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Bericht: Thorsten Murr Fotos: Thorsten Murr
Neigelneu, wetterfest und unplugged: Julia Neigel beim Kunstfest im Schlosspark Als das wohl schönste Volksfest Berlins hatte eine überregionale Wochenzeitung das alljährliche Pankower Kunstfest bezeichnet. Bereits zum zwölften Mal machten zwei Tage lang Künstler aller Genres den gepflegten Park des schmucken Schlosses zu einem Ort des bunten und sehr unterhaltsamen Treibens. Und auch in diesem Jahr bewies der künstlerische Leiter Thom Nowotny ein sicheres Händchen bei der Auswahl der Line-ups des Bühnenprogramms. Für das große Finale des Festes, am Sonntagabend, war JULIA NEIGEL und Band annonciert. Zunächst aber heizten Ruperts Kitchen mit ihrer wilden Mischung aus Jazz, Funk, Soul und Ska dem Publikum ein. Dieses hatte an der Show sichtlichen Spaß und ertrug auch die längeren Regenschauer tapfer und geduldig. Das Wetter blieb mies, und viele der Festbesucher gingen dann doch lieber ins trockene Zuhause. Schade zwar, aber die Stimmung unter den Dagebliebenen und den später Hinzugekommenen war umso großartiger.
Nach einem schnellen Umbau und einem kurzen Soundcheck kommen fast auf den Punkt 19.30 Uhr JULIA NEIGEL und ihre dreiköpfige Band auf die Bühne. Ein herzliches Hallo an das Pankower Publikum und schon geht es los - mit Piano, starker Stimme und der Ballade "Froh, dass es dich gibt" vom aktuellen Album. Gefolgt von "Freund". Knapp die Hälfte aller im Konzert gespielten Songs stammt von "Neigelneu". Schöne Kompositionen, sauber arrangiert und der charismatischen Sängerin wie auf den Leib geschnitten. Die ist auf der Bühne überaus präsent und hat ihr Publikum bestens im Griff, während die Band, Jörg Dudys an der Akustik-Gitarre, Chris Groß an den Drums und Keyboarder Simon Nicholls, einen sauberen Sound und einen satten Groove erzeugt, der alles andere als "unplugged" klingt - denn als solches ist das Konzert deklariert. Singen, tanzen, scherzen... Julia Neigel ist eine klasse Entertainerin und liefert eine tolle Show. Sie singt und tanzt und spricht und scherzt - und macht den kalten Regen vergessen. Einem nicht ganz wetterfest gekleideten weiblichen Fan leiht sie nach einiger Zeit ihren Mantel, später dürfen zwei Kinder aus dem Publikum auf die Bühne, um ein bisschen mitzusingen, und zwei, drei Mal kommt sie selbst herunter und tanzt sich durch die Reihen der tropfnassen Fans. Das Publikum ist bunt gemischt, von ganz Jung bis ganz Alt - alle sind sich einig, und die Stimmung ist durchweg ausgelassen. Im Finale des fünfzehn Songs umfassenden Sets dann der große Hit, auf den wohl die Meisten vor Ort gewartet haben und der wohl ewig mit dem Namen Neigel verbunden sein wird: "Schatten an der Wand" - und eine Zugabe ist selbstverständlich auch noch drin: "Du bist nicht allein". Ein sehr schönes Volksfest geht mit einem großartigen Konzert zu Ende - so sollte es sein, auch bei Regen. Bitte besucht auch: Die Internetseite des Veranstalters: www.kunstfest-pankow.de Die Homepage der Künstlerin: www.julianeigel.com
Fotoimpressionen:
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