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Schiffsverkehr live: Herbert Grönemeyer in der AWD Arena zu Hannover am 4. Juni 2011
Bericht: Tobias Glahn Fotos: Tobias Glahn
Eigentlich könnte ich den Bericht äußerst kurz und knapp gestalten: "...wie immer!" Diese zwei Worte reichen eigentlich aus, um es auf den Punkt zu bringen. Dieses Jahr sind es genau 20 Jahre her, dass ich erstmals ein Grönemeyer-Konzert besuchte - damals vom technischen Aufwand noch deutlich kleiner und auch von der Location her in kleinerem Rahmen, nämlich auf der Insel im Salzgitter-See. Seitdem war ich bei allen folgenden Tourneen dabei, und deshalb auch das "...wie immer". Das soll aber nicht heißen, dass sich über all die Jahre Langeweile und Gewohnheit eingestellt hat. Meist alle vier Jahre kauft man schon früh im Jahr eine Karte für ein Konzert, wo noch nichtmal die aktuelle CD zur Tour erschienen ist. Grönemeyer hat sich einen Vertrauensbonus erarbeitet. Irgendwann gibt es auch die neue Scheibe und spätestens wenn Mitte Mai die ersten Vorgeräusche der Tour zu vernehmen sind, steigt die Vorfreude auf das Konzert. Als fleißiger Konzertgänger war ich schon bei allen möglichen großen und kleinen Events, aber die Grönemeyer-Konzerte sind immer noch etwas ganz besonderes.
Das Konzert in Hannover fand bei schönsten Sommerwetter am 4. Juni im Niedersachsenstadion, inzwischen in "AWD-Arena" umgetauft, am Maschsee statt. Perfekte Bedingungen. Das herrliche Wetter ließ uns noch vorab im Biergarten verweilen, so dass wir auch wirklich erst um 20:00 Uhr im Stadion waren. Die Vorband war zu diesem Zeitpunkt schon fertig. Um Viertel nach 8 ging es dann auch schon los. Vielleicht ein wenig früh, da die Lichtshow im Hellen nicht so gut wirkte. Später wurde aber klar, dass die Show starten musste - setzt es doch wohl in der Messestadt satte Strafen, wenn nach 23:00 Uhr noch die Mugge an ist.
Im Focus des Konzerts standen natürlich die Titel der neuen CD "Schiffsverkehr", aber auch die typischen Uralt-Klassiker wie "Männer", "Alkohol" oder "Was soll das" durften nicht fehlen. Mit einsetzender Dunkelheit kam dann auch die Optik besser zur Geltung. Die einzelnen kleinen Videoeinheiten auf der Bühne waren von den Tribünen nicht ganz so gut anzusehen, als Gesamtbild kamen sie allerdings gut rüber und bildeten ein schönes Bühnenbild. Der Sound auf der Westtribüne war leider nicht ganz perfekt, das hatte ich aus der Vergangenheit besser in Erinnerung. Allerdings kann das auch an der Akustik im Stadion liegen. Im letzten Jahr klang U2 an selber Stelle auch zuweilen etwas holperig. Insgesamt aber gab es für den "Freundeskreis Grönemeyer" wieder eine wunderschöne Party und ein tolles Konzert. Absolut empfehlenswert! Ab jetzt heißt es wieder warten und hoffen, dass es 2015 wieder eine Tour gibt. |