KARAT live in der "Alten Oper" zu
Erfurt am 9. und 10. April 2010

(Auftakt zur Jubiläumstour zu "35 Jahre KARAT")


Bericht: Heide Puls
Fotos: Karin Itzigehl, Fam. Alm, Fam. Streib






Pressefoto

Große Ereignisse werfen ihre Schatten voraus! So wurden wir schon vor einem Jahr informiert, daß die Konzerte zum 35-jährigen Jubiläum in der "Alten Oper" in Erfurt stattfinden. Nicht jeder kann soweit vorausplanen, aber anscheinend hat es geklappt, denn beide Konzerte waren ausverkauft.
KARAT hat im Vorfeld verlauten lassen, dass sie kein Rockkonzert im herkömmlichen Sinne planen, sondern sie wollten eine Geschichte erzählen - die Geschichte von KARAT, eingebunden in ihre Songs, den neuen und natürlich den alten und wohlbekannten.
Mir persönlich haben sich so viele Eindrücke aus beiden Konzerten, sowohl die lustigen und die nachdenklichen, als auch die emotionalen, im Kopf festgesetzt, dass ich gar nicht so richtig weiß, wo ich anfangen soll. Am besten fange ich beim Konzert am Freitag an:

Zwei Gaukler auf Stelzen begrüßten auf dem roten Teppich die über 300 geladenen Gäste, die sog. "very important persons", aber auch die anderen Besucher. Es war eine ganz besondere Atmosphäre. Unter den geladenen Gästen habe ich unter anderem einige der Puhdys, die medlz, Ute Freudenberg, den Bobfahrer André Lange sowie den Rechtsanwalt und den Richter, die KARAT vor noch gar nicht all zu langer Zeit wieder zu ihrem alten Namen verholfen haben, gesehen. Es ging pünktlich um 19.30 Uhr los, denn der Abend sollte noch lang werden. Wir wurden von der Bandstimme Christine Dähns mit dem Vorwort aus dem Karatbuch begrüßt:

"Der Himmel über dem Land in dem sie lebten war eng, KARAT umrundete die erdigen 108.000 Quadratkilometer und umfasste einen ganzen Planeten, breitete Flügel wie ein Albatros aus und flog über Meere und Seen, Wälder und Auen und überquerte Grenzen. Die Musiker legten ihre Lieder in die Herzen von Menschen, die ihre Sprache verstanden. Ob sie deutsch – russisch – englisch – spanisch – bulgarisch oder rumänisch sprachen. Mich haben ihre Lieder gewärmt."

So wurden wir gleich in die richtige Stimmung versetzt. Die Musiker standen, in vornehmen schwarz, auf der Bühne als der Vorhang sich zur Seite schob. Was gleich auffiel: Es gibt ein neues Bühnenbild. Es war ein einziger Rausch aus Farben, Formen und Bildern. Los ging es mit einem Song vom neuen Album: „Steh wieder auf“. Alle weiteren Songs des Abends kann man der Setliste (unten) entnehmen. Nach dem fünften Lied („Jede Stunde“) wurde Christine Dähn auf der Bühne begrüßt. Sie stellte die Musiker einzeln vor, wobei auf der Leinwand die Kinderbilder und andere aus dem jeweiligen Leben gezeigt wurden, u.a. auch Bilder aus den Anfangszeiten von KARAT. Dazu las sie einzelne Passagen aus dem gerade veröffentlichten Buch "Über sieben Brücken" (Rezension: HIER) vor. Die Bilder trugen teilweise zur allgemeinen Erheiterung der Besucher bei. Nach weiteren Liedern erschien sie wieder und erinnerte an Herbert. In großer Dankbarkeit wurde an ihn gedacht, untermalt von Bildern aus seiner Zeit bei KARAT, die sich bewegten und miteinander vermischten. Es war eine sehr emotionale Stimmung. Ich musste ziemlich schlucken und kämpfte mit den Tränen. Ich komme ja aus den alten Bundesländern und hatte nie die Gelegenheit, Herbert in seiner Blütezeit live zu erleben.

