El Aleman y Amigos auf Ostsee-Tour
am 25. und 26.07.2008



Bericht: Dietmar Meixner
Fotos: Dietmar Meixner





Wohin zieht es jeden im Hochsommer? Natürlich an die See! Wo passen spanische Klänge zu dieser Zeit am besten hin? Natürlich an die See! Mittelmeer oder Atlantik hier natürlich Fehlanzeige. Also zog es El Alemàn y Amigos im Tourbus, gesteuert von Jens Kruse, am vergangenen Wochenende in den Norden. Die Ostsee empfing uns mit 30° im Schatten, was konnte das noch toppen? Natürlich diese wunderbare spanische Musik, gesungen von Suzanna Meyer und begleitet von den beiden tollen Gitarristen Jens Kruse und Jürgen Schosz. Das sind Lieder die eine Mischung aus spanischer Rumba, Flamenco und zeitloser Pop Musik beinhalten. Musik die noch vor Jahren z.B. durch die Gipsy Kings sehr bekannt wurde, aber durch El Alemàn total neu interpretiert wird.
Am Freitag, den 25.07.2008 war unser Ziel der Ort Zinnowitz. Direkt am Strand sollte am Abend das Konzert in der "sogenannten Konzertmuschel" stattfinden. "Hoffentlich haben wir viele Zuschauer" so die Meinung von Jens und Suzanna. Aber jetzt hieß es erst einmal gemeinsam schnell die Technik aufbauen, und für kurze Zeit die Ostsee pur am Strand genießen. Danach war der Soundscheck angesagt, und dann stand ja noch der Termin für die neuen Autogrammfotos. Das Konzert begann entsprechend der Kurstättenverordnung pünktlich um 20.00 Uhr und durfte auf keinen Fall die magische Zeit von 23.00 Uhr überschreiten. Es waren doch über 400 Leute, die sich den Klang der Guitarra Espanola nicht entgehen lassen wollten! Mit dem Titel "Amigos para siempre" hatte El Aleman die Leute sofort auf der richtigen Seite. Dieses Feuer, der Schwung und die Stimmenvariationen Suzannas übten eine Art magische Kraft auf Urlauber und auf die extra angereisten Fans aus. Ein spanisches Feuerwerk erhellte den Abendhimmel mit solchen Titeln wie "Mira me", "Barcelona" oder "Tu amor yel mio". Gönnte man Suzanna mal eine Verschnaufpause und spielte Instrumental Titel wie "Tampa" war der Applaus genauso kräftig. Zum Lächeln brachte mich, wie auch viele Zuschauer, dass die kleinen Fans Blüten von den Schmuckbäumen pflückten und mit diesen bunten Blütenfarben Suzanna aus Freude Dank sagten. Nach dem Konzert und einem kurzen Stelldichein im Kartoffelhaus, ging es Richtung Greifswald.
Dort erwartete uns ein schnuckliches Hotel. Wir hatten Nachts gegen 02.00 Uhr nur ein Problem, es ging darum an der Tür einen Code einzugeben, denn Personal war zu dieser Zeit natürlich nicht mehr da. Wir hatten einen speziellen Code für die Band, nach dem wir zum dritten Mal den richtigen Code "falsch" eingegeben hatten war erst einmal Ruhe. Es ging nichts mehr. Also ein Anruf unter der angegebenen Nummer, aber das Klingeln des Telefon kam aus dem Büro wo natürlich keiner mehr da war. Aber was soll's, dieses Hotel bestand aus zwei Fachwerkhäusern, liebevoll ausgebaut. Das war der Knackpunkt, denn auch das zweite Haus hatte einen Eingang, dort passte auch der Code. Eine Stunde voller Müdigkeit vor dem Hotel hatte so nun sein Ende (Schadenfreude allerdings... denn die anderen Gäste konnten wegen uns natürlich auch nicht schlafen!).
Samstag Morgen... ein wunderschöner Morgen, der mich in Greifswald zu einem ausschweifenden Stadtrundgang inspirierte, auf dem ich ein bekanntes Gesicht traf: Jimmy Kelly von der Kelly Family spielte dort als Straßenmusikant. Die Zeit war viel zu kurz für diese schöne Stadt. Denn 16.00 Uhr war ja schon wieder der Aufbau der Technik angesagt.
Der Innenhof des St. Spiritus direkt am Greifswalder Dom, ein wunderbarer Ort für Freunde der Musik. Es kam diesen Samstag der Harte Kern, also die, die wirklich Fans von Suzanna und ihren anderen Projekten sind. Diese 83 zahlenden Gäste waren aber ein sehr dankbares und wundervolles Publikum. Und es nahm auch fast jeder eine CD von der Musik des Abends mit nach Hause, was mich wiederum als "Verkäufer" der CDs besonders freute. Der Beifall war in Greifswald herzlicher, die Lieder kamen noch dynamischer und sauberer rüber. Suzanna hatte von Anfang an einen sehr guten Draht zu den anwesenden und somit wurde sehr oft zwischen den Liedern auch mal bis zum Anschlag gelacht.
Nach dem Konzert war vor dem Konzert, denn in den gemütlichen Kneipen traf man viele Freunde (auch aus Berlin) und bekannte Musiker, somit wurden schon wieder neue Pläne geschmiedet und bis in die frühen Morgenstunden Gedanken ausgetauscht.
Die Ostsee rief, und El Alemán erhörte die Rufe! Sie lieferten zwei tolle Konzerte ab. Beide waren doch unterschiedlich aber so, dass man sich eine Wiederholung wünscht! Die nächste Ostseetour wird auf jeden Fall länger sein!! Achso: ich bin mit Jens und seinem Tourbus wieder sicher in Berlin gelandet. Ich war unterwegs mit guten Musikern und Freunden. Es kamen sogar eigene Fans, aber das nur so ganz nebenbei.




Foto Impressionen:




Zinnowitz am 25.07.2008:





















Greifswald am 26.07.2008: