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Trixi G live am 20.09.2008 im "Zimmer 16" in Berlin Pankow Bericht: Petra Heinzel Fotos: Petra Heinzel
Am Samstag machte ich mich schon sehr zeitig auf den Weg nach Pankow. Den Weg dorthin hatte ich noch in bester Erinnerung. Bereits vor sieben Monaten fand im Zimmer 16, eine sehr angenehme und gemütliche Location, ein Trixi G-Konzert statt. Ich wollte nichts verpassen, da ich mich gerade bei Trixi G für alle Dinge vor und hinter den Kulissen interessiere. Als ich eintraf befand sich bereits sämtliches Equipment auf dem richtigen Platz, auch Trixi und Uwe waren auf der Bühne mit dem Stimmen ihrer Instrumente beschäftigt. Von mir ein kurzes: "Ich bin da und ihr seid auch da!" und schon ließen sie alles andere für eine herzliche Begrüßung stehen und liegen. Nun ging es noch um technische Details: die Feinabstimmung. Darauf legt Uwe besonders großen Wert, bis ins kleinste Detail muss alles perfekt aufeinander abgestimmt sein. An diesem Abend war es etwas komplizierter, da eine Live-Übertragung über www.rockradio.de erfolgte. Anita und Klaus waren vom Rockradio vor Ort und planten alles Nötige für eine störungsfreie Übertragung. Eine Webcam hatten die Beiden aufgebaut, um das Netz mit aktuellen Bildern speisen zu können. Gegen 19:30 Uhr trafen die ersten Gäste ein. Uwe überprüfte zum wiederholten Mal liebevoll seine drei Gitarren und in Trixi wuchs die Aufregung, sie versuchte diese nach außen zu verbergen. Ich vermisste nur noch eins: die Setlist. Aber die war an diesem Abend geheim, da wohl einige Überraschungen geplant waren. Der Saal war gut gefüllt als Trixi mit: "Der Seewind bläst mir ins Gesicht..." begann. Gleich in dem ersten Lied konnte man die Vielseitigkeit der Beiden sehen, hören und spüren. Trixi wechselte gekonnt zwischen Cabasa, Saxophon und natürlich ihrem ausdrucksstarken Gesang. Die Zuschauer zogen sie von Anfang an in ihren Bann. Trixi begrüßte alle: "Vielen Dank! Einen wunderschönen Abend wünschen wir euch. Wir sind Trixi G, Uwe Ducke an den Gitarren und ich bin Beatrix Gerecke. Wir möchten euch heute Abend auf unseren Lebenstrip mitnehmen". Und sie begrüßten die Hörer vom Rockradio. Trixi hielt dabei ihr Mikrofon in Richtung Publikum, die Radiohörer sollten uns hören. Wir genossen den "Lebenstrip", "Ladykiller" und vom künftigen Album "Schrei". Hierzu muss ich persönlich anmerken, dass ich gerne den Schutz in der Masse und Dunkelheit suche, denn daher konnte ich "fast" unbemerkt am Ende von "Schrei" wirklich einen kurzen Befreiungsschrei von mir geben. Ehrlich, wie ich bin, gebe ich es an dieser Stelle zu. Danach erklärte Trixi ganz genau worum es sich beim "Lebenstrip" handelt. Es ist das aktuelle Album, sie zeigte es den Zuschauern. Von dieser Scheibe kündigte Trixi "Das Paar" an, und entschuldigte sich, dass sie heute Abend aus gesundheitlichen Gründen keine Querflöte spielen könne. Spontan mimte Uwe die Querflöte, er summte in sein Mikrofon. Da staunte Trixi nicht schlecht, er fügte hinzu: "Ich bin deine Querflöte, spiele auf mir", und summte weiter. Das Publikum jubelte vor Freude. Trixi G covert auch Sillysongs. Sie covern diese Songs nicht einfach nur, sondern geben sehr viel Gefühl und Herzblut hinein. Sie selbst sind seit vielen Jahren begeisterte Sillyfans und besitzen sämtliche Schallplatten. Ich bin jedes Mal aufs Neue fasziniert, konnte daher bei "Flieg" aus der Haut fahren, bei "Flut" mir das Salz von der Haut spülen lassen und bei "Schlohweißer Tag" die Vögel auf meiner Haut landen lassen. Bevor es in die Pause ging lauschten wir den Klängen von "Du" und "Worte". Zu dem Lied "Worte" pflege ich eine ganz besondere Beziehung. Erinnerungen führen mich zurück zu Kundis Wohnzimmerkonzert in Hoywoy (Hoyerswerda). Freunde