst): Rock aus Deutschland hat viele Gesichter. Eins wichtiger als das andere. Sie drängeln sich in der ersten Reihe, um möglichst viel vom Blitzlicht abzubekommen. Aber wie so oft im richtigen Leben werden dabei die wirklichen Leistungen übersehen. Wenn "Henne" noch leben würde hätte sie, so wie ich sie kannte, mit als Erste für Reini's Ehrung unterschrieben. Ich freue mich über diese Initiative und hoffe sehr, dass sie erfolgreich ausgeht.

Stefan Flügel (musix): Reinhard ist Kult, er hat meinen Blick auf die Musik des Ostens maßgeblich beeinflusst.

Till Blumenthal (musix): Reinhard soll mit der "Goldenen Henne" geehrt werden, weil er ein wahnsinnig großes Vorbild ist für unsere Generation. Mit seinem Mut und seiner großartigen Stimme.

Andrè Bachmann (musix): Vorbild!!!

Patrick Hirche (musix): Reinhard sollte unbedingt die Henne bekommen, weil er für immer in so vielen Herzen weitersingen wird.

Björn Sterzenbach (musix): Einer der großartigsten Sänger aus dem Osten!

Hans-Joachim Kneis (Klosterbrüder): Eine gelungene Idee!

Dietrich Kessler (Klosterbrüder): Reinhard Fißler war einer der herausragensten Sänger der ehemaligen DDR und hat die Auszeichnung verdient.

Jörg "Matze" Blankenburg (Klosterbrüder): Es war ein unvergessener Augenblick, Reinhard heute (20.6.09) hier zu treffen, wie jahrelang beim gemeinsamen Musizieren...

Arnulf Wenning: Reini hat es verdient!!!

Andrè Gensicke (Zöllner): Er hat es verdient!!!

Denise Naumann (Zöllner): Ich bin dafür!!!

Enrico Schelzer (Hurensöhne): Eine kleine Geste für einen ganz großen Künstler. Seine Stimme ist einzigartig, seine Ausdrucksstärke verursacht Gänsehaut und seine künstlerische Kreativität hat uns geprägt! Wir unterstützen den Aufruf mit ganzem Herzen.

Kirsten Kühnert, Sängerin/Autorin (McK.): Wie angenehm, Eure Zeilen zu lesen. In einer Welt, die von Oberflächlichkeit und unerträglichem Egoismus geprägt ist, sind solche Worte, liebe Kollegen und Freunde, ein warmer Regen. Sollten die durstenden kleinen Pflänzchen wie Gefühl, Mitgefühl, Fairness, der Sinn für das Gute - auch in der Kunst - wieder einen Lebensraum bekommen? Zeit wäre es. Und deshalb: Die Henne für Reini und allen guten Künstlern eine Plattform.

Suzette Brunner (ehemals Rockballett): Ich kenne Reinhard u.a. von verschiedenen gemeinsamen "Muggen" und bin der Meinung er hätte den Preis mehr als verdient.

Karl Köckenberger (Zirkusdirektor und Brückenbauer): Reini hat die jungen Artisten und Zirkuskinder únterstützt seitdem wir 1992/93 mit meinen eigenen Kindern und den deutschen wie türkischen Kindern aus Kreuzberg wie Treptow den Circus Cabuwazi gründeten. Die ersten Zirkuslieder komponierte Reini für uns 1994/95, schrieb eine besondere Fassung zu Ehren meines Sohnes David, als dieser an Pfingsten 1995 starb. Reini stand und steht bis heute uns, d.h. allen Zirkusmitarbeitern wie Jugendlichen, mit all seiner fachlichen Kompetenz und menschlichen Wärme und Liebe zur Seite. Die kulturelle Bildung durch die Zirkuspädagogik, die Musik und den Tanz vor allem für die benachteiligten Jugendlichen war ihm immer ein grosses Anliegen. Sein künstlerisches Schaffen und seine Unterstützung in der kulturellen Bildung müssen unbedingt gewürdigt werden.

Ray Wilson (ex-Genesis, Stiltskin): Ich unterstütze diese Aktion sehr gerne! Reinhard Fißler sollte auf jeden Fall diesen Preis bekommen.

