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Vicki Vomit's Weihnachtstour-Station am 18.12.2008 im K 17 in Berlin Bericht: Petra Heinzel Fotos: Petra Heinzel ![]()
Um 21:00 Uhr eröffnete der Liedermacher "Der flotte Totte" den Abend. Der Hamburger griff viele Themen, in witziger Art verpackt, auf: "...Sabine hat auf Sand gebaut, denn Horst hat keinen Hunger...", und bekam an anderer Stelle wiederum das vom Publikum gewünschte Echo: "Punkrock". Als er die Bühne verließ konnte ich auf der Rückseite seines Shirts die Aufschrift: "Das ist kein Spaß" entdecken. Um 21:40 gab es im K 17 einen Urknall (ich war sehr überrascht) und Vicki Vomit rockte mit "Harz 4". Sofort fiel mir auf, dass dort fantastische Musiker auf der Bühne spielen und sie alles mit links, mit einer so genannten Leichtigkeit, machen. Und links stimmt natürlich auch, denn Vicki's Gitarren, acht verschiedene Modelle entdeckte ich auf der Bühne (er besitzt noch weitere), waren für ihn als Linkshänder bestimmt. Gleich beim zweiten Lied "Tach, Herr Chef" sang das Publikum: "Ich mag sie nicht", und auch beim dritten war die Textsicherheit nicht zu überhören: "...doch die Zeiten sind hart und ich brauch' die Knete... Hallo Herr Minister". Nach "Weiche Birnen" begrüßte der Thüringer Vicki alle Fans: "Hallo, das ist der Auftakt unserer Weihnachtstour... Wir kommen jetzt zu einem Lied von unserer letzten Schallplatte. Ach, das heißt heutzutage CD. Das Lied heißt ‚Miss Beinebreit'". Vicki wechselte zur Akustikgitarre, Tobi erzeugte Töne mit seiner Talkbox (kannte ich bis dato nur beim Sillysong "Unterm Asphalt" von Uwe Hassbecker) und Ines verstärkte alles mit ihrem wunderbaren Backroundgesang. An dieser Stelle wurde Ines, die hinter ihren Instrumenten kaum zu sehen war, kurz vorgestellt. Wie sie mir auch anschließend erzählte stammt sie aus Saalfeld und nennt ihre Hammond-Orgel "Bärbel". Erneut wechselte Vicki zur nächsten E-Gitarre und stellte Erbse aus Weimar mit seinem "Tali-Bass" (E-Kontrabass) vor. Er zauberte mit seinem Bogen fantastische Klänge in den Saal, wechselte dann kurzerhand zur Bassgitarre und kurz darauf knallte es erneut mitten im Saal: ein Modellflugzeug bewegte sich mit Pyroantrieb vor zur Bühne. Passend erklang das Lied "Flugzeug vor dem Fenster". Ich war schwer beeindruckt. Zum nächsten Lied erklärte Vicki kurz: "Jetzt kommt ein Ausspruch von Herrn Rüttgers, der versucht hat die Greencard zu torpedieren. Er hat damals gesagt ‚Wir brauchen Kinder statt Inder'". Vicki und Tobi nahmen ihre Akustikgitarren zur Hand, Erbse zupfte auf seinem E-Kontrabass und "Ficken für Deutschland" hallte durch den gut gefüllten Saal. Am Ende zeigten die Gitarren steil nach unten. Bei Vicki Vomit lohnt es sich genau auf die Texte zu achten. Sie sind gesellschaftskritisch, aber auch mit einer gewissen Ironie unterlegt. Dank des guten Sounds, der sehr kraftvoll war, konnte ich an diesem Abend den Text verstehen. Bei "Mandy ist ein Opfer der Mode" duften die E-Gitarren strapaziert werden und bei dieser Gelegenheit wurde Tobi, aus Schmölln stammend, vorgestellt. Von "Ich AG" (gefiel mir persönlich auch sehr gut) über "Blöd" ging es weiter zu "Anna Anabolika". Dieses Lied begann im harten Rocksound und plötzlich erschien doch wirklich ein riesiger Stoffpenis am linken Bühnenrand. Bevor Vicki zum Saxophon griff stellte er noch den gelb gekleideten Schlagzeuger Alex aus Leipzig vor. Weiter ging es mit "Stoi-Bär", "Sie ist ein Huhn", "Mutter Teresa" und das Publikum rockte, hatte viel Spaß, und sang lauthals "Die Oma will nicht sterben". Hier konnte Tobi mit einem Gitarrensolo noch einmal sein Können sehen bzw. hören lassen. Mit "Angelika" wollte Vicki sich vom Publikum verabschieden. Doch das forderten noch die bis dahin nicht gespielten Lieblingslieder ein. Beim anschließenden Medley - bei dem Vicki mit einer gezackten Gitarre rockte - waren die Fans nicht mehr zu halten. Sie rockten u.a. mit "Arbeitslos" vor der Bühne, das K 17 bewegte sich. Und noch mal hallten Zugabenrufe durch die Location. Beim nächsten Lied zählten die Fans mit: "eins und zwei, drei und vier, fünf und sechs, sieben und acht". Dann sang Vicki über "Zahnersatz" und es hörte sich tatsächlich so an als ob er keine Zähne im Mund hätte, sehr authentisch. Nun ging es auf in die letzte Runde. Die Band gab noch einmal alles, von rockig über punkig bis hin zu Reggaeklängen, und Vicki verabschiedete sich mit den Worten: "Tschüß! Frohe Weihnachten, und kommt mal wieder vorbei!" Um 23:45 Uhr verschwand Vicki mit seinen Misanthropischen Jazz- Schatullen dann endgültig hinter der Bühne... Foto Impressionen:
vor der Show...
Support: "Der flotte Totte" ![]() ![]() ![]() ![]() Die Show... ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]()
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