stimmten auf diesem Konzert mit E-Gitarre, Gesang und Wunderkerzen ein. Trixi und Uwe waren so innig mit ihrem Lied beschäftigt, dass sie es erst nach einigen Sekunden bemerkten. Ich glaube, wir alle hatten feuchte Augen, ein sehr berührender Moment. Nach einer 20-minütigen Pause legten sie sämtliches Lebensgefühl in "Mein Haus". Trixi rockte über die Bühne, mit ihrer kraftvollen Stimme sang sie alles aus sich heraus und Uwe forderte die Saiten seiner Gitarre. Nicht nur Trixi sorgt für geniale Texte, sondern auch Beate Oberlein. Da Beate, dank Rockradio, alles genau verfolgen konnte, schickten die Beiden liebe Grüße an ihre Texterin und Homepage-Gestalterin. Und wieder ging ein Gruß an alle Radiohörer raus. Schön frech klingt: "Fehler verschwinden schnell mit dem Zauberskalpell" aus "Ideal", das Idealbild unserer Gesellschaft eben. Sie rockten mit "Seelenfänger", auch ein Lied ihrer früheren Band "Relayer". In dem Text geht es um finstere Gestalten (Satans Jünger). Trixi`s Haar wirbelte in alle Richtungen über die Bühne. Kurz darauf hörte ich drei Töne und hatte bereits Gänsehaut, "Abendstunden" von der Silly-Platte Mont Klamott erklang. Ich rutschte ganz tief in meinen Stuhl hinein. Kam dort so schnell auch nicht wieder hoch, denn ein Lied von Gundermann und Silly wurde recht geheimnisvoll angekündigt. An diesem Abend eine Premiere von "Fliegender Fisch" auf ganz eigene Art. Ich war begeistert, da ich diesen Wunsch vor einiger Zeit äußerte, eine wirklich gelungene Überraschung. Und zum Glück war noch lange kein Ende in Sicht. Trixi erzählte von meiner authentischen Begegnung mit dem Song "Regentropfen" in Hötensleben, welche anschließend in ein Unwetter ausartete. Welch' Vergnügen diesen Song im Trockenen genießen zu dürfen, denn das Zimmer 16 ist gut abgedichtet bzw. an dem Abend hat es auch nicht geregnet. Dieses Mal duften mich die Regentropfen wieder in meiner Fantasie streicheln. Von Gerhard Gundermanns "Gras" waren alle Anwesenden schwer begeistert. Die Beiden präsentierten es unheimlich gut, ein innerliches Mitschwingen war zu spüren. Mein Traumpaar (Trixi und Uwe) und "Traumpaar" von Silly passt auch wunderbar zusammen. Zur Untermalung trommelte Uwe ganz leise mit den Fingern auf seiner Gitarre, daher konnte man sich Gedanken über den Text machen (die deutsch-deutsche Wiedervereinigung). Anschließend ergriff Trixi das Wort: "Wir kommen zum Ende. Bleibt gesund! Wir freuen uns auf ein nächstes Mal und uns hat es viel Spaß gemacht!". Aber die Zuschauer ließen die Beiden nicht einfach gehen, der Jubel nahm kein Ende und sogar Wünsche wurden noch geäußert... und auch erfüllt: so ne kleine Frau (die Trixi) sang wieder mit enormer Leidenschaft "So ne kleine Frau" vom Silly-Album "Liebeswalzer" aus dem Jahr 1985, und Uwe übernahm die Zweitstimme und glänzte natürlich, wie schon am ganzen Abend, mit seinem wunderbaren Gitarrenspiel. Der Song gehört inzwischen schon zu jedem Trixi G-Konzert, wie auch "Bye Bye". Nun wollte Trixi die unruhige Meute nicht entlassen und sagte: "Damit ihr euch wieder beruhigt folgt jetzt noch ein neues Lied vom demnächst geplanten Album, welches "Unsichtbar" heißen wird". Mit "Es ist Zeit für mich zu gehen" und "Euch zu gefallen" (Nr. 31 auf der Setlist) endete ein fantastischer Konzertabend. Ganze drei Stunden durften meine Ohren brillanten Sound genießen. Um Mitternacht begaben sich Trixi und Uwe für ein paar abschließende Worte zum Mikrophon des Senders Rockradio. Sie freuten sich, dass einige ihrer Freunde im Chat waren. Anschließend war noch reichlich Zeit für ausgiebige Gespräche, das Zimmer 16 hatte seine Pforten noch bis 3:00 geöffnet. Foto Impressionen: ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]()
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