Hartmut Fischer (Fischer, Voigt & Krüger): Ich verneige mich vor Reinhard und seinem Schaffen. Er ist eine Bereicherung für mein Leben.

Bernd Fettback (CABUWAZI e.V.): Reinhard Fißler engagiert sich seit der Gründung des Kinder- und Jugendzirkus' CABUWAZI e.V. in Berlin für diesen sozial-pädagogischen Jugendkulturbetrieb. Für zahlreiche Inszenierungen schrieb er die Musik, spielte mit Kindern Lieder ein und verfasste mit ihnen Texte. Er versteht es, die Kinder und Jugendlichen zu begeistern, selbst kreativ zu sein und sich für eine Sache zu engagieren. Unser Zirkuslied "Wir sind die Kids und unser Zirkus ist ´ne Welt ..." wurde von ihm komponiert und mit Kindern eingesungen. So sind wir bei den Auftritten und Inszenierungen immer ein Stück mit Reini verbunden.

Wolf-Rüdiger Raschke (Karussell): Uns verbindet eine gemeinsame Geschichte und Reinhard hat ein wesentliches Stück DDR-Rockgeschichte geschrieben. Wir haben mit der SCM und mit Reinhard nicht nur auf der Bühne gestanden, sondern wir haben auch viele unvergessliche Stunden miteinander erlebt. Ein ganz besonderer Mensch war er als Frontmann: Klug, sensibel und voller Kraft. Und diese Kraft ist ihm geblieben und hat es ihm ermöglicht, mit seiner unerbittlichen Krankheit zu leben und lässt uns damit die eigenen Sorgen und Probleme mit ganz anderen Augen sehen. Reinhard ist nicht nur Legende und Vorbild für unsere Generation, sondern auch für die, die nach uns kommen, mögen sie ihn weitertragen. Deshalb ist es ein "Muss" , dass Reinhard die "Goldene Henne" bekommt. Wenn nicht er, wer sonst !!!!

Norbert Jäger (Stern-Combo Meißen): Auch ich möchte mich dem Vorschlag anschließen, Herrn R. Fißler für eine Ehrung mit der "Goldenen Henne 2009" zu nominieren. Lediglich die Bezeichnung: "...für sein Lebenswerk!" finde ich unpassend, ja fast geschmacklos. Dieser R. Fißler, dieser Musikerkollege, dieser lebensfrohe Geist wird auch weiterhin mit einer Vielzahl kreativer Ideen musikalisch wie auch kulturpolitisch-kritisch (z.B. Kulturpalast Dresden u.a.m.) überzeugen. R. Fißler ist und bleibt ein "Kämpfer" im Sinne und ähnlich der Helga Hahnemann - "die Henne" - trotz seiner Scheiß-Krankheit. (Lieber Norbert, die Bezeichnung "Lebenswerk" schließt zukünftig zu erwartende Aktivitäten Reinhard Fißlers durchaus mit ein und ist keinesfalls nur als Abschlußehrung für Vergangenes zu betrachten. Auch andere noch aktive Künstler und Persönlichkeiten haben vergleichbare "Lebenswerk"-Ehrungen bereits in der Vitrine stehen, was neuerliche Verdienste keinesfalls abwertet oder gar negiert. In diesem Geiste ist unsere Aktion gemeint, Reinhard für alles zu danken, was er bisher geschaffen hat und noch schaffen wird. Deshalb nicht Kategorie sondern eben "Lebenswerk" - das Werk eines Lebenden. Red.)
R. Fißler ist einer der Wegbereiter des sogenannten "Ost-Rocks" und hat sich keinesfalls - im Gegensatz zu einigen Musikerkollegen vor dem "monotonen Yeah Yeah Yeah des Klassenfeinds" in der ehem. DDR gebeugt. Seine musikalisch künstlerische Vielseitigkeit, sein charismatischer Gesang, sein ausdrucksstarkes Gitarrenspiel, seine Kompositionen, seine Texte in Deutsch usw. sind beispielgebend.
Die Zeiten kulturpolitischen Aufbegehrens in der ehem. DDR (z.B. Ausweisung von Systemkritikern) verfielfältigte und verteilte R. Fißler z.B. Noten und Texte - mühsam einzeln abfotografiert - von Wolf Biermann, ohne Rücksicht auf Stasi-Folgen! Weitere diesbezügliche Aktivitäten R. Fißlers zu nennen würde den Rahmen dieses Schreibens sprengen. R. Fißler läßt sich trotz ALS (Amyotrophe Lateralsklerose), diagnostiziert im Jahre 2000/2001, nicht unterkriegen. Er produzierte - unterstützt durch wahrhaft ehrliche, gute Freunde - mehrere CDs, schrieb ein Buch, pflanzte einen Baum, zeugte noch ein Kind und wer weiß, mit welcher "Überraschung" R. Fißler auch zukünftig noch aufwarten wird.
Leidensgenossen, wie der britische Wissenschaftler Stephen Hawking oder der vor kurzem dieser Krankheit leider erlegene Kunstprofessor Jörg Immendorf sowie viele ungenannt Betroffene wünschen R. Fißler garantiert von ganzem Herzen Erfolg beim Kampf ums Unvermeidbare. Übrigens feierte R. Fißler im Februar 2009 mit hunderten Freunden und Musikerkollegen in Berlin-Grünau seinen 60. Geburtstag!
Wer die Chance hat und wahrnimmt, R. Fißler zu besuchen oder bei irgendwelchen Veranstaltungen zu treffen, ihm in die Augen zu blicken, der wird ein Universum an Ehrlichkeit, an Schlagfertigkeit im Sinne von "Schwarzem Humor" und vieles andere entdecken. Ich persönlich bemühe mich, dies in gewisser Regelmäßigkeit zu tun und empfinde wie gut es ist, einen solchen "Typen" als Feund zu haben. Man kann dabei nur lernen, lernen und nochmals lernen!
P.S.: Eine weitere "Goldene Henne" sollte auch R. Fißlers langjährigem Pflege-Team gebühren.

