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Dahmeblues Open Air am 09.08.2008 in Niederlehme Bericht: André Serfas Fotos: André Serfas
Hier ist das also! Das Schild mit der Aufschrift "Blues 9.8." leutete
das Ende unserer Suche nach dem richtigen Sportplatz in Niederlehme ein.
Hätte man ja gleich drauf kommen können, immerhin stand es direkt an der
Hauptstraße. Der Flyer versprach einen erstklassigen Bluesabend mit
Bernd Kleinow, Bluesrudi und der Feedback Blues Band. Man muß sich nur
zur richtigen Zeit an der Ablage des Fußballplatzes in Niederlehme
einfinden. Wer Niederlehme nicht kennt, der schaut von Wildau aus einmal kurz über die Dahme oder fährt mit dem Auto den südlichen Berliner Ring entlang, bis die entsprechende Autobahnabfahrt auftaucht. Ich selbst kam an diesem Samstag mit meinem Bruder und Freunden aus Königswusterhausen. Mit Jimi Hendrix im Ohr entschieden wir uns für die Anreise über die Landstraße. Der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt. Niederlehme hat mehrere Sportanlagen. Keine einzige davon ist in einer Straßenkarte zu finden, und so fuhren wir als erstes zu der Stelle, an der ich - via Googleearth - sowas wie einen Fußballplatz ausgemacht habe. Offenbar war ich nicht der Einzige, der auf diese Weise dem dortigen Sportlerheim einen Besuch abstattete. Gut, dass der gesuchte Sportplatz gleich um die Ecke lag. So durfte Jimi Hendrix den Sheriff noch in Ruhe zu Ende erschießen, bevor wir das Auto auf dem wilden Parkplatz parkten und endlich das Open Air Gelände erreichten. Dieses liegt recht idyllisch zwischen Sportplatz und Dahmeufer und war diesmal bereits zum 5. Mal Schauplatz dieser Veranstaltung. Die Fangemeinde ist jedes Jahr stetig gewachsen und so fanden außer uns noch knapp 400 weitere Bluesfans den Weg dorthin. Mit 7,00 Euro war der Eintritt mehr als fair. Schon am Eingang wurde man eingestimmt mit bekannten Klängen vom 1A Blues Album mit dem unverwechselbaren Harpspiel von Igor. Dieser Abend sollte auch ein Stück Erinnerung an ihn sein. Die Bühne ist recht groß und wurde vom Veranstalter mit Hilfe der örtlichen Feuerwehr vor zwei Jahren fest installiert. Somit ist auch klar, für welche Zwecke das Gelände auch in Zukunft genutzt wird. Opener waren Bluesrudi und Bernd Kleinow. Rudi, der einen schon stimmlich in den Blueshimmel schickt, spielte zusätzlich zur Akustikgitarre noch eine Hihat und eine Bassdrum. Der Rhythmus schob nur noch nach vorne und sorgte für unweigerliches Kopfnicken aller Fans. Diese hielt es auch nicht lange auf ihren Plätzen und so wurde die doch recht große Distanz zwischen Bierbänken und Bühne recht schnell mit tanzenden Fans ausgefüllt. Bernd Kleinow an der Bluesharp machte die Sache rund. Ein Fest für jeden Mundharmonika- und Bluesfan. Sie wechselten sich über den Abend ab mit den Leuten von Feedbackblues um Lutz Kowa Kowalewski. Ralf Bombe Bomberg, einem weiteren grandiosen Mundharmonikaspieler, Mark Rose am Schlagzeug und Harald du Bellier am Bass. Der Sound war perfekt und die Stimmung der Leute fabelhaft. Besonders fiel mir eine junge Dame ins Auge, die direkt an der Bühne äußerst ausgelassen tanzte, ihre Flasche Hardgas am Bühnenrand parkte und diese auch im Verlaufe das abends komplett hinterkippte. Bei Titeln von Sonny Terry, Little Walter, Eric Clapton, Dave Edmunds, B.B. King, etc. kam die Party so richtig in Gang. Zwei von vielen Höhepunkten das Abends waren für mich "On the road again" von Rudi und Bernd und "Hoochie Coochie Man" von Feedback. Wir verließen das Konzert kurz vor Schluss zu den Klängen von "Wild Thing". Ja, das war wirklich eine wilde Sache. Ich bin nächstes Jahr sicher wieder mit dabei, und wer ebenfalls Lust hat auf Blues hat, direkt von vorn und intravenös, sollte auf jeden Fall die Termine in Niederlehme im Auge behalten. Wie man dahin kommt wisst ihr ja jetzt. Foto Impressionen: ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]()
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