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Jürgen Kerth & Band live im Kulturhof Zickra am 23. Juli 2010 Bericht: Gundolf Zimmermann Fotos: Gundolf Zimmermann
Gegen 20.00 Uhr erreichten wir endlich Zickra und den dortigen Kunsthof. Ringsum parkten schon jede Menge Autos, und nachdem wir unser Transportmittel auch ordnungsgemäß verankert hatten, nahmen wir Kurs auf den Kunsthof. 12,00 Euro kostete das Billet an der Abendkasse und wenig später waren wir im Gastraum. Der war bereits rappelvoll und wir hatten Mühe ein vernünftiges Plätzchen zu finden. Die Musiker waren gerade mit dem Soundcheck durch und Jürgen gönnte seiner Migma noch ein paar Minuten Pause. Der Veranstaltungsraum im Kulturhof ist rustikal eingerichtet. Als Besonderheit sind die zwei Emporen zu sehen, auf denen sich die Gäste auch tummeln können. Aber auch dort oben waren die Plätze schon alle belegt. An der Selbstbedienungsbar holten wir uns erstmal etwas gegen den Durst. Das Angebot an der Bar war gut und die Preise waren auch moderat. Während dieser Zeit stand Jürgens Gitarre einsam und leblos auf der Bühne. Es blieb noch Zeit für eine herzliche Begrüßung und ein paar Plaudereien. Ohne großes Brimborium ging dann das Konzert los. Jürgen schnappte sich seine MIGMA, Stefan KERTH seine Bassgitarre und der Eisenacher Marco Thiermann nahm seinen Arbeitsplatz am Schlagzeug ein. Plötzlich begann die bis dahin stumme Gitarre zu leben. Jürgen KERTH wurde eins mit dem Instrument und schon schwebten die schönsten Töne durch den Raum. „Komm zurück“ und „Komm herein“ waren die ersten Perlen des Abends.
Jürgen wird zwar gerne als ostdeutscher Blues-König bezeichnet, aber eigentlich wird ihm diese Bezeichnung nicht ganz gerecht. KERTH ist einfach mehr als „nur“ Blues. Er wandert musikalisch zwischen Rock, Blues, Swing, Reggae oder Jazz hin und her. Auch Soul- und Funk-Einflüsse kann man in seiner Musik finden. Nach der zweiten Pause gibt es eine kleine Überraschung, denn bei „He, junge Mutti“ spielt ein junger Musiker aus dem Publikum den Bass. Er heißt Fabian, kommt aus Gera und spielt sonst auch in einer Band, deren Namen mir entfallen ist. Für den Jungen war das sicher ein Erlebnis, und er hat seine Sache auch sehr ordentlich gemacht. Weiter ging die Reise durch das KERTH’sche Schaffen und bald waren wir beim Zugabenteil. Dort konnten wir sogar „Helmut“ endlich wieder mal live hören. Nach reichlich zweieinhalb Stunden Spielzeit war dann Feierabend. Das Publikum spendete noch einen sehr ausgiebigen Schlussapplaus und wenige Minuten später sah man die Musiker beim Autogramme schreiben und / oder in Gespräche mit den Fans vertieft. Wir verabschiedeten uns aber schnell und machten uns durch den Regen wieder auf den Heimweg. Es regnete zwar immer noch wie aus Kannen, aber Jürgen, Stefan und Marco hatten genug musikalische Sonnenstrahlen in unseren Seelen zurückgelassen. Die Eindrücke vom Konzert, gepaart mit unserem Galgenhumor wegen verschiedener Umleitungen und dem Wetter waren aber ein guter Kompass für den Heimweg.
Fotoimpressionen:
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