Wolfgang "Paule" Fuchs (Pond): Worum geht's hier eigentlich? Um einen Preis! Zugegebenermaßen um einen 'wichtigen' Kulturpreis. Wichtig zumindest für ostdeutsche Künstler - im Westteil haben ohnehin 'Ostler' keine Chance auf einen solchen - wenn es ihn überhaupt gibt. Reinhard selbst ist es bestimmt völlig egal, ob er solch einen Preis bekommt oder nicht! Denn er hat ganz andere Probleme: Im Alltag auch nur einigermaßen zurecht zu kommen und ein möglichst würdevolles Leben führen zu können. Ganz 'banale' Dinge durchzustehen eben und und und (wovon 'normale', gesunde Menschen keinen Schimmer haben). Was bedeutet da schon ein Preis, welcher es auch sein mag! Und dennoch - oder gerade deshalb m u s s er diesen Preis bekommen. Eben für seinen Mut, für seine Kraft, Durchhaltevermögen, Engagement. Aber vor allem für seine Verdienste auch als Musiker und seine 'Vorbildfunktion' - denn er hat schließlich auch ein Stück Musikgeschichte geschrieben. Daß man für solch einen Mann noch kämpfen muß, um überhaupt eine Stimme zu kriegen... Die Sache wird allerdings noch viel klarer und völlig einleuchtend, wenn man sich die Nominierten ansieht und ihn gegenüberstellt...

Klaus Wehrmann (ehemals Fißlergang): Neben seiner Persönlichkeit als Musiker und der Musikgeschichte, die er ohne Zweifel mitgeschrieben hat, ist Reini ein Vor-, Nach- und Mitdenker, den sein Schicksal nicht hadern lässt. Ich ziehe meinen Hut vor ihm und wünsche ihm die fetteste Goldene Henne.

Lutz Krüger (Transit): Es gibt Musik fürs Herz, den Bauch, den Kopf und noch vieles mehr. Für Gänsehaut hat bei mir immer Reinhard Fißler gesorgt. Ein Mensch, der geehrt werden muss... zu Lebzeiten.

