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PUR live in der O²-World zu Berlin am 6. Dezember 2009 Bericht: Petra Heinzel Fotos: Dietmar Meixner
Ein kräftiger Knall folgte, der so genannte Vorhang fiel und PUR musizierte auf der Bühne. Mit Einsatz des Gesangs vom Frontmann Hartmut Engler flogen Papierstreifen, ein Konfettiregen, durch die Halle. Hartmut Engler sang im gelben Licht ein Lied der Hoffnung: "Irgendwo in dieser Welt liegt ein bisschen Glück versteckt und ich wünsch mir so ich hätte es für mich entdeckt", und rief am Ende: "Ganz bestimmt heute Abend hier in Berlin". In blau erstrahlte die O2 World bei "Wiedersehen" und die Fans sangen "ho ho ho". Hartmut Engler begrüßte danach alle Anwesenden: "Wunderschönen guten Abend. Das ist ja der Hammer! Wir haben uns ein wenig Zeit gelassen mit dem neuen Album…". Mit weiteren Titeln vom neuen Album "Wünsche" ging es weiter im Programm. "Gesund", "Geliebt" (eine Liebesgeschichte ohne Happyend) und die rockige Nummer "Stell dich". Hartmut Engler betonte: "Vorfreude, dass das neue Album `Wünsche` so gut aufgenommen wurde. Daher haben wir viele neue Titel dabei. Aber es gibt auch eine Bandgeschichte... und jetzt ein Step Back der letzten zwanzig Jahre". Die Fans sangen fleißig mit "halt mich, halt mich fest und drück mich", und das immer und immer wieder. Nun kann man sich gut vorstellen, dass in so einer riesigen Halle, in der wohl 17.000 Leute Platz finden, der Mitsingpart etwas kräftiger ausfällt. In der Halle, so denke ich, befanden sich ca. 14.000 Zuschauer. Und wenn da alleine schon die Hälfte mitsingt, erklingt ein riesiger Chor. Hartmut Engler hierzu: "Wahnsinn, wow". Können Männer Frauen wirklich verstehen? Das fragte PUR beim nächsten Titel, den man sogar auf den beweglichen Leinwänden, die sich über der Bühne befanden, ablesen konnte, "Herzlich". Kräftige Gitarren erklangen hierbei im roten Licht. Kurz darauf fragte Hartmut Engler: "Warum bin ich eigentlich so wie ich bin? ...mitunter hilft ein Blick in die Familiengeschichte...". Weißer Nebel stieg im blauen Licht auf, eine sparsame Instrumentierung (Begleitung am Keyboard), "Winter 59" scheint ein sehr persönlicher Titel des Sängers zu sein. Viele weitere Titel vom neuen Album wurden präsentiert: "Raus aus dem Schoß" im 6/8 Takt und "Frau Schneider", eine Demenz Kranke die Hartmut Engler wohl beim Halma spielen kennen gelernt hat. Auch bei den neuen Titeln zeigten sich die Fans textsicher und sangen zwischendurch "O wie ist das schön...".
Sogar der Bühnenboden verwandelte sich in ein Halmabrett, wechselte auch noch die Farben. Nach einer Stunde erhoben sich viele Fans als sie "Mächtig viel Theater hier im Labyrinth" a cappella, "Halt dich fest" oder auch "Lena" hörten. Und Hartmut Engler hatte alles fest im Griff, das Publikum parierte auf's Wort bzw. auf Handzeichen. Nachdem "Herbst" mit ruhigen Beats und viel videotechnischem Laub endete, begrüßte Hartmut Engler einen Gast: "Musik hat uns schon als Schülerband in der Schule zusammen gebracht. Musik hat euch hier her gebracht... zu Gast Janine Meyer von der Band `Luxuslärm`". Die Frau mit dem blonden Zopf, in schwarz gekleidet und mit einer kräftigen Stimme ausgestattet, forderte zusammen mit Hartmut Engler und der Liebeserklärung an die Musik "Das Beste" das Publikum heraus. Sie nutzten dabei die gesamte Bühnenfläche, auch den Steg vor und hinter der Bühne (sofern es ein vor oder hinter gibt, denn PUR spielte in der O2 World auf einer "Center-Stage"). "Wenn sie diesen Tango hört", ein Titel mit sehr hintergründigem Text (liebe Omas), wurde sehr sparsam mit Cajon arrangiert und hinterließ bei mir einen bleibenden Eindruck. Um 21:40 Uhr dann ein Song von einem etwas älterem Album. Flammenwerfer spuckten Feuer und PUR schickte uns ins "Abenteuerland". Ich suchte die "Indianer", suchte Chingachgook und die Mohikaner, die dann doch erst später kamen. Jetzt kamen erst einmal "Freunde" und "Ich lieb dich". Der aktuelle Albumtitel "Wünsche" wurde mit ganz vielen Seifenblasen und einem Gitarrensolo gefeiert und endete mit der Textzeile "das wär wirklich große Kunst oder bleibt es nur ein Wunsch". PUR verabschiedete sich vom Publikum und verließ die Bühne. Tausende wollten mehr, mehr pure Musik bzw. pure Botschaften. Botschaften, die aus dem Leben gegriffen sind. Hartmut Engler kam mit seiner Band zurück und stellte diese vor (was leider in den oberen Reihen sehr schwer zu verstehen war). Von weitem konnte ich acht Bandmitglieder zählen. Ich hoffe die Namen richtig verstanden zu haben: Martin "Stöcki" Stöck - Drums, Rhythmiker Martin Ansel - Akkordeon, Keyboard, Gitarre Joe Crawford - 5saiten Bass Ingo Reidl - Tasten, Master of PUR Roland Bless - Gitarre, von Anfang an dabei Cherry Gehring - flinke Finger, Backgroundgesang Rudi Buttas - Gitarre PUR verabschiedete sich mit einem Medley bekannter Lieder, und beendete den Abend mit dem Titel "Ich hab mich wieder mal an dir betrunken". Die Fans klatschten im Akkord. Auch wenn mich persönlich der Abend nicht vom Hocker reißen konnte, Musik ist eben Geschmackssache, herrschte in der Halle große Begeisterung.
Foto Impressionen:
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