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Michael Barakowski, IC Falkenberg und Die Ossis live in Döbeln am 12. Mai 2010 Bericht: Fred Heiduk Fotos: Sebastian & Matthias Ziegert
So wurde im RSA Programm für Siggi Grohmanns Jubiläum eine Ostrockparty angekündigt, bei der auch ein sehr ernster Punkt eine Rolle spielen sollte. Den Eltern des kleinen, schwerkranken Emil, eines Jungen aus Neudorf bei Döbeln, für dessen Behandlung die Krankenkassen wichtige Hilfsmittel nicht zahlen wollen, sollte etwas materielle wie moralische Hilfe zuteil werden. Nachdem bereits in den Frühsendungen bei RSA zu Spenden aufgerufen worden war, veranstalteten die Böfis und einige regionale Sponsoren vor der eigentlichen Rocknacht eine Tombola, bei der Geld für ein notwendiges Pflegebett gesammelt wurde. Doch dazu später ein paar Worte mehr. Zunächst sei erst einmal erwähnt, dass mein Entschluss nach Döbeln zu fahren, reifte, als ich erfuhr, dass die Ossis, also Beathoven (Carsten Mohren) und Heinz (Michael Haberstroh) von Rockhaus sowie Acki Noack, der zeitweise Mike Kilian bei der Band ersetze, zusammen mit dem Scirocco Gitarristen Hendryk "Henne" Körbs und Bert Eulitz, verstärkt um Michael Barakowski und IC Falkenberg in Döbeln auftreten würden. Beim eigentlichen Veranstalter des Konzertes, der Lemke Catering & Gastronomiebetriebs GmbH & Co KG, einem sehr rührigen Veranstalter in der Region, fand ich in Katrin Johst eine kompetente Ansprechpartnerin und machte mich nach einem Telefonat mit ihr auf zum Grohmann Siggi.
Nach der Probe ergab sich die Möglichkeit ein paar Worte mit IC und Simone Dake zu wechseln und vor allem zu einem ausgiebigen Gespräch mit Carsten Mohren zu allen möglichen Themen. Natürlich auch zum Thema Rockhaus, CD und Soloprojekten. Zusammengefasst lässt sich das Thema in etwa so wiedergeben: die Rockhaustour 2009 war ein ordentlicher Erfolg und hat den Rockhäuslern viel Spaß gemacht. Derzeit ist es recht schwer neue Termine zu koordinieren, weil sich die Bandmitglieder recht stark auf ihre anderen Projekte konzentrieren und die "Ostrock in Klassik"-Termine anstehen. Geplant ist aber auf jeden Fall eine weitere Tour, möglicherweise sogar noch 2010, aber wohl eher erst 2011. Mit der Resonanz auf die CD "Positiv" ist die Band durchaus zufrieden, so dass man sich vielleicht auch weitere, neue Titel vorstellen kann. Als Beathoven, darauf angesprochen wann es seine Solosachen vielleicht auch auf CD geben wird, mir erklärte, dass das zur Zeit nicht wirklich geplant sei, kam mir der Gedanke: Vielleicht ist es ja eine Option für die Band, eine CD zu produzieren, auf der ein paar Rockhaustitel neben unveröffentlichten Ergebnissen aus den Soloprojekten der Musiker präsentiert werden. Mir würde das durchaus gefallen. Irgendwann erschien dann Fischer vor der Bühne und die 1. Döbelner Ostrocknacht nahm ihren Lauf. Wie von allen erwartet warfen sich Böttcher und Fischer verbal die Bälle zu, reihten Pointe an Pointe und bezogen das Publikum direkt in diesen Programmteil ein. Hier eine Frage, da eine Bemerkung und schon war das Publikum in der richtigen Stimmmung für das zu erwartende Konzert. Doch zuvor brachten beide und ihr Freund Siggi noch eine ganze Reihe von Tombolalosen unter das Publikum, um die Summe für Emil ordentlich steigen zu lassen Als das vollbracht war, wurde das nächste Geheimnis dieses Abends gelüftet. Ein Radiohörer der Emils Geschichte verfolgt hatte, war auf das Klinikum Erlabrunn zugegangen und hatte dort ein offenes Ohr gefunden, so dass Böttcher für den Abend das benötigte Pflegebett ankündigen konnte.