Die Puhdys: Ein Musiker, ein Kollege, ein Freund - der viele Jahre erfolgreich im Musikgeschäft tätig war und der durch eine schwere Krankheit seinen Beruf nicht mehr ausüben kann – etwas Schlimmeres kann es für einen Menschen, der mitten im Leben steht und der noch so viele künstlerische Pläne hatte, nicht geben. Seine Performance war ausdrucksstark, glaubhaft und leidenschaftlich und man hatte immer das Gefühl, dass die Bühne sein Wohnzimmer war. Wir, die PUHDYS, würden uns freuen, wenn Reinhard Fißler die Goldene Henne für sein Lebenswerk erhalten würde.

Wolfram "Boddi" Bodag (Engerling): Unbedingt!!!!

Hannes Schulze (Engerling): Reini hat's verdient!

Manne Pokrandt (Engerling): Reini hat die Henne für sein Lebenswerk absolut verdient!

Heiner Witte (Engerling): Ihm gönne ich es von Herzen, sollte er den Preis bekommen.

Andreas Wieczorek (Polkaholix, Gundermann Seilschaft): Good Voice, Good Human Being, Lebensbejahender Kämpfer, was sehr rar ist heute. Somit ein Vorbild!

Mario Ferraro (Polkaholix, Gundermann Seilschaft): Weil ich beim "Kampf um den Südpol" immer Gänsehaut hatte.

Christian Haase (Liedermacher): Wegen seines Durchhaltevermögens sollte er den Preis bekommen.

Karsten Matschei (Tourmanager): Einer der wichtigsten DDR-Musiker, der allen Mut macht und es wirklich verdient hätte.

Marko Wedereit (Die besseren Zeiten): Er hat es verdient, weil er anderen Mut macht und Kraft gibt.

André Drechsler (Eisbrenner): Fißler rules!

Mathias Fuhrmann (Eisbrenner, Jonathan Blues Band): Ein "lieber Kämpfer" und großartiger Sänger!!! Ich bin stolz mit ihm musiziert zu haben.

Alejandro Soto Lacoste (Eisbrenner): Weil er ein guter Mann ist!

Ferry Grott (Eisbrenner): ...auf jeden Fall!!!

Mercedes Wendler (Eisbrenner): Als Anerkennung für einen Menschen, der sich wirklich für Qualität und Nachhaltigkeit in der heutigen Kulturlandschaft einsetzt.

Frank Hultzsch (Eisbrenner): Ich spiele selbst vorwiegend in Bands mit deutschen Texten.

Hans-Jürgen Beyer: Reinhard Fißler (Stern Meißen) hat mit seiner herausragenden stimmlichen Interpretation einen wesentlichen Anteil daran, daß sich eine eigenständige Rockmusik im Osten Deutschlands entwickeln konnte. Daher plädiere ich für einen Sonderpreis (Auszeichnung) bei der "Goldenen Henne" für Reinhard Fißler.

Peter Schimmelpfennig (POOL Records): Reini braucht die Henne wirklich nicht mehr. Bei der Zuneigung und der Solidarität, die ihm bei Euch auf der Seite von so vielen Menschen bis jetzt schon zuteil geworden ist... das ist viel besser als eine Henne!

Mike Kilian (Rockhaus): Ein guter Mann für einen guten Preis :-)

Max Repke (Rockhaus): Ja! Unbedingt!

Leslie Beathoven (Rockhaus): Reini hat`s verdient!

Reinhard Petereit (Rockhaus): Die Henne für Reini wäre sehr verdient.

Heinz Haberstroh (Rockhaus): Fißler hat den Preis verdient!

Christian Sorge (Starfucker): Reini hat diesen Preis unbedingt verdient!

Basti "Buzz Dee" Bauer (ex Knorkator): Schade um so einen guten Musiker.

Lars Rettkowitz (Annemarie Eilfeld Band): Die Henne für einen der besten Sänger, Frontmänner und Kämpfer!

Annemarie Eilfeld: Er hat es verdient! Ein großartiger Musiker und eine starke Persönlichkeit.

Mike Seeber (Texas Mike): Ein Stern leuchtet immer für Dich!

