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Putensen Beat Ensemble, Günther Fischer & Dirk Zöllner live im "Neu Helgoland" zu Berlin am 27. Februar 2010 Bericht: Dietmar Meixner Fotos: Patricia Heidrich, Dietmar Meixner
Am Samstag, auf dem Weg zum kleinen Müggelsee, hatte ich im Auto die CD "Es war nur ein Moment" von Manfred Krug eingelegt. Erwartungsvoll fuhr ich einem Konzertabend entgegen, wo es schließlich um Manfred Krug, oder besser gesagt um seine Musik ging. "Greens" war das Thema des heutigen Konzerts, zu dem Günther Fischer und Thomas Putensen mit seinem "Beat Ensemble" in das altehrwürdige Neu Helgoland einluden. "Pute" hatte einige musikalische Gäste eingeladen, von denen ich mich besonders auf Dirk Zöllner freute. Pünktlich zum Einlass war ich da, doch was war denn das? Schon wenige Momente später war der Saal so gut wie voll. Nicht nur, dass die altbekannte Bestuhlung um die liebevoll gedeckten Tische wie gewohnt besetzt waren, nein... es war noch eine komplette Tischreihe bis fast zur Bühne aufgebaut, und auch im hinteren Bereich machten zusätzliche Tische die freigebliebenen Gänge für Fans wie Kellner sehr eng. Ich besorgte mir erst einmal einen Stuhl und quetschte mich direkt rechts vor die Bühne. Es klappte in meiner abseitigen Lage sogar mit dem Bier, auch wenn das Bierglas vom Kellner zu mir über eine kleine Menschenkette von 4 - 5 Leuten wanderte. Ich dachte so kurz vor Beginn, als ich noch mal mit Reinhard Fißler, Hans die Geige und einigen anderen ein paar Worte gewechselt hatte, dass das Lokal aus seinen Nähten platzen würde. Frieren musste jedenfalls keiner, denn die große Menschenmenge trug wesentlich zur Erwärmung im Saal bei, bevor die Scheinwerfer und die Musiker ihren Teil dazu beitrugen. Es war 21:04 Uhr, und ein erlebnisreicher Konzertabend begann. Ein paar Takte von der Bühne als Intro und gleich danach ganz hinten mitten im Publikum ein Punktscheinwerfer auf Thomas Braun mit seiner Geige und Adelind Pallas (Gesang) gerichtet. Leise erklangen die Töne zu "Greensleeves", die auf dem Weg zur Bühne stärker wurden. Auf der Bühne angekommen forderte "Pute" Thomas auf, das Geigensolo noch einmal zu wiederholen. Somit begann der Reigen der bekannten Hits von der LP "Greens", die vor vielen Jahren Manfred Krug mit Günter Fischer eingespielt hatte. Dann kam er... der "Chef", wie Thomas Putensen Günther Fischer ankündigte, und zwar mit seinem Saxophon, das den Kultsong "Solo Sunny" anstimmte. Seine Tochter Laura lieferte den gesanglichen Part dazu. Bei vielen Besuchern sah man förmlich eine Gänsehaut wachsen. Günther Fischer merkte an: "Die machen jetzt alles nach... in Erfurt zum Beispiel spielten sie im Theater Greens". Danach erfuhr man noch, dass Laura eine eigene Band hat und einen Titelsong für Rosamunde Pichler geschrieben hat. Der wurde dann sogar gespielt. "Welch Wunder", wie der Papa stolz ins Mikro flüsterte. Das war einer der Höhepunkte dieses Abends, was die Leute im Saal mit tosendem Beifall honorierten. Kleine Notiz am Rande: Fast neben mir saß eine schwarzhaarige weibliche Schönheit, die nach fast jeden Song des Abends vor Begeisterung so laut kreischte, dass ich die Lautstärke aus den Boxen direkt neben mir als angenehm empfand. Es sollte auch nicht lange dauern, und Dirk "Scholle" Zöllner wurde durch Thomas Putensen angekündigt. Er sollte dem Publikum in der Folge zwei Lieder in für ihn untypischer Art und Weise zu Gehör bringen. Ganz "brav" stand er auf der Bühne, und er hatte - wie "Pute" extra beteuerte - noch kein einziges Glas Rotwein an diesen Abend getrunken. Mir fiel aber nicht nur Dirk