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Helene Fischer und Band live am 31. Januar 2009 in Hamburg Bericht: Holger Stürenburg Fotos: PR
Nach ihrer höchsterfolgreichen Konzertreise im vergangenen Jahr unter dem Motto "Mut zum Gefühl", ließ sich Helene am vergangenen Samstag (31.01.2009) mit ihrem aktuellen Repertoire erstmals ‚live' mit eigener (im übrigen perfekt aufeinander abgestimmten) Band, unter der musikalischen Leitung des früheren Peter-Maffay-Mitstreiters Johan Daansen (git), in des Verfassers dieser Zeilen Heimatstadt Hamburg blicken. Rund 3000 begeisterte Zuhörer - überwiegend männlich, "reifer", durchwegs (höflich formuliert) "strukturkonservativ" - verZAUBERTE die am 5. August 1984 im siebirischen Krasnojarsk geborene Traumfrau mit einer trefflich zusammengestellten Mixtur aus Material ihres o.g. neuesten Tonträgers, ihren bisherigen größten Erfolgen und superb ausgewählten Fremdtiteln. Um 20.10 Uhr (Gruß an Howard C. ;)) betrat das Wunderschönste, was der Deutsche Schlager derzeit vorzuweisen hat, gemeinsam mit ihrer sechsköpfigen Begleittruppe (plus dreier phantastischer Chorsänger/innen) die Bühne des bis auf den letzten Platz ausverkauften Saal I des Hamburger Kongreßzentrums CCH nahe des Dammtorbahnhofs bzw. "Planten un Blomen". Als Intro war John Miles' Überhit "Music (was my First Love)" gewählt worden - kurz darauf intonierte Helenchen den Eröffner von "Zaubermond", den ultratanzbaren Up-Tempo-Popper "Ewig ist manchmal zu lang", woraufhin der latent bluesige Titelsong ihrer letzten Produktion erklang. Es folgten nun abwechselnd längst Evergreenstatus innehabende Radiodauerbrenner ("Von hier bis unendlich", "Ich glaub Dir 100 Lügen", "So nah wie Du" etc.) und diverse Beiträge aus "Zaubermond" ("Vergeben, Vergessen und wieder Vertrauen", "Wer will denn schon vernünftig sein", "König der Herzen" oder die erste Auskoppelung daraus, "Laß mich in Dein Leben" - immerhin im Sommer 2008 Rang 38 der deutschen Singlecharts), bevor Helene die hochemotionale "TITANIC"-Ballade "My Heart will go on" (im Original von ihrem erklärten Vorbild Celine Dion) atemberaubend, prickelnd, traurig und betörend zugleich interpretierte und danach mit dem, von Tobias Reitz, einem der talentiertesten Nachwuchsschlagerlyriker der heutigen Zeit betexteten Tanzflächenfüller "Du fängst mich auf und lässt mich fliegen" ihr hingerissenes Publikum in eine rund 25minütige Pause entließ. Als "Running Gag" von Helenes 2009er-Show fungiert übrigens ein als "Phantom der Oper" ausstaffierter Tänzer, der - insbesondere dann, wenn der Star des Abends einen seiner vielen Kostümwechsel vollzieht - die Besucher mit netten ZAUBERtricks bei Laune hält; eine nicht unintelligente Idee, selbst, wenn letztendlich Helenchen selbst das BeZAUBERNDSTE im Rahmen ihrer knapp dreistündigen Auftritte ist und bleibt. Nach Rauch- und Trinkpause, ertönte die phänomenale, mutmachende, aufmunternde Ballade "Jeder Morgen wird die Sonne neu gebor'n" - und daran anschließend versuchte sich das russlanddeutsche Stimmwunder an der Erkennungsmelodie ebenjenes "Phantoms der Oper". Spätestens jetzt dürfte auch der letzte Zweifler gemerkt haben, über welch powervolles Organ die schönste Frau der (Schlager-)Welt verfügt! "Und morgen früh küß ich Dich wach"… einer DER ersten