Rolf Lehmann (Texas Mike Band): Wenn diesen Preis jemand verdient hat, dann Reinhard!

Hagen Eisfeld (Texas Mike Band): Reinhard mein Freund, ich denke an Dich!

Klaus Schmidt (Tonmeister, Produzent): Es fällt mir kein Mensch in unserem Land ein, der es mehr verdient hätte als Reinhard Fißler, mit der Goldenen Henne geehrt zu werden. Sein Leben ist gezeichnet von Erfolg und Leid. Er meistert alle Situationen mit einem eisernen Willen. Wären mehr Menschen aus diesem Holz geschnitzt, wäre die Welt sicher besser als sie ist. Also uneingeschränkt ja: Reini verdient diese Auszeichnung!

Thomas Putensen: Neben all dem Glanz - Reini auf der Bühne zur Verleihung? - das würde dem ganzen was sehr glaubhaftes vermitteln, nur der "Henne" wahrscheinlich mehr als Reini. Soviel Wahrheit neben all dem Blankpolierten wird wohl kaum zu ertragen sein - aber schön wär's doch.

Ronnie "Pille" Pilgrim, Berluc: Nicht nur eine der charismatischsten Stimmen der deutschen Rockmusik, nein auch ein überaus liebenswerter und zielstrebiger Kollege. Reini hat sich nie verbiegen lassen oder "halbe" Sachen gemacht und schon dafür würde ihm die "Henne" zustehen. Wie er jedoch mit seinem Schicksal umgeht, das verdient einfach nur Hochachtung... Auch wenn seine Stimme verstummt, dieser Mann spricht mit dem Herzen...
Ergänzung 20.10.09: Kulturpalast, 10.10.09.... Reini war der eigentliche Initiator zur Rettung des Kulturpalastes. Ich hatte das große Glück und die Ehre, mit Reini nach dem Konzert ein paar Worte wechseln zu dürfen. Was der Mann an Freude und Zuversicht vermittelt, einfach unglaublich...! Ok, ihm wurde die Ehrung "Goldene Henne" verwehrt, aber bedarf ein Künstler vom Format eines Reinhard Fißler dieses Preises? Dieser Mann kämpft einen täglichen Kampf ohne zu verzweifeln, macht anderen noch Mut und hat immer noch die Kraft für ein Lächeln...! Keiner von uns kann ermessen, welche Kraft dazu gehört... und kein Preis der Welt kann das wirklich würdigen...

Anja Krabbe (AK 4711): Ich bin dafür, dass Reinhard die "Goldene Henne" bekommt!

Ronny Dehn (Silly): Er hat diese Auszeichnung für Leistung und Durchhaltevermögen verdient.

Rainer Engelmann (East Blues Experience): Eine Henne für Reinhard ist wirklich an der Zeit.

Jana Groß (Bell, Book & Candle): Ich bin sehr dafür, dass Reinhard die "Goldene Henne" bekommt. Erist ein genialer Musiker und ein toller Mann!

Hendrik Röder (Bell, Book & Candle): Die "Goldene Henne" sollte Reinhard auf jeden Fall bekommen!

Holger Jagsch (Bell, Book & Candle): Ich bin auch dafür! Er hat den Preis verdient.

Andy Birr (Bell, Book & Candle): Die "Goldene Henne" für einen, der sie wirklich verdient hat. Rock on!

Manuel von Senden (Opern-Tenor, ex-Electra): Ich möchte mich diesem Projekt ebenfalls anschließen. Ich bin der Meinung, dass die "Goldene Henne", der einzige und letzte verbliebene ostdeutsche Medienpreis, mehr als verdient ist für Reini Fißler, den ich als aufrichtigen Menschen, ernsthaften Künstler, großartigen Sänger und sehr sehr lieben Kollegen kenne.

Michael Lehrmann: Reinhard ist eine der charismatischsten Stimmen des Ostrock. Die "Goldene Henne" ist entsprechend geeignet, seinem Wirken als Musiker und Sänger gerecht zu werden.

