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Bericht: Wieland Meier Fotos: Wieland Meier
IRON MAIDEN auf The Final Frontier World Tour 2011 Aktuelle Besetzung: Bruce Dickinson (voc) Dave Murray (g) Adrian Smith (g) Janick Gers (g) Steve Harris (bg) Nicko McBrain (dr) "Monster, Panzer, Reptilien, Vergewaltiger, Irre, Mörder, Strauchdiebe treiben sich in ihren Songlandschaften herum; aber nichts ist real, sie sind alle harmlos - Heavy Metal ist eigentlich eine Flausch-Zone, die Monster und Mongoloiden sind doch bloß Teddybären und Puppen." (New Musical Express)
Die vom Bassisten Steve Harris im Mai 1976 in London gegründete Band benannte sich nach einem mittelalterlichen Folterinstrument und wurde durch ihr rasant schnelles Spiel und den Triumph der selbst produzierten EP "The Soundhouse Tapes" in der Metal-Szene schnell bekannt. Seitdem schreibt die Band, deren Besetzung im Laufe der Jahrzehnte mehrfach wechselte, eine ebenso bewegte wie auch von überragenden Erfolgen gekrönte Geschichte. Seit Februar 2011 sind sie mit ihrem aktuellen, dem inzwischen fünfzehnten, Studioalbum "The Final Frontier" auf Tour durch Europa, und am Freitag nach Himmelfahrt brachten sie die ausverkaufte O2-World in Berlin fast zum Überkochen. Iron Maiden rocken Berlin Die Halle ist voll und die Stimmung geprägt von spannender Erwartung. Der Led-Zeppelin-Song "Rock 'n' Roll" verstummt um 19.58 Uhr, und die britische Vorband Rise To Remain heizt für die nächsten dreißig Minuten den Hardrock-Fans in der ausverkauften O2-World, 17000 Sitzplätze, heftig ein. Mit "Iron Fucking Maiden" preisen die Supporter den ersehnten Haupt-Act vorzeitig an. Um 21.00 Uhr schließlich ertönt das traditionell vor dem Auftritt von Maiden als letztes gespielte Playbackstück "Doctor Doctor" von UFO, und die "Maiden! Maiden! Maiden!"-Rufe werden lauter.
Kaum ist der UFO-Hit zu Ende, fällt auch schon der schwarze Vorhang und gibt den Blick frei auf die endzeitlichen Science-Fiction-Bühnenaufbauten. Heulendes Weltuntergangsgetöse grollt aus den Boxen. Auf den Videoleinwänden zucken helle Blitze, kosmische Gestirne tauchen auf und kryptische Geschöpfe verbreiten Angst und Schrecken. In typischer Rockattitüde springt Frontmann und Sänger Bruce Dickinson plötzlich auf die Bühne, "Final Frontier" erdröhnt, und die Heavy-Band hat das Metal-Publikum sofort unter Kontrolle. Frenetischer Beifall erschallt und im Innenraum sind jetzt alle Hände oben. Auch auf den Rängen hält es niemanden mehr auf seinem Platz. Ein Fest für echte Heavy-Fans Mit schweißnassen Haarsträhnen im Gesicht fetzt Bassmann Steve Harris heißblütig über die Bühne. Bei den Klassikern "Two Minutes To Midnight" und "Fear Of The Dark" singen die begeisterten Fans aus vollen Kehlen mit. Schroffe Bassläufe, durchdringende Gitarren und cholerische Drumschläge werden von den aufbrausenden Konzertbesuchern permanent bekreischt. Dass den Akteuren auf der Bühne drei Rockdekaden in den Knochen stecken, merkt man ihnen nicht an. Mit seiner expressiven Sperenzchen-Performance unterhält der extravagante Showgitarrist Janick Gers sein schaulustiges Auditorium. Die mustergültigen Gitarrenparts hingegen übernehmen Dave und Adrian. Auf das Grauen des Krieges... Im Song "Trooper" spielt Iron Maiden auf die grauenhaften Schrecken des Krieges an. Mit einem zerlumpten und zerschossenen Union Jack fegt Bruce Dickinson, soldatisch in eine blutrote Militärjacke gekleidet, durch die apokalyptische Bühnenlandschaft. ...folgt das Gruseln bizarrer Fantasien Bei "Evil That Men Do" betritt eine ca. drei Meter hohe albtraumhafte Gruselgestalt die Bühne, und Maiden-Maskottchen Eddie folgt pünktlich beim letzten Song: "Iron Maiden" Nach drei Zugaben geht das Live-Spektakel gegen 23.00 Uhr mit "Running Free" zu Ende.
Fotoimpressionen:
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