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Bericht: Matthias Ziegert Fotos: Sebastian & Matthias Ziegert
"Krach aus Leidenschaft" Am vergangenen Mittwoch zog es uns wohl zum letzten Mal in diesem Jahr nach Halle an der Saale. Kein geringerer Act als FINAL STAP hatte dort zur Rock'n Roll-Weihnachtsfeier geladen. Im rappelvollen und total ausverkauften "Objekt 5" sollte die Party steigen.
Ein Grund für die Gründung dieses Band-Projekts war angeblich der Kauf eines ordentlichen Schlagzeugs der Firma Ludwig durch "Prinz" Tobias Künzel. An dem wollte er mal wieder richtig die Sau rauslassen, was alleine aber natürlich keinen Spass macht. Darum besann er sich auf alte und neue Freunde und holte sie zu dem Projekt dazu, welches nun schon seit 2003 alljährlich auf der Bühne erscheint und auch schon mehrere CDs veröffentlicht hat. Auch in diesem Jahr wurde eine Single mit 2 Songs, nämlich "Michelle (My Bell)", einer Coverversion des bekannten Beatles-Songs, und "Thorsten", einem eigenen Weihnachtslied, veröffentlicht. Zum festen Kern der Band gehören Tobias Künzel (Amor & die Kids, Prinzen, Ruff as Stone) Mike Kilian (Rockhaus, Starfucker) Dirk Posner (Amor & die Kids, Ätänschen, Beaters) und Christian Sorge (Starfucker)
Fast pünktlich gegen 21:00 Uhr startete mit lautem Glockengeläut und der obligatorisch eingespielten Begrüssung für die Besucher und deren "mitanwesenden Betreuer" das zweieihalbstündige Programm. Die Ansage - ähnlich wie der im Flugzeug - enthielt die "lebenswichtigen" Verhaltensregeln für den Abend und das zu erwartetende Programm. Zu den Klängen von "Kling Glöckchen Klingeling" kamen die vier Herren der Stammbesetzung in grün-weißen Elfenkostümen die Showtreppe herunter, und starteten mit dem Led Zeppelin-Titel "Rock'n Roll" die Show. Dieses Stück war auch das Motto des Abends, gemischt mit einer gehörigen Portion Spass.
Nach der etwas beschleunigten Version von QUEEN's "We will rock you" begrüsste Mike Kilian - zu Beginn des Konzertabends unter dem Namen Regina Kilian (!) auftretend - die etwas in die Jahre gekommenen "Zimtsternchen" und "Nussträger" vor der Bühne. Bei dieser Gelegenheit outete sich Tobias Künzel alias Tobiline als Kokosnussträger, was aber von den Kollegen als maßlose Übertreibung abgetan wurde. Musikalisch folgte nun "Torsten", der Weihnachtssong von der eben erwähnten Maxi CD. Spätestens beim vierten Stück, dem The SWEET-Klassiker "Fox on the run", hatten die vier Jungs auf der Bühne das Publikum voll auf Ihrer Seite, was dieses nicht nur mit reichlich Applaus, sondern auch durch Mitsingen und Mitklatschen zum Ausdruck brachte. Die Stimmung vor und auf der Bühne war fantastisch!
Wie Uwe Schneider zuvor auch, musste sich die Frau, die laut Mike Kilian für den Namen der Tour verantwortlich ist, nämlich die zauberhafte Miss Jane Sakel, den Transport ihrer Person auf die Bühne, im Sack und vom Weihnachtsmann persönlich übergeben, gefallen lassen. Sie überraschte die Anwesenden mit einer aufgepeppten Version von Suzi Quatro's "She's in love with you", Cat Stevens' "The First cut is the deepest" und CCR's "Have you ever seen the rain" und erntete für ihren umwerfenden Auftritt den verdienten Applaus.
Als letzter Gast des Abends kam nun Peter Freudenthaler - Ihr ahnt es sicher schon - ebenfalls im Sack auf die Bühne, und rockte - nachdem er ausgepackt wurde - mit "Children of the Revolution" den Laden nochmal richtig durch. Ganz nebenbei gestand er, dass er bei der letzten Weltraumtour, bei der er auch schon mit dabei war, erst mal gelernt habe, was Rock'n Roll sei. Aufgrund dieses Geständnisses und seiner symphatischen Art, hatte er das Publikum in kürzester Zeit erobert. Sein Bestes gab an diesem Abend auch der Mann mit dem unumstrittenen Heimvorteil in Halle: Christian Sorge. Bei Cheap Trick's "I want you to want me" konnte der Mann, der an dieser Stelle des Abends ein Hemd trug, dass dermaßen viele bunte Punkte aufwies, dass es Mike Kilian zu einem spontanten "Hey, Smarties" veranlasste, richtig brillieren. Sein dem Song folgendes, üppiges Gitarrensolo, welches in "Hells Bells" - begleitet durch Weihnachtsmann Theo am Glöckchen - überging, war grandios.
Nach jeder Menge Applaus und Rufen nach Zugabe folgte dann als letztes Stück der Klassiker "Wild Thing", und beendete einen ganz besonderen Abend, den man eigentlich gar nicht beschreiben kann, sondern besser selbst hätte erleben sollen. Ich hoffe sehr, dass es auch im nächsten Jahr wieder eine Tour mit diesen hervorragenden "humor-über-vollen" Musikern geben wird - und dann vielleicht auch wieder mit einem Termin in Leipzig, den es in diesem Jahr leider nicht gab. Eigentlich müsste es jedes Jahr ein FINAL STAP-Konzert auf Rezept geben, denn lachen soll ja gesund sein. Allein um ein Ticket auf Rezept abzuholen, würde sich die Praxisgebühr mal richtig lohnen. Bitte beachtet auch: - off. Homepage von FINAL STAP: www.finalstap.de - Homepage des "Objekt 5" in Halle/Saale: www.objekt5.de
Live-Impressionen:
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