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DEPECHE MODE live am 31. Oktober 2009 in Oberhausen Bericht: Christian Reder Fotos: Pressefoto
Im nächsten Jahr feiert die Kapelle um Dave Gahan bereits ihr 30. Jubiläum. Im Jahre 1980 begann also die Erfolgsstory der britischen Formation, und was viele nicht wissen (oder schon vergessen haben): Ganz zu Anfang spielte bei Depeche Mode ein Mann an den Tasten, der später die erfolgreichen Projekte Yazoo (mit Alison Moyet) und Erasure gründen sollte. Die Rede ist von Vince Clark! Und nach der Handschrift von besagtem Vince Clark klang Depeche Mode auch Anfang der 80er. Songs wie "Dreaming Of Me" oder "New Life" hätten auch gut und gerne von Yazoo oder Erasure sein können. Dies aber nur am Rande. Der Weg von Depeche Mode war in den fast 30 Jahren mit extremen Höhen und viel extremeren Tiefen gepflastert. Während man ganz zu Anfang Probleme hatte, eine Plattenfirma zu finden, die auch bereit war, die für damalige Verhältnisse noch relativ "neu" klingenden Songs der Jungs aus Basildon (UK) zu verlegen, ging die Kurve nach der Veröffentlichung des Albums "Speak & Spell" im Jahre 1981 steil nach oben. Dies blieb auch bis Mitte der 90er so, mal abgesehen von kleineren "Erfolgsschwankungen". Die Kurve machte Mitte der 90er aber einen extrem steilen Knick nach unten. Nach dem Ausstieg von Alan Wilder im Jahre 1995 geriet das ganze Bandgefüge ins Wanken. Dave Gahan war mit seiner Heroinsucht soweit unten angekommen, dass er einen Suizidversuch unternahm und etwa ein Jahr später eine Überdosis nur knapp überlebte. Es schien das Ende der erfolgreichen Band zu sein. Doch Totgesagte leben länger, denn nach erfolgreicher Therapie und mit großer Lust am Beruf gingen die drei verbliebenen Musiker ins Studio, um die Erfolgsstory von Depeche Mode weiterzuschreiben. Inzwischen sind fast 14 Jahre nach diesem Tiefpunkt vergangen, und Depeche Mode zählt zu den erfolgreichsten, beständigsten und kreativsten Bands der Welt. Mit der aktuellen CD "Sounds Of The Universe" hat die Band in diesem Jahr ihr 12. Studioalbum veröffentlicht. Am Samstag machte das Trio, erweitert um einige Live-Musiker, Station in Oberhausen.
Was bleibt? Das Gefühl, ein großes Event erlebt zu haben, dessen Bilder für die nächsten Wochen (vielleicht auch Monate) im Kopf bleiben werden. Und wer noch nie bei einem Depeche Mode-Konzert mitten im Publikum gestanden hat, sollte sich dieses Erlebnis ruhig mal gönnen. Die anderen Zuschauer zeigen einem, bei welchem Song man sich wie zu bewegen hat und man kommt in die Publikums-Choreographie schnell rein. Die Musik von Depeche Mode und das Gefühl inmitten der Leute zu stehen bilden ein Gesamtpaket, das man schlecht in einem Konzertbericht beschreiben kann. Hingehen, erleben und einem unvergesslichen Live-Abenteuer beiwohnen. |