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Stern Combo Meißen am 13. Oktober 2007 in Weimar (beim "Weimar Zwiebelmarkt", Marktplatz) Bericht: Nadja Notzke Fotos: Nadja Notzke
Ausgeschlafen und den Tinitus von gestern erfolgreich bekämpft geht es wieder Richtung Innenstadt, einmal gemütlich über den Zwiebelmarkt, unterwegs wieder das Zwiebelkuchenangebot getestet (übrigens, den besten gab es auf dem Mittelaltermarkt), sind wir dann so gegen halb 7 am Marktplatz angekommen.
Vor der Bühne war noch alles leer, also noch `ne Runde gedreht. Eine halbe Stunde später war es dann vor der Bühne schön voll und wir hatten zu tun, noch einen guten Platz zu bekommen. Letztlich standen wir fast vor der Box, aber zum Glück war es hier nicht ganz so laut wie gestern noch bei Monokel, was wohl aber auch an der fast geschlossenen Bebauung rund um den Marktplatz gelegen hat. Auf der Bühne wird fleißig gewerkelt und gecheckt, aber so richtig will das alles noch nicht funktionieren. Michael Behm will dem wartenden Publikum gerne mitteilen, dass sie da oben noch mit technischen Problemen zu kämpfen haben, aber die Mikros gehen alle nicht, also macht er ein Spiel draus: Stille Post. Naja, ob die hintersten Reihen mitbekommen haben, warum es noch nicht losgeht, bezweifle ich jetzt mal. Irgendwann hat einer den richtigen Stecker und den zugehörigen Schalter gefunden, und plötzlich geht es! Die Musiker verzichten jetzt spontan darauf, sich in Schale zu werfen, damit sich der Beginn nicht noch weiter hinaus zögert. So geht es dann mit etwa 30 Minuten Verspätung los. Den Anfang macht ein Instrumental, dessen Name mir beim besten Willen nicht einfällt. Ich hätte ja spontan auf den Türkischen Marsch getippt, aber das ist ja ne andere Combo! Weiter geht es rein instrumental, nur die beiden Keyboarder, mit Vivaldis Frühling. Der Sound ist vom Feinsten, keine Spur von irgendwelchen technischen Problemen, hier sind eben Profis am Werk! Lediglich die Sänger müssen noch kurz eingepegelt werden, wenn sie an der Reihe sind, aber sonst alles bestens. Weiter geht es mit dem "Weiten Weg", vorher eine kurze Ansage von Martin Schreier. Der Percussionist fehlt, der hat offensichtlich ein schlechtes Stück Fleisch gegessen und ist wohl vorher zusammen gebrochen. Na denn mal gute Besserung. Es folgen Hit auf Hit: unter anderem "Weißes Gold", "Die Sage", "Was soll aus mir werden", "Was fang ich an" und "Wir sind die Sonne". Michael Behm hat später seinen Platz am Schlagzeug mit Martin Schreier getauscht und einige Titel aus der ersten Reihe gesungen. Noch später kam dann IC Falkenberg, der auch für wenige Titel Akustik-Gitarre spielte, sonst wurden die Melodie-Aufgaben komplett von den beiden Keyboardern Frank Nicolovius und Eghard Schumann übernommen. Gegen Ende sangen IC, Martin Schreier und Michael Behm auch Titel zu zweit und zu dritt, wodurch die einzelnen Stimmcharaktere sehr gut zur Geltung kamen. Man merkte den Musikern eine unheimliche Spielfreude an, wie ich sie lange nicht erlebt habe, so ging das Konzert dann auch über volle zwei Stunden. Als Zugabe gab es dann noch die "Reise zum Südpol". Vorher grüßte Martin Schreier noch zwei wichtige Menschen: zum einen Reinhard Fißler, was einen nicht enden wollenden Applaus zur Folge hatte, und zum anderen einen ehemaligen Weggefährten, der jetzt Weimarer ist und im Publikum stand, dessen Name mir aber leider entfallen ist. Alles in allem war es ein Spitzen-Konzert, was wieder einmal beweist, dass sich die Musik aus der ehemaligen DDR in keiner Weise zu verstecken braucht. Und wenn man sich den Zuschauerzuspruch der einzelnen Bühnen so ansieht, dann ziehen genau diese Bands doch die meisten Leute. IC Falkenberg hatte während des Konzertes einen Heizpilz erwähnt, den er gerne auf der Bühne hätte, weil es so kalt wäre, und genau zu diesem zieht es uns jetzt, weil es mittlerweile wirklich empfindlich kalt geworden ist, und es steht ja noch ein Konzert auf dem Programm heute Abend: die Modern Soul Band, wobei uns, was wir aber jetzt noch nicht wissen, wieder richtig warm werden wird! ![]()
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