Axel Reitel (Schriftsteller, Sänger): Liebe Kulturgöttinnen und Kulturgötter von ARD, ZDF und den Privaten Kanälen, es geht um eine, aus meiner Sicht, in jeder Hinsicht verdiente "Goldene Henne" für den Musiker Reinhard Fißler. Ich kenne den Künstler und Mensch Reinhard Fißler schon lange.
Angefangen vom Aufhorchen als 16jähriger, als in meinem Jugendzimmer in Plauen (Vogtland) "Der Kampf um den Südpol" aus den dekorativ an die Wand montierten Lautsprechern erklang. Zwanzig Jahre später dann, Mitte der Neunziger, gastierte Reinhard oft in Plauen (ich war 1990 aus Westberlin, wohin ich als 21jähriger von der Bundesrepublik aus Stasi-Haft freigekauft wurde, in die meine Heimatstadt zurückgekehrt). Reinhard Fißlers Talent als Solokünstler, mit jenem grandiosen Gitarrenspiel, der noch ausdrucksvoller gewordenen Stimme und Texten, von einprägsamen Melodien getragen, habe ich wieder und berührender noch als einmalige hohe Kunst empfunden.
Seine Talent, seine Intelligenz, seine Offenheit und sein unverführbares, souveränes Interesse für die eklatanten, auch wehmütigen Schnittpunkte dieser Welt, vor allem nicht zu vergessen sein bis heute eiserner Kampf gegen die Amytrophe Lateralsklerose, sollten weit über das Bisherige bekannt werden - denn all dies ist vorbildhaft und für uns alle ermutigend.
Abschließend, als zusammenfassendes Bild, möchte ich zur Untermalung meines Wunsches eine Anekdote erzählen. Sie stammt aus dem alten Athen, aus unseren demokratischen Wiegejahren sozusagen. Nun, eines Tages zündete der Philosoph Diogenes am helllichten Tage ein Licht an, und als man ihm auf seinem Weg durch die Stadt fragte, was er damit wolle, war seine Antwort: 'Ich suche Menschen.' Aus dieser Anekdote, die im ersten Band der "Kritik der zynischen Vernunft" von Peter Soliterdijk nachlesbar ist, stelle ich mir vor, entstand viel später in Rom der Ausspruch "Ecce homo" - "Da ist ein Mensch". Ich denke dabei, heute und hier, das ist doch klar, an Reinhard Fißler.
Deshalb, liebe Kulturgötter und Kulturgöttinnen der ARD, ZDF und der Privaten Kanäle, die ihr ja auch Menschen sucht: Lasst es doch, ich bitte Euch, in eurem gütigen Licht bald heißen: "Die Goldene Henne - geht an Reinhard Fissler!"
Axel Reitel Berlin, 23. 9. 2009
Schriftsteller, Sänger
Liste der 77 ausgebürgerten Autoren
[vgl. Joachim Walter, Sicherungsbereich Literatur]
u.a. "Seelenbrennen. Ein Leben für die Musik. Gespräche mit dem Reinhard Fißler", Berlin, 2007; "ohne anzuklopfen" [AR & collegium novum] (u.a. zwei Duetts mit Reinhard Fißler), Plauen 2000.

Peter Butschke (Pension Volkmann): Liebe "Deutsche Mugge" Leute, ich bin zweigeteilt bei dieser Aktion. Irgendwie ist da ein Widerspruch drin. Ich will ausdrücklich sagen, dem Reinhard gönne ich jeden Preis. Darum geht es mir auch nicht. Ich denke nur, diesem bis ins Mark verkommenen Pack, das sich um den MDR und dieser sogennanten "Super Illu" bewegt, etwas abzutrotzen, ist der Mühe nicht wert. Sie zeigen doch schon so lange ihr wirkliches Gesicht. Es geht diesen Lakaien doch nicht darum, unsere Identität zu bewahren. Zu viele haben sich schon einlullen lassen. Vielleicht sollte man etwas Eigenes finden und das dann ganz groß aufziehen. Ich denke, Reinhard Fißler hätte etwas würdigeres als diese Auszeichnung verdient. Das dazu. Es war halt so ein Gedanke.
Anm. d. Red.: Lieber Peter, du hast den Widerspruch schon selbst in sich aufgelöst. Es geht ganz sicher nicht darum, dem MDR & Co. etwas "abzutrotzen", sondern auf etwas aufmerksam zu machen. Dafür ist das der richtige Rahmen. Und das Eigene und Würdigere gibt es schon. Lies mal diese Seite und die folgende...

