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Bericht: Rüdiger Lübeck Fotos: Rüdiger Lübeck
Nachdem ich die 17 HIPPIES das erste Mal vor knapp zwei Jahren in der Kulturbrauerei gesehen hatte (Bericht hier: HIER), war ich regelrecht baff ob der geradezu gigantischen Live-Performance, die da geboten wurde. Ein Riesen-Spektakel, dazu pure Perfektion und ein Portfolio an Genres, das seinesgleichen sucht. Seither darf sich die Kapelle also eines weiteren Fans erfreuen.
Aber die Hippies sind ohnehin zuvorderst eine Live-Band. Und da fällt es dann doch etwas schwer, die Eindrücke des Konzertabends in sachlich-objektive Bahnen zu lenken, ohne sich vorschnell des Vorwurfs der Lobhudelei ausgesetzt zu sehen. Es bedarf nach meiner Wahrnehmung nicht einmal eines besonderen persönliches Faibles für diese Art von Weltmusik, um von deren Interpretation begeistert zu werden. Die Musiker vereinnahmen das Publikum umgehend, ohne jedwede anderenorts übliche Warmlaufphase, ohne gekünsteltes Angefeuere. Man wird als Zuschauer von der ersten bis zur letzten Minute regelrecht in den Bann der Musik, des Rhythmus hineingezogen; ist für gute zwei Stunden komplett in einer anderen Welt. Das vermochte ich mit dieser Konsequenz noch nirgends sonst zu beobachten, ein wie auch immer gearteter Vergleich mit Alternativen (gibt es die?) verbietet sich schlicht. Der Saal tobt, die Luft vibriert, ein einziges rhythmisches Zucken geht durch die Reihen. Ich bin wahrlich kein Tänzer, aber es fällt schwer, sich hier zurückzuhalten.
Natürlich (!) haben sie mit Klarinettist Henry Notroff auch einen Ur-Babelsberger in ihren Reihen, und natürlich (!!!) strömt die Potsdamer Spielstätte südländische Mentalität aus, sind die Wiesen hier grüner und die Straßenbahnen schöner. Derlei Avancen gegenüber dem Publikum braucht es jedoch gar nicht, um jenes zu gewinnen. Die Leute sind aus dem Häuschen, es gibt trotz (oder wegen?) der ständigen Stilwechsel keinerlei Abfall in Applaus und Jubel. Bedauerlicherweise wurde mir das Fotografieren nur während der ersten drei Songs gestattet, was selbstverständlich zu respektieren ist. Die Sinnhaftigkeit des Ganzen ist angesichts der zuhauf im Publikum verwendeten Kompaktkameras und Fotohandys jedoch gleichwohl zu hinterfragen, zumal umso ärgerlicher, als dass die Bühnenausleuchtung an diesem Abend geradezu fantastisch war. Wie im übrigen auch das Konzert. Aber das sagte ich ja bereits. Die nächsten Termine: 26.11.11 - Berlin - Landesmusikakademie (Workshop) 27.11.11 - Berlin - Landesmusikakademie (Workshop) 28.12.11 - Berlin - Kesselhaus (Kulturbrauerei) nähere Infos und Termine auf der 17 HIPPIES-Homepage... Bitte beachtet auch: - off. Homepage der 17 HIPPIES: www.17hippies.de - Homepage des 'Lindnehof' in Potsdam: www.lindenpark.de
Live-Impressionen:
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