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David Knopfler live in Leipzig am 3. März 2010 Bericht: Fred Heiduk Fotos: Pressefotos (im Text), Sebastian & Matthias Ziegert (Livebilder)
Nachdem sich nach und nach der Bühnensaal richtig gefüllt hatte, betraten David Knopfler und Harry Bogdanov gegen 20:00 Uhr sehr pünktlich die Bühne. Ein freundliches "Hallo" kam von der Bühne. Bogdanov nahm für das erste Lied hinter den E-Piano Platz. Knopfler griff sich eine der vier auf der Bühne platzierten Akustik- und Konzertgitarren. Die 12-Saiter, die er wählte, blieb übriges auch für den Rest des Konzerts sein Hauptinstrument. Als Perfektionist prüfte er noch einmal die Stimmung seines Arbeitsgeräts, erzählte während er die eine oder andere Saite noch etwas korrigierte, dass es ganz komisch sei mit diesen Instrumenten. Damit meinte er wohl das Stimmgerät, das er verwendete. Jedenfalls lockerte er damit die Spannung im Saal und dann legten die beiden los. Die ersten Töne kamen etwas zu laut, doch hatte das die Technik sofort im Griff. Dem Publikum konnte man die Anspannung geradezu anmerken. Was würde Knopfler jetzt spielen? Nicht wenige der Anwesenden werden nicht wirklich genau gewusst haben, welche Art Musik David Knopfler heute und im Grunde schon seit Jahren macht. Aus meiner Sicht ist das der lyrische, gefühlvolle Teil des Dire Straits-Sounds, den er zur Perfektion weiterentwickelt hat. Unglaublich mit wie wenig der Mann da vorn auf der Bühne ganz große Gefühle erzeugen kann. Mal malt er mit wenigen Tönen Alltagsgeschichten, mal mahnt er eindringlich in einem Titel, um danach geradezu versonnen seine Gedanken mit dem Publikum zu teilen. Das alles wird vor allem mit dem Spiel der beiden Musiker transportiert, die sich genial ergänzen. Dazu die Stimme Knopflers, die immer wieder ganz genau die der Dire Straits zu sein scheint, obwohl er da ja fast nicht sang. Davids Stimme ist etwas weicher als die Mark Knopflers, seines Bruders und Frontmanns eben jener Dire Straits. In einigen Passagen erschien er mir ein wenig Probleme mit den ganz hohen Tönen zu haben, aber das mag an der Tagesform oder meiner Einbildung gelegen haben. Bogdanov wechselte nach dem ersten Titel das Instrument und spielte fortan eine unglaublich gute Gitarre. Er kehrte nur noch einmal ans Piano zurück.
Wenn Musik lyrisch sein kann, dann ist es die von David Knopfler. Die Namen der einzelnen Stücke die an diesem Abend gespielt werden, sind wohl weniger wichtig als die Bemerkung, dass alte wie neue, noch nicht auf Tonträgern erschienene Titel gespielt wurden. Ein besonderes Highlight vor der Pause ist ein sehr alter Song: "Deptford Days", eine Hommage Knopflers an die Zeit vor dem großen Erfolg der Dire Straits, hätte wohl eigentlich von den Dire Straits gespielt werden sollen, aber Mark mochte es wohl nicht, so dass es nicht dazu kam. Eine weitere lustige Begebenheit war der Titel unmittelbar vor der Pause. Ein Popsong mit der Textzeile: "My heart goes boom when you cross the room". In Deutschland in die Kategorie Schlager einzuordnen, klingt das englisch mit Akustikgitarre sehr viel peppiger. In die Pause verabschiedet David Knopfler das Publikum mit dem Hinweis, jeder könne jetzt die Drogen nehmen die er so brauche, gleich ob eine Zigarette oder ein Bier. Er brauche jetzt einen guten englischen Tee. In der Pause bestand die Möglichkeit sich mit CDs des bienenfleißigen David Knopfler zu versorgen, die er versprach, nach der Show zu signieren. So verging die Pause recht zügig und die beiden Musiker betraten zum zweiten Teil des Konzerts die Bühne.
David Knopfler und Harry Bogdanov sind ein fantastisch eingespieltes Duo, das sich musikalisch perfekt ergänzt und dem es mühelos gelingt, einen Spannungsbogen über zwei Stunden zu schlagen. Dass sie in der anschließenden Autogrammstunde sehr, sehr natürlich bescheiden und freundlich auftreten, macht sie noch sympatischer. Daran ändert auch nichts, dass David mir letztlich doch kein direktes Interview gab, sondern nach einigen Worten an seinen Tourmanager verwies. Aus dessen Mund war neben der Aussage, dass es derzeit keine echten Bemühungen zu einer Dire Straits-Reunion gäbe, zu vernehmen, dass im Herbst David Knopfler auf eine große Elekroniktournee gehen wird. Dabei wird neben erstklassigen Musikern auch eine extra für David Knopfler angefertigt E-Gitarre zu erleben sein. Die Termine für diese Tour sollte man sich, ebenso wie die letzten Auftritte des Duos in Ostdeutschland schon einmal vormerken, bevor es weiter in die USA geht. Ein paar Stunden sagenhaft gut gemachter Musik dürften jedem Besucher sicher sein. Bitte beachtet auch: - offizielle deutsche Webpräsenz: HIER klicken
Fotoimpressionen:
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