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RENFT live im Schwarzbachtal (nahe Dippoldiswalde) am 5. Juni 2010 Bericht: Bernd Teichert Fotos: Angela und Bernd
Wir konnten auf dem Gelände aus einer großen Auswahl sehr preiswert essen und trinken. Es wurde an alles gedacht, ob "Fettbemme", Roster, Steak vom Grill oder gar Wild und Bienenhonig. Die Flasche Bier verschiedenster Sorten für 1,50 Euro, das kleine Wasser für 50 Cent, aber auch Tee, Kaffee, Wein, Saft uva. und sogar Konditor-Eis war im Angebot - wo hat man das schon mal? Gespräche mit den Künstlern sind vor einem RENFT-Konzert ebenso keine Utopie. So schauten wir uns um, stärkten und sättigten uns, und gegen halb neun wollte die Band dann langsam auf die Bühne. Vorher ließen sie sich vor der Bühne erst ohne, dann mit den Veranstaltern fotografieren. Dieses Angebot wurde von den Leuten rege für die privaten Fotoalben genutzt. Der Platz war wie auch schon 2009 sehr gut gefüllt, auch aus den Versorgungsbereichen liefen die Fans nun vor die Bühne und das Konzert begann unter großem Beifall... Thomas "Monster" Schoppe, Delle Kriese, Marcus "Baßkran" Schloussen und Gisbert "Pitti" Piatkowski nahmen ihre Instrumente auf und schon rockten sie - immer mit einem Lächeln auf dem Gesicht - vollends ab. Irgendwie hatte man das Gefühl, daß ein Ruck durch die Band ging, und sie - vor allem mit ihren Gitarren - in ihren Songs auch mal diese oder jene bekannten Riffs experimentierfreudig einbauten. Dort hörte man ein Stück Beatles, da ein Stück Deep Purple. Man könnte fast meinen, daß sie sich von namhaften Gitarristen diese Woche inspirieren lassen haben (Steve Winwood und Eric Clapton waren am vergangenen Mittwoch in der Berliner O2-World zu Gast), oder es lag einfach nur an dem hervorragenden Sommerwetter... Irgendwie war es der Abend der starken Gitarren und Monsters starken und betonten Gesangsleistungen. Egal, ob "Liebeslied", "Mama", "Was noch zu sagen wär" oder "So starb Neruda", spontan wurde dieses und jenes Stück im Intro, oder mit einem erstklassigen Gitarren-Zwischenspiel verlängert. Mit einen der besten Gitarristen in unserem Lande überhaupt - Gisbert Piatkowski - fließen nahtlos neue Ideen in das laufende Programm. Das ist live, das ist Rock, wie man ihn sehen möchte.
Natürlich gab es auch die Zugabe mit den Klassikern "Wer die Rose ehrt" und der "Apfeltraum" mit Worten des Gedenkens an den unvergessenen Cäsar Peter Gläser, welcher jahrelang die Klaus Renft Combo mit prägte. Monster erinnerte in seinen Schlussworten auch daran, daß unsere Musik in der DDR alle verband, egal, aus welcher Richtung sie kam. Es war ein sehr denkwürdiges Konzert, von dem man viel positivie Kraft mit nach Hause nehmen konnte. Im Kreis zahlreicher Gleichgesinnter ließen wir das Konzert noch Revue passieren, ehe wir uns mit unserern Autos auf den Heimweg machten. Danke RENFT, Danke Schwarzbachtal und ja, auch wir kommen wieder, wenn es entweder im Mai oder Juni 2011 heißen wird: "WILLKOMMEN BEI RENFT!" PS: Der Platz wurde vom Veranstalter schon mal als "RENFT-Wiese" bezeichnet. Vielleicht kann man bis 2011 auch offiziell was daran "drehen". |