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SIMPLE MINDS live am 01. August 2009 in Berlin Bericht: André Serfas Fotos: André Serfas
Na sowas... "Harley Davidson Days", sind die nicht in Hamburg? Zumindest was das letzte Wochenende angeht wohl nicht, denn da tummelten sich Hunderte von Bikern auf dem Gelände am Salzufer. Auch sonst machten sich einige von ihnen mit donnerndem V2 Sound in Berlin bemerkbar. Toll, wenn man als Hauptstädter alle wichtigen Events in Deutschland früher oder später vor der eigenen Tür präsentiert bekommt. So sollten auch diese Harley Davidson Days der Auftakt für ein jährlich wiederkehrendes Ereignis sein. Diesmal noch unvorbereitet werde ich mir wohl weiter im Fernsehen sämtliche Bikebauersendungen ansehen um im kommenden Jahr mit fundiertem Fachwissen zu glänzen. Muss ja keiner wissen, dass ich nur die 3er Fläppen habe. Der eigentliche Grund, warum ich mich am Samstag aber dort ins Gewühl gestürzt habe war der Auftritt der Simple Minds. Wer ihr Konzert in Berlin im Juni verpasst hat, hatte also Gelegenheit auf kostenlosen Nachschlag. Mein Plan sah vor, mir kurz vor Konzertbeginn meinen Pressepass am Pressezelt zu besorgen und entspannt das Konzert aus dem Bühnengraben zu verfolgen. Was ich allerdings nicht mit einkalkuliert habe, war die immens lange Anfahrtszeit durch das Berliner S-Bahn-Chaos und der lange Fussmarsch bis zum Veranstaltungsgelände. Zu allem Überfluss fingen die Schotten dann auch pünktlich an zu spielen, so dass ich mit meinem Pressepass niemanden mehr beeindrucken konnte, denn die ersten drei Titel, bei denen aus dem Graben heraus fotografiert werden durfte, waren bei meinem Eintreffen bereits vorbei. Nagut, dann eben ab durch die Menge bis vor die Bühne. Wie sich herausstellte war aber auch das schwierig, denn die Jungs um Jim Kerr haben anständig gerockt. Dicht gedrängt feierte das Publikum jeden einzelnen Titel und entsprechend langwierig gestaltete sich meine Durchdrängelei bis nach vorne. Mutig die Kamera vor mich haltend konnte ich noch ein paar Meter gut machen, vorbei an Bikern, die um einiges größer waren als ich. Die Bühne selbst fand ich dann aber etwas unspektakulär. Aufgrund des zeitigen Konzertbeginns war es noch hellerlichter Tag. Mit Bühnenbeleuchtung war also noch nicht viel los und Jim Kerr hob sich schwarz gekleidet auch nicht wirklich vom schwarzen Hintergrund ab. Ich hab dann beschlossen den Rest des Konzertes mit einem Bier vom daneben gelegenen Spreeufer zu verfolgen. Also wieder zurück durch die Menge. Die meisten von den Leuten kannte ich ja jetzt. Das Bier kostete übrigens 3,50€ - plus 1,50€ Pfand. Dreieurofünfzig! Wieder hat mein Plan nicht geklappt, der diesmal vorsah mit reichlich Gerstensaft im Blut die Rückfahrt mit den Berliner Verkehrsbetrieben etwas angenehmer zu gestalten. Zumindest ließ sich das Konzert vom Spreeufer aus hervorragend verfolgen und so kam ich u.a. noch in den Genuß von "Alive and kicking" und natürlich von "Don't you forget about me" - den Simple Minds Hit schlechthin, der kurioser Weise gar nicht von ihnen selbst ist. Kurz nach Acht war es das dann aber auch. Mit knapp über einer Stunde Spielzeit würde ich das Konzert als echten Leckerbissen ansehen, der natürlich Lust macht auf mehr. Mal schauen, was nächstes Jahr am Salzufer los ist. Auf dem Weg zum Ausgang bin ich noch an einem Stand vorbei gekommen, der CDs mit original Harley-Motorensounds verkaufte. Kurz überlegt hab ich ja. Foto Impressionen:
Die Harley Davidson Days in Berlin: ![]()
![]() ![]() ![]() Auftritt SIMPLE MINDS: ![]()
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