Dann war Zeit für Emil und die Tombola. Über deren Hauptpreis, ein Lederbett, konnte sich Böttcher kaum wieder beruhigen. Und so ging es an die Verlosung, die wohl die Veranstaltung gesprengt hätte, da die Gewinner der "Kleinpreise" diese nicht so recht in Empfang nehmen wollten. So verschenkte Böttcher kurzerhand einen ganzen Schwung davon an Kinder und einfache Losbesitzer, bevor er auch das einstellte und nur noch die großen Preise auslosen ließ. Natürlich hatte er für vieles einen flotten Spruch auf den Lippen und überbrückte so gekonnt jede aufkommende Pause. Auch wenn eine Tombola ja immer etwas Besonderes ist, dass Groß des Publikums war froh, als die Ossis die Bühne wieder betraten und mit einer bekannten Melodie begannen. Nachdem wenige Akkorde später IC dazu kam wusste wohl auch der Letzte, dass der angespielte Titel "Wunderland" war. Und um das alles noch zu toppen, kam Thomas Böttcher auf die Bühne um mit IC diesen Titel zu singen. Dabei zeigte der Böttcher, dass ein echter Entertainer in ihm steckt, der eben auch passabel zu singen vermag. Dass er das Publikum animierte einzelne Passagen ebenfalls mitzusingen, erwähne ich nur am Rande, denn den Clou schlechthin landete IC, als er sich zum Unterhalter der Menge machte. Für seine Bemerkung "Es ist schon komisch, wenn man sich unter Männern zusingt: Du sollst meine Prinzesin sein", erntete er schallendes Lachen sowohl vom Böttcher wie auch vom Publikum. Das orderte er hernach direkt an die Bühne und machte aus der Ostrocknacht die Ostrockparty. Was IC da bot ist an Professionalität kaum zu übertreffen. Souveräner Gesang, beste Laune, eine Verbindung zum Publikum wie sie nur wenige in der Form aufbauen und vor allem halten können. Das war schon beeindruckend. Dazu das perfekte Zusammenspiel mit der Rockband, da bleibt einem nur, den Hut zu ziehen. Der IC Auftritt sprühte vor Spielfreude und Esprit, auch der der Band. IC mit Band das passt! Auch wenn ich die Art, wie er einzelne Titel interpretierte, nicht so recht mag - zum einen ist dieser New Wave-Touch eines seiner Markenzeichen, scheint mir, und zum anderen hat genau diese Art 1000 andere Leuten ganz offensichtlich gut gefallen. Das bewies die Stimmung während des Auftritts, als einige anfingen zu tanzen und andere ganze Lieder mitsangen. Das Publikum feierte ihn denn auch zu Recht und erklatscht sich eine Zugabe. Wegen der Musik aber auch wegen der bemerkenswerten Moderation zwischen den Titeln. Alles in allem, wie bereits gesagt, ein Auftritt der an Professionalität kaum zu überbieten ist.
Während dessen kam ein Kleintransporter auf das Gelände gefahren und Böttcher konnte freudestrahlend das Pflegebett an Emils Eltern übergeben. Wie sich dabei die spendende Klinik präsentierte, wirkte auf mich zwar etwas deplatziert, die Pressesprecherin der Klinik nahm Böttcher das Mikro aus der Hand und dozierte geradezu über die Selbstverständlichkeit dieser Spende, aber das war angesichts des Zwecks, dem das Bett diente, irgendwie erträglich. Böttcher nutzte die Gelegenheit als er wieder zu Wort kam, das Bett für Emil direkt zu ihm nach Hause liefern zu lassen, so dass der Abend sein großes Happyend hatte. Auch wenn diese Unterbrechung nicht geplant war, und die Party sozusagen auf dem Höhepunkt der Stimmung unterbrach, freute sich doch jeder vor der Bühne über das Ergebnis. Es folgte der finale Teil des Konzerts. Eingeleitet wurde er von der "wilden Mathilde" von Silly, das mir ganz und gar nicht gefiel. Gefolgt wurde die Mathilde von "Kling, klang" frei nach Keimzeit, für das sich Acki einen Partner aus dem Publikum suchte. Seine Wahl fiel auf Marcel, den jungen Karatfan von unserem Tisch, der recht textsicher und mit ordentlicher Stimme Acki in gewisser Weise die Show stahl. Das Programm der Ossis ist ja ohnehin auf eine hohe Bekanntheit der Titel aufgebaut, so dass das Publikum gut einzubeziehen ist. Wie um das zu bestätigen, folgten die "Eisbär'n" der Puhdys. Mal abgesehen davon das die Gitarren nocheinmal zu großer Form aufliefen, versetzte es das Publikum vor der Bühne geradezu in Ektase. Es wurde frenetisch mitgegröhlt, als wäre man in der Arena in Berlin. Ich denke diese Reaktionen wollen die Ossis auch erreichen. Dass danach I.L.D. von Rockhaus das Ende des Konzerts bilden sollte, halte ich für etwas unglücklich, weil zum einen das Publikum nicht in der Art wie zuvor mitmachen konnte, und zum anderen aus Acki diesen Titel meiner Sicht wider Erwarten sehr weit weg von der Urfassung sang. Das war eben nicht Mike auf der Bühne, sondern Acki, was in diesem Moment sehr deutlich wurde, zumal der Rest der Band das Lied fast auf den Punkt an das Original heranbrachte.
So endete ein alles in Allem sehr überraschender Abend. Leider hatten IC und die BöFis den Platz schon verlassen, so dass ich speziell Böttcher und Fischer über Deutsche Mugge nicht mehr aufklären konnte. Dafür nutzte ich die Gelegenheit ein paar Worte mit Micha Barakowski und den Ossis zu wechseln. Wir kamen zu dem Schluss, dass die Ossis einige Titel gecovert haben und einige in leicht verbesserter Form darboten. Um das selbst zu überprüfen, ist der Besuch eines der kommenden Konzerte nur zu empfehlen. Der Abend in Döbeln hat auf jeden Fall gezeigt warum Covern so erfolgreich ist, und dass das Publikum auch heute noch bei Ostrock richtig mitgeht, wenn er denn gut gemacht dargeboten wird. Beides schafften Die Ossis und ihre Gäste an diesem Abend. Bitte besucht auch: www.die-ossis.com www.icfalkenberg.de www.michael-barakowski.de www.getraenke-lemke.de
Fotoimpressionen:
Soundcheck mit IC Falkenberg ![]() ![]() ![]()
Vor der Show... ![]() ![]() ![]() ![]() Auftritt Michael Barakowski ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() Auftritt IC Falkenberg ![]() ![]() ![]() ![]() ![]()
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Auftritt Die Ossis
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