![]()
Bericht: Holger John (VIADATA Photo) Fotos: Holger John (VIADATA Photo)
Das ist geile Scheiße! Die NDR-Musiktalkerin Ina Müller brüllte vor einigen Monaten über den Tresen des Hamburger „Schellfischposten“ Anna Depenbusch zu: „Das ist geile Scheiße! Das ist super!“. Feuerrot wurde die sanfte Anna und lächelte schüchtern. Dabei sprach Ina Müller nur ganz unverblümt aus, was gerade das halbe Land dachte.
2011 ist das Jahr der Anna Depenbusch. Das wurde auch Zeit. Das erste Mal mit Anna Depenbusch konfrontiert, dachte ich, einem Jungstar zu begegnen. Aber sie sitzt eben keineswegs als Abiturientin an ihrem Instrument, und sie ist auch kein aus dem Nichts herbeigezaubertes Castingshow-Produkt. Ganz im Gegenteil. Kurz nach der Jahrtausendwende, da war sie 24, wollte sie schon einmal aufgeben. Nach Jahren des Träumens von der eigenen Musik, nach Musikstudium, Jobs als Backgroundsängerin und kleineren Arbeiten für das Hamburger Thalia Theater, schmiss Frau Depenbusch einfach mal alle Brocken hin. Packte ein paar gute Bücher und eine Jacke ein und reiste nach Island. Hier verbrachte sie mehrere Monate mit sich und ihren Liedern. Sie wollte zu sich finden und zu ihrer Musik. Heraus kam ein Debütalbum von ziemlich außerirdischer Schönheit – zarte, verletzliche musikalische Kunstwerke. Aber erfolgreich wurden diese Songs leider nicht. So setzte sie sich wieder ans Klavier, entschwand in ein einsames Schloss und überzeugte schließlich ihre Plattenfirma, es doch noch einmal zu versuchen. Dieses mal aber mit Erfolg. Für „Die Mathematik der Anna Depenbusch“ verwandelte sie sich erneut und zwar gleich zwölfmal. Statt introvertierter Islandlieder breitet sich nun eine reichhaltige Liedlandschaft aus: von Chanson über Jazz, Disco, Polka bis Klassik ist irgendwie alles dabei. Eigentlich Stoff gleich für mehrere Alben. So aber erzählt Anna Depenbusch ihre sehr intimen, oft tragischen meist Liebes-Geschichten auf wechselnden musikalischen Teppichen.
Eigentlich müsste man nun ein finales Schlusswort mit großem Orchester finden um dieser süßen, zierlichen Frau und ihrem tollen Konzert gerecht zu werden. Aber man kann es auch so sagen: „Das ist geile Scheiße!“ Die Band auf der Bühne: Gesang & Klavier: Anna Depenbusch Gitarre: Ulle Rode Bass: Oliver Karstens Schlagzeug: Martin Engelbach Geige: Anne de Wolff Weitere Termine: 11.08. - Sylt, Rantum* 12.08. - Garbsen, Aula Schulzentrum* 02.09. - Braunschweig, KulturImZelt* 10.09. - Bonn, Pantheon* 24.09. - Hamburg, St. Pauli Theater** 12.10. - Bremen, Kulturzentrum Lagerhaus** 16.10. - Oldenburg, Theater Laboratorium** 25.10. - Darmstadt, Centralstation** 26.10. - Stuttgart, Wagenhallen** 27.10. - Münster, Hot Jazz Club** 12.11. - Fürth, Kulturforum** 13.11. - Berlin, Heimathafen** 23.11. - Cottbus, Weltspiegel Cottbus** 24.11. - Frankfurt/Oder, Kleist Forum** 25.11. - Elmshorn, Stadttheater* 28.11. - München, Lustspielhaus** 29.11. - Leipzig, Moritzbastei** 13.12. - Düsseldorf, Savoy Theater** 15.12. - Osnabrück, Lagerhalle** * Die Tour der Anna Depenbusch (mit Band) ** Anna "Solo am Klavier" Alle Termine ohne Gewähr. Weitere Infos auf www.annadepenbusch.de Lese-Tipp: Anna Depenbusch im Gespräch mit Deutsche Mugge im Januar 2011: HIER klicken
Fotoimpressionen:
![]() ![]()
![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]()
![]() ![]() ![]()
|