Nach weiteren vier Songs, unter anderem mit einem meiner Lieblingslieder „Gefährten des Sturmwinds“, berichtete Christine Dähn über die Arbeit an der neuen CD, wo sie die Musiker auch in ihrem Proberaum besuchen durfte. Außerdem wurde ihr Produzent André Kuntze vorgestellt. "Das Monster" und die "Märchenzeit" aus den frühen Jahren von KARAT wurden vorgetragen, wobei Claudius von dem letzteren Lied erzählte, dass ihm sein Vater immer vor dem Einschlafen dieses Lied gesungen hat, weil er sonst keine Kinderlieder kannte.
Bei der „Abendstimmung“ kamen die medlz auf die Bühne und unterstützten Claudius mit ihrem Gesang. Adelheid Walters Musikwunsch „Hab den Mond mit der Hand berührt“ haben ihr die Musiker anschließend erfüllt. Nach Dankesreden von Christine Dähn und Claudius kam dann Ed unter großem Beifall auf die Bühne. Jetzt kamen die Lieder mit denen der Name KARAT unzertrennlich verbunden ist: „Der Schwanenkönig“, „Der Albatros“, „Der blaue Planet“, „Hey Mama“ und natürlich auch die „Sieben Brücken“. Die Zugaben waren „Blumen aus Eis“, „König der Welt“ und das „Magische Licht“.
André Lange kam auf die Bühne, outete sich als großer KARAT-Fan, und überreichte den Musikern goldene Schallplatten für 350.000 verkaufter Einheiten der CD "14 Karat". Von dieser Aktion wusste die Band nichts. Sie wurde heimlich vorbereitet und die Überraschung war gelungen! Anschließend überbrachte Jörg Stempel eine weitere Überraschung in Form von Grüßen und guten Wünschen von der Gruppe CITY, die an diesem Abend selbst ein Konzert hatten, und deshalb nicht persönlich kommen konnten. Damit war aber noch nicht genug der Geschenke, denn auch der Moderator der früheren DDR TV-Sendung "Bong", Jürgen Karney, ließ es sich nicht nehmen der Band zu gratulieren und überreichte ihr noch einen "Goldenen Bong".

Ein grandioser Abend war zu Ende, obwohl ich empfand, dass die Stimmung nicht so brodelte wie man es sonst von KARAT Konzerten gewohnt ist, das lag vielleicht zum Teil an den geladenen Gästen die etwas bremsend waren. Ich möchte noch bemerken, dass das Konzert für eine DVD aufgezeichnet wurde.

Das Konzert am Samstag war dann das eigentliche Konzert für und mit den Fans. Von Anfang an war die Stimmung phänomenal. Das bemerkten auch die Musiker und freuten sich sichtlich. Der ganze Abend war eine richtige Geburtstagsfeier, und die Fans wollten die Musiker gar nicht gehen lassen.
Der Ablauf war fast gleich wie am Vorabend, nur ohne VIPs vor und auf der Bühne. Außerdem gab es am Ende - wie gewohnt - eine Autogrammstunde und Gelegenheit für die Fans für viele Gespräche und Fotos mit den Musikern. Ja, was soll ich sagen? Es war eine gelungene Geburtstagsfeier, die Musiker waren perfekte Gastgeber, und ich kann dem nur beipflichten was eine regionale Zeitung schrieb: „KARAT tauchte in ein Bad der Ovationen ein“, und das war auch gut und richtig so!

Anmerkung der Redaktion: Vielen Dank an Karin Itzigehl, Familie Alm und Familie Streib, die kurzfristig und ungeplant mit Bildmaterial für unsere Leser ausgeholfen haben!




Fotoimpressionen:

Die Setlist vom 9. und 10. April 2010





Konzert am Freitag, 9. April 2010


(Foto: Familie Alm)



(Foto: Familie Alm)



(Foto: Familie Alm)



(Foto: Familie Alm)



(Foto: Familie Alm)



(Foto: Familie Alm)



(Foto: Familie Alm)



(Foto: Familie Alm)



(Foto: Familie Alm)



(Foto: Familie Alm)



(Foto: Familie Alm)



(Foto: Familie Alm)



(Foto: Familie Streib)



(Foto: Familie Streib)



(Foto: Familie Streib)



(Foto: Familie Streib)



(Foto: Familie Streib)



(Foto: Familie Streib)



(Foto: Familie Streib)



(Foto: Familie Alm)



(Foto: Familie Alm)



(Foto: Familie Streib)



(Foto: Familie Streib)



(Foto: Familie Streib)



(Foto: Familie Streib)



(Foto: Familie Streib)



(Foto: Familie Streib)




Konzert am Samstag, 10. April 2010


(Foto: Karin Itzigehl)



(Foto: Karin Itzigehl)

(Foto: Karin Itzigehl)


(Foto: Karin Itzigehl)

(Foto: Karin Itzigehl)


(Foto: Karin Itzigehl)

(Foto: Karin Itzigehl)


(Foto: Karin Itzigehl)

(Foto: Karin Itzigehl)


(Foto: Karin Itzigehl)

(Foto: Karin Itzigehl)


(Foto: Karin Itzigehl)

(Foto: Karin Itzigehl)


(Foto: Karin Itzigehl)

(Foto: Karin Itzigehl)


(Foto: Karin Itzigehl)



(Foto: Karin Itzigehl)



(Foto: Karin Itzigehl)

(Foto: Karin Itzigehl)


(Foto: Karin Itzigehl)

(Foto: Karin Itzigehl)


(Foto: Karin Itzigehl)

(Foto: Karin Itzigehl)