Bericht:
Michael Peters

Fotos:
Mario Andreya






Die Monsters of Liedermaching gaben sich in der altehrwürdigen Frankfurter "Batschkapp" am 13. April 2011 die Ehre, eines ihrer Konzerte der "Haie im Flipperpelz"-Tour zum Besten zu geben. Die Halle war (wie immer bei den Monsters) teilbestuhlt und zudem - erfreulicherweise - ausverkauft.

Die sechs Monsters sitzen in einem angedeuteten Halbkreis auf der Bühne; im Hintergrund steht eine "wunderschöne" Stehlampe, um eine heimelige Atmosphäre in die Hütte zu zauben. Links auf der Bühne stehen zwei Kühlschränke, damit der Getränkenachschub auf der Bühne nicht abreißt. Man sollte nicht meinen, welches Partyfeuer die Jungs in dieser Anordnung entfachen können.
Die meisten Songs sind Gutelaunebringer, Mitsingnummern mit witzigen Texten. Die Monsters interagieren dabei - trotz oder wegen dieser Sitzordnung - wunderbar gemeinsam auf der Bühne; die Liedermacher singen die Songs abwechselnd als Hauptstimme; die fünf anderen unterstützen entweder als Chor, mit Musikinstrumenten oder sie stellen den gesungenen Text in einer entsprechenden Choreographie dar. Es gibt also nicht nur etwas zu Hören, sondern auch immer etwas zu Sehen (um mit dem aktuellen DVD-Titel zu sprechen: "Das Auge hört mit").
Sechs Liedermacher auf einer Bühne bedeuten bei den Monsters einen furiosen Wechsel zwischen Partysongs ("Auflaufform", "Türen", "Interesse ist gut"), Songs zum Nachdenken ("Wie ihr mich wolltet"), Balladen ("Weder Komponist noch Dichter", "Musikküssen") und musikalischen Überraschungen ("Die reine Poesie").

Das Pubilkum ist ab der ersten Minute dabei - schon beim ersten Stück ("Tod in der Nordsee") wird lauthals mitgesungen, der Schlachruf "Oooooooooh Monsters" schallt durch die Batschkapp. Zwischenzeitlich kommen eine Flöte, ein Akkordeon, Glocken und Bauhelme als Musikinstrumente zum Einsatz; Totte spielt die Melodika während er vom Publikum auf Händen getragen wird. Dauerhafter musikalischer Begleiter ist natürlich die akustische Gitarre.

Der Balladenteil in der Mitte der zweiten Hälfte stellt für das Publikum durchaus eine Herausforderung dar; eben noch Partystimmung pur, Mitsingen, Mitklatschen, Mitmachen und dann: 15 Minuten einfach nur Zuhören. Leider ist das dem Frankfurter Publikum nicht optimal gelungen, es wurde für meinen Geschmack während des Balladenteils zu viel "gebabbelt". Dabei werden gerade die Balladen der Monsters immer besser!
Aber das ist nur ein winziger Wermutstropfen bei einem absolut gelungenen Konzert, das (wie immer bei den Monsters) mit "Algerien" - ohne jegliche Verstärung gespielt und gesungen - beendet wird.

Fazit: Wenn Ihr einmal einen Abend eine richtig geniale Gute-Laune-Party erleben wollt, die sich zeitweise am Rande spätpubertärer Ausgelassenheit bewegt, dann investiert 15,00 Euro und schaut Euch die Monsters an. Zweidreiviertel Stunden Spaß sind garantiert.