Simone Kotowski (Nova Breeze): Ich möchte Reinhard Fißler mit der "Henne" in der Hand sehen, weil er trotz oder gerade wegen seiner Krankheit seine ungebrochene Freude an der Musik behalten hat. Er ist ein guter Mentor und er zeigt, dass man als Mensch und Künstler in jeder Lebenslage imstande ist, anderen etwas weiter zu geben.

Eva-Maria Dittrich (Braxas -A -): Für Reini gebe ich sehr gern meine Stimme ab. Ich kenne ihn persönlich und wir sind zu seinem 60.Geburtstag bei ihm aufgetreten. Er ist mir als Mensch sehr wertvoll und das weiss er selber auch. Er ist ein Kämpfer und ich wünsche ihm noch viel, viel Kraft. Toller Musiker und Sänger!!!!!!!!!!!!!

Detlef Kotte (PlatVorm): Natürlich plädiere auch ich dafür, daß er diese Auszeichnung bekommt. Aber auch wenn das nicht so wird, ist und bleibt er für mich eine der wenigen prägnanten Stimmen unserer Rockmusik. Mein Gott, ich erinnere mich an die alten Tage im Zollhaus Ruhland z.B., als er mit der SCM auf der Bühne stand, noch teilweise coverte aber auch schon die ersten eigenen Songs brachte. Seine Art zu singen gab mir immer dieses wundervolle Gefühl der Schwermut, der Sehnsucht. Und ich denke, er hat ganz vielen Menschen solche schönen Momente immer und immer wieder gebracht. Dann kam die Zeit, als ich selbst auf der Bühne stand und Reinhard hin und wieder persönlich begegnete. Er war nie genervt und hatte meist einen Moment Zeit zu reden. Ein toller Typ, ein guter Mann. Ich wünsche ihm viel Kraft und diesen Preis.



 
Ich grüße alle Deutsche-Mugge-Leser, alle lieben Kollegen, Freunde der Musik und Künstler, ich grüße die lieben Fans und die berufenen Menschen aus den unterschiedlichsten Bereichen unserer Gesellschaft, die sich sehr wertschätzend an der Unterschriften-sammlung des Online-Musikmagazins beteiligt haben. Meinen tief empfundenen Dank!
Besonders wertvoll finde ich, dass die Begründungen der freundlichen Äußerungen und Statements in der Hauptsache weniger auf Mitleid sondern vor allem auf einer hohen Anerkennung der Dinge beruhen, die ich wohl geleistet und hinterlassen habe, die ich offensichtlich vielen Menschen geben konnte und auch in meiner jetzigen Lebensphase weiterhin gebe. Das gibt mir außerordentlich positive Impulse und viel Kraft im Umgang mit Menschen und darin, weiterhin künstlerisch kreativ positive Impulse zurück zu geben. Meiner Auffassung nach haben viele der hoch-geschätzen Kollegen, die sich für mich eingetragen haben, ebenfalls die Henne verdient.
Ich habe vor Kurzem von der Redaktion, von Christian Reder, dem ich wegen dieser Initiative ebenfalls sehr danke - wie auch den Knechtels, Petra Heinzel, Bernd Teichert u.a. - erfahren, dass diese Unterschriftensammlung, als sie schon recht representativ war und den Medien MDR und Super Illu vorgestellt wurde, von den Ausrichtern der "Goldenen Henne" nicht zur Kenntnis genommen wurde. Es wurde auf dieses Nominierungsangebot von Deutsche-Mugge.de und dem puhdys-forum.de nicht einmal geantwortet. Die gesamte Initiative wurde bisher schlichtweg ignoriert. Trotzdem, liebe Freunde, nochmals vielen Dank für die mir bisher zuteil gewordene Anerkennung und Würdigung. Und weiterhin ein reges Interesse an Deutsche-Mugge.de,
Reinhard Fißler