realen Schlagerklassiker nach dem Millennium... hier brauchte Helene ihre Anhänger eigentlich nur zu dirigieren: Das gesamte CCH sang den von Irma Holder, der Großen Alten Dame der teutonischen Schlagerlyrik, verfassten Text lauthals und mit viel Elan mit! Nun stellte das süßeste Wesen der nationalen Popwelt ein Medley, bestehend aus traditionellen Melodien aus ihrer russischen Geburtsheimat vor, und präsentierte kurz darauf einen enorm außergewöhnlichen Titel, den die staatlich anerkannte Musicaldarstellerin (Wikipedia.de) ihrer Familie widmete: "Meine Welt" ist eine deutsche Bearbeitung des englischen Traditionals "Scarborough Fair", Ende der 60er vom legendären US-Folkpopduo "Simon & Garfunkel" zu einem fulminanten Hit gemacht. Ja und nun lebten die wilden 70er auf - Helenchen, mit knappem, rot glitzernden Discofummel bekleidet, beZAUBERTE ihre Fans im CCH mit einem feurigen, höllisch heißen Potpourri, das die wichtigsten, bekanntesten Titel des US-amerikanischen Tanzfilms "Saturday Night Fever" vereinte, die da z.B. hießen "Staying alive", "Boogie Shoes" oder "Night Fever". Um halb elf plante Frl. Fischer, die "Zeit, um auf Wiedersehen zu sagen" darzubieten - was auch mittels des 1996er-Andrea-Bocelli-Welthits "Time to say Goodbye" erfolgte. Doch wir alle wollten die Bildschöne noch längst nicht verabschieden, weshalb sie sich nicht zweimal bitten ließ, sondern erneut die Bühne betrat und ihren 2007er-Megakracher "Mitten im Paradies", sowie ihre aktuellste, wiederum von Tobias Reitz betextete Radiosingle "Mal ganz ehrlich" mit Power und Witz darbot. Als allerletzte Zugabe gab es eine "Unplugged"-Version von Helenes 2007er-Rundfunkreißer "Du hast mein Herz berührt" zu hören. Nur Akkordeon, Akustikgitarre, ein paar Percussions - und Helenes schier umhauende Stimme - wow : ))) Und hieran zeigte sich auch das einzige Manko an ihrem aktuellen Repertoire. Der Verfasser dieser Zeilen gibt unwunden zu, ein Bewunderer von Helenes Produzenten Jean Frankfurter zu sein. Der Meister aus ebenjener Main-Metropole hat in den 70er, 80er und 90er Jahren zig wundervolle Schlager komponiert und arrangiert, keine Frage. Die Frage, die ich mir aber stelle ist diejenige: Ihre Hamburger Aufwartung bewies in aller Deutlichkeit, daß Helene genau dann am Besten, Überzeugendsten ist, wenn sie sich aus dem engen klanglichen Korsett, welches ihr Großmeister Frankfurter auf ihren Studioproduktionen oktroyiert, befreit und mit Fremdkompositionen bzw. Coverversionen brilliert. Vielleicht mag es vermessen klingen - aber, gerade, weil mir Helene und ihre Karriere eben nicht egal sind, kann ich ihr nur raten: Mädel, wechsle schnellstmöglich ins Rock- und/oder Jazz-Spektrum, weil Du Dich sonst wirklich "unter Wert" verkaufst. Dein traumhaftes Konzert in meiner geliebten Heimatstadt hat eindeutig belegt, daß Du zu viel, viel mehr fähig bist, als ausschließlich zur Aufführung eingängiger, aber letztendlich mehr als nur schlicht gehaltener Popschlager. Du bist DAS Gesangstalent des Heute und Hier... ich meine es nur gut mit Dir : ))) Und Dein Hamburger Konzert am vergangenen Samstag war einfach umwerfend! "My Heart will go on" oder "Time to say Goodbye" aus Deinem Munde werde ich garantiert nicht so schnell vergessen!!! Bitte beachtet auch: www.helene-fischer.de |