Zöllner stimmlich auf, nein auch Anett Kölpin hat eine Stimme, der man einfach zuhören muss! Da gehen die Ohren ganz magisch von allein auf Lauschstellung. Steve Horn kann nicht nur meisterhaft in die Trompete und Flöte blasen, nein er kann auch steppen was er mit einen Sprung von der Bühne den Fans auf keinen Fall vorenthalten wollte. Ich möchte an dieser Stelle nicht weiter auf die Lieder im einzelnen eingehen. Wer trotzdem genau wissen möchte, welche Lieder alle gespielt worden sind, der kann die Setlist des Abends aus der Tracklist der Schallplatte "Greens" ersehen. Stimmt allerdings nicht ganz, denn außer "Solo Sonny" wurden auch zwei Titel gespielt, die nach Thomas Putensens Meinung auf der LP "Greens" vergessen wurden, wie zum Beispiel "Natali". Dann gab es gegen 22:45 Uhr eine Pause, und da wurde ich irgendwie an die Klaus Renft Combo erinnert. Nicht wegen der Musik oder den anwesenden Fans an diesem Abend, sondern wegen der Pause... ich glaube, die alten Fans wissen was ich meine (sie war genauso lang... Pst!!!). Jedenfalls konnte man die Zeit gut nutzen um weitere liebe Freunde zu begrüßen, und auch mit Denise am Fan-Stand konnte ich ein paar Worte wechseln - und was kaufen! Seit Samstag habe ich endlich das Songbuch von Dirk Zöllner. Nach der Pause folgte noch einmal eine volle Stunde Power auf der Bühne, und alle Beteiligten kamen noch einmal zum Zuge. Besonders erwähnen möchte ich Wolfgang "Zicke" Schneider am Schlagzeug und Oliver Saar am Saxophon und am Tubax (übergroßes Saxophon). Lars Juling an der Posaune war immer auf der Höhe, und etwas unauffällig am Bass war Thomas Koch aktiv. Gut und einfühlsam: Jörg Nassler an der Gitarre, und der bereits erwähnte Steve Horn fiel nicht nur durch seine Steppeinlage auf! Er ist einfach ein Unikum, da bleibt kein Auge trocken. Thomas Putensen zeigte sich gewohnt souverän und witzig, er war nie um eine Anekdote verlegen, wie bei der Geschichte mit dem geborgten Trabant 500, als er vor 25 Jahren Günther Fischer besuchen wollte... zu diesem Termin wollte er nicht ohne "Auto" erscheinen. Sehr interessant für alle war, als Pute berichtete, "vor zwei Jahren kannte Dirk Zöllner einen Manfred Krug und seine Titel noch gar nicht, und jetzt singt er sie in englisch und mit Leidenschaft". Die Zeiger der Uhr zeigten auf 23:40 Uhr, aber zwei Zugaben hatten sie noch für alle in der weiten Runde. Somit erklang noch kurz vor Mitternacht "Laß mich nicht geh'n". Gehen lassen wollte die Musiker des Abends keiner im Saal, aber irgendwann kommt immer das Ende. Dagmar Tabbert kam nicht umhin das Mikro zu ergreifen, und allen die an diesen Abend beteiligt waren für dieses gelungene Event zu danken. Somit ging ein sehr kurzweiliger musikalischer Abend zu Ende. "Pute" versprach eine neue Runde, also kann man sich freuen auf 2011, und dann sicher wieder vor vollem Haus. Auch Dirk Zöllner verließ weit nach Mitternacht zufrieden den Ort des Geschehens, erwartet man ihn doch im Frühjahr 2011 mit eigenen Programm nach fünf Jahren Pause auf der Bühne im Neu Helgoland. Es war insgesamt ein Konzerterlebnis, was sicher bei vielen Besuchern in angenehmer Erinnerung bleiben wird. Oft hörte man, "na dann bis nächstes Jahr, Pute".
Foto Impressionen:
Bilder von Patricia Heidrich: ![]() ![]() ![]() ![]() ![]()
![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() Bilder von Dietmar Meixner: ![]()
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![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() Hinter den Kulissen: (Fotos von Dietmar Meixner) ![]() ![]() ![]() ![]()
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